Computacenter plc Aktie: Was der neue IT-Investitionsschub für DACH-Anleger bedeutet
27.02.2026 - 21:39:52 | ad-hoc-news.deBottom Line zuerst: Computacenter plc profitiert direkt vom massiven Investitionsschub in KI, Cloud und Rechenzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für DACH-Anleger ist die Aktie damit zu einem strategischen IT-Infrastruktur-Play geworden, das eng an die Digitalisierungsagenda von Bundesregierung, Ländern und Großkonzernen gekoppelt ist.
Wenn Sie in Frankfurt, Zürich oder Wien auf den Kurs der Computacenter-Aktie schauen, investieren Sie faktisch in die IT-Rückgratprojekte von DAX-Konzernen, deutschen Behörden und Schweizer Banken. Was Sie jetzt wissen müssen...
Computacenter ist einer der größten IT-Dienstleister Europas mit starken Standbeinen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen setzt auf Infrastrukturprojekte bei Konzernen wie BMW, Deutsche Telekom, großen Industriegruppen im Süden Deutschlands, Schweizer Finanzinstituten sowie öffentlichen Auftraggebern in der Bundesrepublik.
Die Aktie wird primär in London gehandelt, ist aber über zahlreiche deutsche Broker in Euro handelbar. Für viele Privatanleger im DACH-Raum ist sie damit eine Alternative zu rein US-getriebenen Tech-Investments.
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Analyse: Die Hintergründe
Computacenter verdient sein Geld in drei Kernbereichen: IT-Sourcing (Hardware, Software, Cloud-Lizenzen), Services (Betrieb und Unterstützung von IT-Umgebungen) und Professional Services (Beratung, Implementierung, Migrationsprojekte). Gerade im DACH-Raum verschieben sich die Budgets von reinen Hardware-Käufen hin zu langfristigen Service- und Managed-Services-Verträgen.
Für deutsche und schweizerische Unternehmen ist Computacenter ein zentraler Partner bei Themen wie Arbeitsplatzmodernisierung, hybriden Cloud-Strukturen, Security-Architektur und zunehmend auch KI-Infrastruktur. Projekte im Umfeld von Microsoft Azure, AWS und privaten Rechenzentren laufen häufig über Systemintegratoren wie Computacenter.
Wichtig für DACH-Anleger: Das Deutschland-Geschäft ist für Computacenter kein Randthema, sondern ein Ertragspfeiler. Deutschland ist traditionell einer der größten Märkte des Konzerns. Investitionen in Digitalisierung, Cloud und KI, die Berlin politisch forciert, schlagen sich also direkt im Auftragsbuch des Unternehmens nieder.
Auch in der Schweiz ist Computacenter in regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen aktiv, wo Margen häufig höher sind und Kunden sehr langfristige Partnerschaften eingehen. Für Österreich ist insbesondere der Fokus auf internationale Industriekonzerne mit Standorten in Wien, Linz und Graz relevant, die ihre IT-Rollouts über zentrale europäische Verträge steuern.
Der übergeordnete Investment-Case aus DACH-Sicht:
- Profiteur der europäischen Digitalisierungsagenda - öffentliche Hand in Deutschland und Österreich, EU-Förderprogramme, NIS2-Umsetzung, Cloud-Migrationsprojekte.
- IT-Auslagerung im Mittelstand - deutsche Familienunternehmen und Hidden Champions lagern Infrastruktur zunehmend an spezialisierte Dienstleister aus.
- Rechenzentren und KI - steigende Nachfrage nach Netzwerk-, Storage- und Serverkapazitäten für KI-Anwendungen in Industrie und Finanzsektor.
- Sicherheitsdruck - strengere Compliance-Vorgaben in der DACH-Region (z.B. in der Finanz- und Gesundheitsbranche) führen zu komplexen IT-Projekten.
Für Anleger in Frankfurt oder Zürich ist deutlich: Computacenter ist kein „Hype-Tech“ wie eine reine Software- oder Plattformaktie, sondern eher ein Infrastruktur- und Projektwert. Gewinne entwickeln sich tendenziell stabiler, aber weniger explosiv. Das macht die Aktie interessant für Anleger, die von der Digitalisierung profitieren wollen, ohne rein auf US-Tech oder spekulative KI-Stories zu setzen.
Handelbarkeit und Besonderheiten für deutsche Anleger
Die Computacenter plc ist eine britische Gesellschaft mit Primärlisting an der London Stock Exchange. Viele deutsche Privatanleger handeln die Aktie in Euro über Xetra oder andere deutsche Handelsplätze. Wichtig: Dividenden werden in der Regel in GBP ausgeschüttet, womit Währungsrisiken und Umrechnungseffekte eine Rolle spielen.
Steuerlich ist die Aktie für Anleger in Deutschland normal als ausländische Aktie zu behandeln. Quellensteuer aus Großbritannien ist derzeit für Dividenden begrenzt relevant, da UK seit einigen Jahren keine klassische Quellensteuer wie etwa die Schweiz erhebt. Abgeltungssteuer auf Kursgewinne und Dividenden fallen wie gewohnt in Deutschland an.
Für österreichische und schweizerische Anleger gelten die jeweiligen nationalen Steuerregelungen. In der Schweiz ist insbesondere die Deklaration ausländischer Dividenden und der Währungsumrechnungskurs (GBP-CHF) im Steuerverzeichnis relevant.
