CompliAI: Neue Plattform soll Unternehmen durch den EU-KI-Act lotsen
15.01.2026 - 23:44:12Die US-Firma Sky High Growth Inc. bringt mit CompliAI eine spezielle SaaS-Plattform auf den Markt. Sie soll europäischen Unternehmen helfen, die komplexen Vorgaben des neuen EU-KI-Gesetzes (AI Act) zu erfüllen. Der Launch kommt zur rechten Zeit, denn die ersten Fristen für Hochrisiko-KI-Systeme laufen bereits im August 2026 ab.
Ein Gesetz mit Biss: Hohe Hürden für KI-Nutzer
Der EU AI Act stellt Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Er unterteilt KI-Systeme in Risikoklassen – von „inakzeptabel“ bis „minimal“. Besonders betroffen sind Anbieter und Nutzer von Hochrisiko-KI, etwa in kritischer Infrastruktur oder im Personalwesen. Für sie gelten ab Sommer 2026 strenge Pflichten: Sie müssen Risikomanagement-Systeme einrichten, umfangreiche technische Dokumentationen führen und für menschliche Aufsicht sorgen. Die Strafen bei Verstößen sind drastisch und können bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des globalen Jahresumsatzes betragen.
Für viele Firmen bedeutet das einen massiven Aufwand. Sie müssen ihre gesamte KI-Landschaft erfassen, bewerten und interne Prozesse anpassen. Genau hier setzt CompliAI an.
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Die Lösung: Compliance von der Checkliste zur Automatisierung
Die Plattform will den bürokratischen Aufwand reduzieren, indem sie rechtliche Vorgaben in automatisierte Workflows übersetzt. Ihre Kernfunktionen zielen direkt auf die Anforderungen des AI Acts ab:
- Risikoklassifizierung: Das Tool hilft bei der Einordnung eigener KI-Systeme in die gesetzlichen Kategorien.
- Technische Dokumentation: Es unterstützt bei der strukturierten Erfassung und Verwaltung aller geforderten Nachweise – wichtig für spätere Audits.
- Konformitätsbewertung: CompliAI begleitet Unternehmen Schritt für Schritt durch den Prozess, um die gesetzliche Konformität nachzuweisen.
- Post-Market-Monitoring: Nach der Markteinführung hilft die Software bei der kontinuierlichen Überwachung der KI-Systeme.
Ziel ist eine durchgängige, prüfungssichere Umgebung für die KI-Governance, die verschiedene Abteilungen vom Recht über die Technik bis zum Produktmanagement verbindet.
Ein wachsender Markt: KI-Regulierung wird zum globalen Thema
Der Start von CompliAI fällt in eine Phase, in der KI-Compliance weltweit an Bedeutung gewinnt. Nicht nur die EU, auch andere Regionen verschärfen ihre Vorschriften oder entwickeln Rahmenwerke wie den NIST AI Risk Management Framework in den USA. Gleichzeitig steigen die Investitionen in KI laut einer Studie der Boston Consulting Group weiter stark an.
Die Folge: CEOs übernehmen zunehmend direkte Verantwortung für die KI-Strategie ihres Unternehmens. Compliance wird vom lästigen Pflichtprogramm zum strategischen Wettbewerbsfaktor. Plattformen wie CompliAI oder Konkurrenzprodukte wie Airia bedienen einen wachsenden RegTech-Markt (Regulatory Technology), der Compliance durch Softwarelösungen vereinfachen will.
Die Botschaft ist klar: Wer in der EU KI entwickeln oder nutzen will, kommt an einer systematischen Erfüllung des AI Acts nicht vorbei. Tools wie CompliAI versprechen, diesen Weg effizienter zu gestalten – und so Raum für Innovation zu schaffen, ohne das regulatorische Risiko aus den Augen zu verlieren.
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