Commerzbank: Orcel kündigt Nachbesserung an
30.04.2026 - 15:17:08 | boerse-global.deAndrea Orcel erhöht den Druck. Der Chef der italienischen UniCredit treibt die geplante Übernahme der Commerzbank aggressiv voran. Ein Rückzug kommt für ihn selbst bei einem Scheitern des Kontrollerwerbs nicht infrage. Stattdessen stellt er eine Nachbesserung der Konditionen in den Raum.
Formelles Angebot im Mai geplant
Nach der außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Mai will UniCredit am Folgetag ihr formelles Übernahmeangebot vorlegen. Geplant ist ein Aktientausch. Das genaue Verhältnis soll sich am volumengewichteten Dreimonatsdurchschnittskurs beider Papiere orientieren.
Orcel zeigt sich in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ siegessicher. Der Prozess sei nicht mehr aufzuhalten. Falls es dennoch weitere Gespräche gebe, schließt der Manager einen Kompromiss und bessere Konditionen explizit nicht aus. Scheitert die Übernahme, will UniCredit als kritischer Aktionär an Bord bleiben.
Gegenwehr in Frankfurt und Berlin
Die Commerzbank weist das Vorgehen weiterhin scharf zurück. Das Management kritisiert fehlende Details zu Umsetzungskosten und Zeitplänen. Parallel dazu sucht die Bundesregierung laut Medienberichten nach einem „Weißen Ritter“. Der Bund hält noch immer zwölf Prozent der Anteile an dem Frankfurter Institut.
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Währenddessen feilt Vorstandschefin Bettina Orlopp an der Eigenständigkeit. Neben neuen mittelfristigen Finanzzielen steht ein weiterer Stellenabbau im Raum. Erst Anfang 2025 hatte die Bank die Streichung von 3.900 Vollzeitstellen angekündigt. Betriebsratschef Sascha Uebel rechnet mit weiteren Einschnitten. Er sieht diese aber als geringer an als bei einer Eingliederung in den italienischen Konzern.
Analysten sehen Kurs nach unten abgesichert
Am Aktienmarkt kühlt die Euphorie am heutigen Donnerstag etwas ab. Die Commerzbank-Aktie gibt um rund drei Prozent auf 34,38 Euro nach. Auf Sicht eines Jahres steht dennoch ein massiver Kursgewinn zu Buche.
Ein RSI-Wert von 80 signalisiert aktuell eine stark überkaufte Marktsituation. Analysten werten das Papier dennoch positiv. Die Bank of America hob das Kursziel auf 42 Euro an und rät zum Kauf. Die Experten sehen auch in einem eigenständigen Szenario bis 2030 viel Wertpotenzial.
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Benjamin Goy von Deutsche Bank Research taxiert den fairen Wert nun auf 40 Euro. Er verweist auf den sogenannten „UniCredit-Put“: Die Aussicht auf das Übernahmeangebot stütze den Kurs und sichere ihn nach unten ab.
Die kommenden Tage bringen konkrete Fakten auf den Tisch. Am 5. Mai wird das formelle Angebot der Italiener erwartet. Nur drei Tage später, am 8. Mai, präsentiert die Commerzbank ihre Quartalszahlen und das Update der eigenen Finanzziele.
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