Covestro, Aktie

Covestro Aktie: Hauptversammlung beschloss Squeeze-out

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 03:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Rückzug von Covestro von der Börse konkretisiert sich. Nach dem Squeeze-out-Beschluss erhalten Aktionäre eine Barabfindung von 59,46 Euro je Anteilsschein.

Covestro-Aktie: Delisting nach ADNOC-Übernahme steht bevor
Abstrakte Darstellung einer modernen Unternehmenszentrale bei Sonnenuntergang als Symbol für einen Squeeze-out. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Covestro verabschiedet sich schrittweise vom Parkett. Nach der Übernahme durch den emiratischen Staatskonzern ADNOC tritt der Rückzug nun in die letzte Phase ein. Für Anleger endet damit eine jahrelange Ära im deutschen Chemie-Sektor.

Ein konkretes Signal erfolgt am heutigen Freitagabend. Die Regionalbörsen in Düsseldorf, Hamburg, Hannover und München löschen nach Handelsende sämtliche offenen Orders für die Covestro-Aktie. Dieser technische Schritt bereitet das endgültige Delisting vor und markiert den regulatorischen Abschluss der Handelsaktivitäten an diesen Plätzen.

Die Weichen für die Abfindung der Aktionäre sind gestellt. Die Hauptversammlung beschloss bereits im Mai 2026 den Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsanteile. Das Management sieht dafür eine Barabfindung von 59,46 Euro je Aktie vor. Aktuell notiert das Papier mit 60,00 Euro knapp über diesem Niveau, was eine zügige Abwicklung ohne größere Verzögerungen einpreist.

Der neue Eigentümer XRG hat klare Pläne für die Zukunft. Covestro soll als zentraler Ankerpunkt für eine weltweite Plattform für Spezialchemie dienen. Vor allem das Geschäft in Amerika will XRG massiv ausbauen. Die Expertise der Leverkusener im Bereich der Kreislaufwirtschaft bildet dabei das Fundament für die neue Strategie des emiratischen Mutterkonzerns.

Operativ liefert das Unternehmen am 31. Juli 2026 weitere Details zum laufenden Jahr. Dann erscheint der vollständige Bericht zum ersten Halbjahr. Vorläufige Zahlen wiesen bereits ein EBITDA von 669 Millionen Euro aus. Marktteilnehmer achten nun auf die Fortschritte des Transformationsprogramms „STRONG“ und die Entwicklung der Verkaufspreise.

Die Aktie bewegt sich derweil kaum noch. Sie pendelt fast punktgenau um ihren langfristigen Durchschnitt von 59,95 Euro. Sobald der Squeeze-out-Beschluss im Handelsregister steht, endet die Börsennotiz endgültig und die Barabfindung wird fällig.

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