Concept Net: Ransomware-Angriff legt Hunderte Kunden lahm
22.01.2026 - 05:31:12Regensburg – Ein schwerer Ransomware-Angriff hat den IT-Dienstleister Concept Net getroffen und Hunderte seiner Kunden in Süddeutschland lahmgelegt. Das Unternehmen arbeitet unter Hochdruck an der Wiederherstellung der Systeme.
Der Angriff begann bereits um den 13. Januar herum. Hacker verschlüsselten Daten und legten die IT-Infrastruktur des Regensburger Unternehmens lahm. Rund 500 Kunden, darunter namhafte regionale Institutionen, waren betroffen. Ihre Websites und E-Mail-Dienste fielen aus. In einer Pressemitteilung bestätigte Concept Net am 19. Januar den kriminellen Cyberangriff.
Regionale Wirtschaft schwer getroffen
Die Auswirkungen des Angriffs waren weitreichend. Zu den betroffenen Kunden zählten der Energieversorger REWAG, die Stadtwerk Regensburg GmbH und der Fußball-Zweitligist SSV Jahn Regensburg. Deren Websites sowie die des Jahnstadions waren zeitweise nicht erreichbar.
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Das Unternehmen reagierte mit Notfallmaßnahmen. Für den SSV Jahn wurde gerade rechtzeitig zum Heimspiel eine provisorische Website online gestellt. Bis zum Wochenende nach der Bekanntgabe konnten viele weitere Kunden-Websites wiederhergestellt werden.
Forensik und Wiederherstellung laufen
Nach der Entdeckung des Angriffs isolierte Concept Net die betroffenen Systeme und schaltete die Behörden ein. Externe IT-Forensiker und das Cyber-Abwehrzentrum der Bayerischen Polizei untersuchen den Vorfall. Die Wiederherstellung hat Priorität.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem E-Mail-Zugang für die vielen betroffenen kleinen Unternehmen, Dienstleister und Freiberufler. Für sie ist E-Mail ein überlebenswichtiges Kommunikationsmittel. Concept Net hat eine spezielle Hotline für Kunden eingerichtet.
Supply-Chain-Angriffe als wachsendes Risiko
Der Fall zeigt die Gefahr von Supply-Chain-Angriffen. Cyberkriminelle zielen dabei auf einen einzigen Dienstleister, um Hunderte seiner Kunden gleichzeitig zu treffen. Das kann besonders verheerend sein: Selbst Unternehmen mit guter interner Sicherheit sind verwundbar, wenn kritische Dienste ausgelagert sind.
Die Bedrohung ist real. Laut einer Bitkom-Studie war mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen in den letzten zwölf Monaten von Ransomware betroffen. Europol warnt vor international vernetzten, hochspezialisierten Banden. Oft arbeiten Entwickler, ausführende „Affiliate“ und Händler kompromittierter Netzwerk-Zugänge zusammen.
Vollständige Aufklärung dauert an
Die Wiederherstellung der Dienste schreitet voran, ist aber noch nicht abgeschlossen. Concept Net arbeitet weiter mit Cybersecurity-Experten und Ermittlern zusammen. Das Unternehmen will nur verifizierte Informationen kommunizieren.
Für die etwa 500 betroffenen Kunden geht es nun um die Stabilität der wiederhergestellten Dienste und die Klärung möglicher Datenabflüsse. Ein Zeitplan für die vollständige Systemwiederherstellung steht noch nicht. Der Vorfall wird in der gesamten Region wohl zu Überprüfungen der Sicherheitsprotokolle und Abhängigkeiten von Dienstleistern führen. Die digitale Resilienz rückt erneut in den Fokus.
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