Makrofaktoren: Euro, Zinsen und IT-Budgets
Für den DACH-Investor spielt neben der Unternehmensentwicklung auch das Umfeld eine Rolle:
- Zinsniveau im Euroraum - sinkende Zinsen stützen im Regelfall Bewertungsmultiplikatoren von Qualitätsaktien wie Computacenter, insbesondere im Umfeld stabiler Cashflows.
- Konjunktur in Deutschland - bei Investitionspausen in der Industrie könnten Projekte verschoben werden, doch Digitalisierung und Security gelten oft als weniger zyklisch.
- Euro-GBP-Wechselkurs - ein starker Euro senkt aus Euro-Sicht die in GBP bilanzierten Gewinne, umgekehrt kann ein schwächerer Euro die in Euro umgerechneten Ergebnisse stützen.
Dazu kommt: Viele DAX- und MDAX-Unternehmen haben mehrjährige Transformationsprogramme laufen, die sie auch in konjunkturell schwierigeren Zeiten eher nicht stoppen. Gerade Security-, Cloud- und Compliance-Projekte werden in deutschen Vorständen als „nicht verschiebbar“ eingestuft, was Computacenter tendenziell stabilere Auftragseingänge beschert.
Wie reagiert der Markt im DACH-Raum?
In deutschen Finanzmedien und auf einschlägigen Portalen wird Computacenter häufig im Kontext mit europäischen IT-Werten wie Bechtle, CANCOM oder Atos (bzw. Eviden) eingeordnet. Auffällig: Während einige dieser Titel in der Vergangenheit mit Margenproblemen oder Restrukturierungen zu kämpfen hatten, wird Computacenter von vielen Analysten als operativ solide, konservativ gemanagt und bilanziell vergleichsweise robust beschrieben.
Auf Plattformen wie finanzen.net, Onvista oder Börse Frankfurt findet sich Computacenter häufig in Depots von Anlegern, die bewusst europäische IT-Dienstleister beimischen, um nicht ausschließlich auf US-Tech-Schwergewichte zu setzen.
Für DACH-Investoren stellen sich vor allem drei Fragen:
- Bewertung: Ist das KGV im Vergleich zu DACH-Peers wie Bechtle oder CANCOM noch attraktiv?
- Wachstum: Wie stark wachsen Umsatz und Ergebnis im Deutschland-Segment im Vergleich zum Gesamtkonzern?
- Risiko: Wie abhängig ist Computacenter von einzelnen Großkunden und großen öffentlichen Ausschreibungen?
Antworten darauf liefern die Quartals- und Jahresberichte, in denen das Management regelmäßig die Entwicklung in den Regionen kommentiert. Gerade deutsche Anleger sollten genau darauf achten, wie sich das Deutschland-, Österreich- und Schweiz-Geschäft im Verhältnis zu Großbritannien und den USA entwickelt.
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Das sagen die Profis (Kursziele)
Institutionelle Analysten bewerten Computacenter traditionell als soliden IT-Infrastrukturwert mit Fokus auf Cashflow und berechenbare Erträge. Die Mehrheit der Häuser stufte die Aktie zuletzt im Bereich „Halten“ bis „Kaufen“ ein, wobei das Chance-Risiko-Profil häufig als ausgewogen beschrieben wird. Konkrete Kursziele variieren je nach Annahmen zu Margen im Servicegeschäft und zur Investitionsbereitschaft der Großkunden.
Wichtig für DACH-Anleger: Viele Analystenmodelle rechnen explizit mit anhaltend stabilen oder sogar steigenden Budgets für Digitalisierung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das stützt die Erwartung, dass das DACH-Segment ein Wachstumstreiber bleibt und nicht zum Bremsklotz wird. Gerade wenn Staaten und Konzerne in der Region ihre IT modernisieren, könnte Computacenter strukturell profitieren.
Dennoch mahnen einige Research-Häuser zur Vorsicht bei zu hohem Optimismus: Margendruck im klassischen Hardwaregeschäft, Wettbewerbsintensität im europäischen Systemhausmarkt und potenzielle Verzögerungen bei Großprojekten werden als Risiken genannt. Zudem bleibt der Vergleich mit heimischen IT-Werten wie Bechtle relevant. Sollte der Bewertungsabstand zu deutschen Peers zu groß werden, könnte sich das Chance-Risiko-Verhältnis aus Sicht eines deutschen Anlegers verschlechtern.
Fazit für Anleger im DACH-Raum: Wer auf die langfristige Digitalisierung von Industrie, Verwaltung und Finanzsektor in der DACH-Region setzen will, findet in Computacenter eine internationale, aber stark in Deutschland verwurzelte IT-Infrastruktur-Aktie. Die Story ist weniger spektakulär als reine KI- oder Software-Plays, dafür stärker an realen Projekten, laufenden Serviceverträgen und Budgets deutscher und schweizerischer Großkunden ausgerichtet.
Entscheidend ist, die Aktie nicht isoliert, sondern im Kontext des eigenen Portfolios zu sehen: Als Ergänzung zu US-Tech, als Diversifikationsbaustein zu rein deutschen Systemhäusern oder als defensiverer IT-Baustein im Vergleich zu hoch bewerteten Wachstumswerten. Wer die Bewertungen im Blick behält und die Entwicklung des DACH-Geschäfts in den Quartalszahlen verfolgt, kann Computacenter als langfristige Infrastruktur-Position nutzen.
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