CoreWeave, Aktie

CoreWeave Aktie: 100 Milliarden Dollar Auftragsbestand gesichert

22.05.2026 - 02:15:24 | boerse-global.de

CoreWeave meldet Umsatzsprung und Milliarden-Auftragsbestand, steht aber vor hohen Schulden und Nettoverlust.

CoreWeave Aktie: 100 Milliarden Dollar Auftragsbestand gesichert - Foto: über boerse-global.de
CoreWeave Aktie: 100 Milliarden Dollar Auftragsbestand gesichert - Foto: über boerse-global.de

CoreWeave wächst in atemberaubendem Tempo. Der KI-Infrastrukturanbieter sitzt auf einem gewaltigen Auftragsbestand und baut seine Rechenzentren massiv aus. Parallel dazu trennen sich nun erste Großaktionäre von ihren Anteilen.

Aktuelle Pflichtmitteilungen zeigen geplante Aktienverkäufe von verbundenen Unternehmen. Entitäten wie West Clay Capital nutzen dafür vorab festgelegte Handelspläne, die an die Zuteilung von Mitarbeiteraktien gekoppelt sind. Am Donnerstag reagierte das Papier unbeeindruckt und legte um gut vier Prozent auf 90,91 Euro zu. Die Schwankungsbreite der Aktie bleibt mit einer annualisierten Volatilität von über 120 Prozent enorm.

Massive Investitionen treffen auf Schuldenberg

Hinter den Kulissen treibt das Management eine aggressive Expansion voran. Seit Jahresbeginn sammelte CoreWeave mehr als 20 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital ein. Darunter befindet sich ein milliardenschweres Investment von Nvidia sowie ein massiver Kreditrahmen.

Die Verschuldung kletterte bis Ende des ersten Quartals auf 17,3 Milliarden Dollar — ein drastischer Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Das Geld fließt direkt in den Bau neuer GPU-Rechenzentren. Allein im ersten Jahresviertel beliefen sich die Investitionsausgaben auf 7,7 Milliarden Dollar.

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Dem hohen Kapitalbedarf steht ein rasantes operatives Wachstum gegenüber. Der Umsatz sprang im Auftaktquartal um 111 Prozent auf 2,08 Milliarden Dollar. Der vertraglich gesicherte Auftragsbestand erreichte Ende März fast 100 Milliarden Dollar.

Kapazitäten bis Jahresende ausverkauft

Für den Rest des Jahres ist die Rechenleistung des Unternehmens laut Management praktisch ausverkauft. CoreWeave betreibt mittlerweile Anlagen mit einer Leistung von über einem Gigawatt. Bis 2030 soll diese Kapazität auf mehr als acht Gigawatt steigen.

Analysten bewerten die Marktposition als spezialisierter Cloud-Anbieter zwischen Chipherstellern und KI-Laboren weiterhin positiv. Einzelne Kursziele reichen bis an die Marke von 158 US-Dollar heran. Das liegt in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von knapp 160 Euro.

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Investoren fokussieren sich nun auf die Profitabilität. Während unter dem Strich im ersten Quartal ein Nettoverlust von 740 Millionen Dollar stand, erreichte das bereinigte EBITDA 1,2 Milliarden Dollar. Die operative Hürde für die kommenden Monate steht fest: CoreWeave muss seine neuen Kapazitäten schnell genug ans Netz bringen, um die steigenden Zinslasten der Kreditlinien aus dem laufenden Geschäft zu bedienen.

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