Covestro Aktie: 1,17 Milliarden Euro Kapitalerhöhung geplant
21.05.2026 - 10:58:48 | boerse-global.deMit der Zustimmung zum aktienrechtlichen Squeeze-out rückt Covestro endgültig in die nächste Eigentümerphase. Der Chemiekonzern wird tiefer in den ADNOC-Verbund eingebunden, und an der Börse spielt die Aktie kaum noch eine eigene Rolle.
Der Kurs notiert am Donnerstag bei 59,70 Euro und damit praktisch unverändert. Genau das passt zum Bild: Der Markt bewertet hier nicht mehr primär das operative Geschäft, sondern die Abwicklung der Eigentümertransaktion.
Neuer Aufsichtsrat, neuer Kurs
Die Hauptversammlung hat den Umbau im Aufsichtsrat angeschoben. Mit Khaled Salmeen zieht ein hochrangiger ADNOC-Vertreter in das Gremium ein. Auch Mercedes Alonso Benito, Guy Janssens und Dr. [Name] kommen neu hinzu.
Damit stärkt XRG seinen Zugriff auf die strategische Steuerung deutlich. Der Vorstand spricht von einer schnelleren Umsetzung der „Sustainable Future“-Strategie. Der Wechsel an der Spitze ist ebenfalls vorgezeichnet: Markus Steilemann soll den Konzern nach Ablauf seines Vertrags im Mai 2028 verlassen.
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Kapital kommt vom Großaktionär
Parallel dazu bereitet Covestro eine Kapitalerhöhung über rund 1,17 Milliarden Euro vor. Das Geld soll in die Reorganisation und in strategische Investitionen fließen. Der Großaktionär stützt damit nicht nur den Umbau, sondern auch die Bilanz.
Der Bedarf ist nachvollziehbar. 2025 rutschte Covestro tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 644 Millionen Euro. Das EBITDA fiel um fast 31 Prozent auf 740 Millionen Euro.
Der Druck kommt aus dem Markt selbst. Überkapazitäten und schwache Preise belasten die globale Chemieindustrie seit längerem. Für Covestro ist die Kapitalzufuhr deshalb mehr als ein Formalakt. Sie soll Spielraum schaffen, während das Geschäft unter schwierigen Bedingungen läuft.
Minderheitsaktionäre sehen Nachschlag-Chance
Für die verbliebenen Anteilseigner bleibt vor allem die Barabfindung relevant. Sie liegt bei 59,46 Euro je Aktie und damit 2,54 Euro unter dem ursprünglichen Übernahmeangebot von 62,00 Euro.
Genau diese Differenz dürfte Spruchverfahren wahrscheinlicher machen. In solchen Verfahren können Aktionäre die Höhe der Abfindung gerichtlich prüfen lassen. Ein möglicher Nachschlag käme aber erst nach einem oft langen Verfahren.
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Technisch wird der Squeeze-out erst mit der Eintragung des Übertragungsbeschlusses ins Handelsregister wirksam. Bis dahin bleibt die Aktie vor allem ein Vehikel für die Auszahlung, nicht mehr für eine klassische Investmentstory.
Am Juli soll der Halbjahresfinanzbericht folgen. Dann dürften weitere Details zur operativen Entwicklung kommen. Bis dahin bestimmt die administrative Abwicklung des Squeeze-out das Geschehen rund um Covestro.
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