Commerzbank, Q1-Zahlen

Commerzbank: Q1-Zahlen und Strategie am 8. Mai

30.04.2026 - 08:43:03 | boerse-global.de

Die Commerzbank steht vor richtungsweisenden Terminen im Mai. Aktionäre stimmen über eine deutlich erhöhte Dividende und Aktienrückkäufe ab, während die Abwehr gegen die UniCredit anhält.

Commerzbank: Q1-Zahlen und Strategie am 8. Mai - Foto: über boerse-global.de
Commerzbank: Q1-Zahlen und Strategie am 8. Mai - Foto: über boerse-global.de

Der Mai wird für die Commerzbank zum Monat der Wahrheit. Während Vorstandschefin Bettina Orlopp die Eigenständigkeit des Instituts verteidigt, rücken zwei zentrale Termine näher. Im Hintergrund lauert die UniCredit mit einem Anteil von knapp 30 Prozent. Die anstehende Hauptversammlung verspricht eine direkte Kraftprobe zwischen dem Management und dem größten Einzelaktionär zu werden.

Dividende und Aktienrückkäufe im Fokus

Auf der Tagesordnung für den 20. Mai steht ein umfangreiches Paket für die Anteilseigner. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer Steigerung von rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hinzu kommt die Abstimmung über eine neue Ermächtigung für Aktienrückkäufe im Umfang von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals. Inklusive der bereits abgeschlossenen Programme plant die Bank, für das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückzugeben.

Strategie-Update und Stellenabbau

Wenige Tage zuvor, am 8. Mai, präsentiert das Management das aktualisierte Strategie-Update. Orlopp will die Rentabilität des Frankfurter Instituts spürbar beschleunigen. Bis 2028 peilt die Bank einen Nettogewinn von 4,2 Milliarden Euro an.

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Um dieses Ziel aus eigener Kraft zu erreichen, stehen weitere Stellenstreichungen im Raum. Einem Medienbericht zufolge arbeitet die Führungsebene an einem Abbauplan, dessen Umfang noch mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt wird. Erst Anfang 2025 hatte das Institut die Streichung von 3.900 Vollzeitstellen angekündigt.

Abwehrkampf gegen Mailand

Die Maßnahmen sind auch als Abwehrkampf gegen die Großbank aus Mailand zu verstehen. UniCredit kontrolliert mittlerweile 29,99 Prozent der Anteile. Eine Überschreitung der 30-Prozent-Marke würde ein formelles Übernahmeangebot auslösen.

An der Börse wird das Ringen um das Geldhaus belohnt. Die Commerzbank-Aktie kletterte auf 30-Tage-Sicht um fast 13 Prozent auf aktuell 35,45 Euro. Der Betriebsrat unterstützt den Kurs der Unabhängigkeit. Gremiumschef Sascha Uebel geht fest davon aus, dass ein eigenständiger Sparkurs deutlich weniger Arbeitsplätze kostet als eine Eingliederung in den italienischen Konzern.

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Für Aktionäre verdichtet sich das Geschehen nun auf wenige Tage. Nach der Vorlage der Quartalsergebnisse am 8. Mai folgt am 20. Mai die Hauptversammlung in Wiesbaden. Stimmen die Anteilseigner den Gewinnverwendungsvorschlägen zu, wird die Dividende am 26. Mai ausgezahlt.

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