Commerzbank: Merz sondierte europäische Banken
28.04.2026 - 15:33:26 | boerse-global.deBerlin kämpft um die Commerzbank — mit begrenzten Mitteln. Laut einer Bloomberg-Recherche vom 27. April hat die Merz-Regierung bei europäischen Banken sondiert, ob eine von ihnen als Gegengewicht zu UniCredit einspringen würde. Bislang ohne Ergebnis.
Suche nach Verbündeten stockt
Die Bundesregierung will verhindern, dass Deutschlands zweitgrößte Bank unter italienische Kontrolle fällt. Dafür hat sie in diesem Jahr aktiv nach einem alternativen Investor gesucht. Die Chancen gelten jedoch als gering: Niemand hat bisher Interesse signalisiert. Die Commerzbank ist hoch bewertet — ein Einstieg wäre teuer.
Protektionistische Schutzmaßnahmen scheiden aus. EU-Recht verbietet eine Vollblockade von Übernahmen im Binnenmarkt. Außerdem würde ein offener Abwehrschirm Deutschlands Ruf als offener Finanzplatz beschädigen. Innerhalb der Regierung gehen die Meinungen auseinander: CDU-Vertreter zeigen sich kompromissbereiter, die SPD um Finanzminister Lars Klingbeil verfolgt eine härtere Linie.
Die Kernsorge in Berlin: Bei einem Zusammenschluss könnte die Kreditversorgung des deutschen Mittelstands künftig von Mailand aus gesteuert werden.
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UniCredit erhöht den Druck
UniCredit-Chef Andrea Orcel hat seinen Plan konkretisiert. Unter dem Titel „Commerzbank Unlocked" soll der Nettogewinn der Commerzbank bis 2028 auf rund 5,1 Milliarden Euro steigen. Die Commerzbank weist das zurück. Das Institut bezeichnet das Vorgehen als feindselig und bemängelt, UniCredit habe keine konkreten Maßnahmen, Umsetzungskosten oder einen Zeitplan vorgelegt.
Orcel hält seine Optionen offen — einschließlich eines möglichen Verkaufs seiner Beteiligung, falls Berlin bei der ablehnenden Haltung bleibt. Der Staat hält noch rund 12 Prozent an der Commerzbank.
Entscheidende Wochen im Mai
Der Zeitplan verdichtet sich. Am 4. Mai stimmen UniCredit-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über eine Kapitalerhöhung ab, die für das Angebot nötig ist. Nach BaFin-Freigabe könnte UniCredit das formelle Übernahmeangebot noch im Mai veröffentlichen. Ein Ergebnis wäre dann Ende Juni oder im Juli zu erwarten.
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Die Commerzbank legt am 8. Mai ihre Quartalszahlen vor. Dabei will das Institut auch seine Finanzziele anheben und weitere Details zum Strategieupdate bekanntgeben.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei rund 35,34 Euro — ein Plus von gut 1,7 Prozent am heutigen Dienstag. Die Bank of America hatte am Montag eine Kaufempfehlung ausgesprochen und damit eine viertägige Verlustserie gestoppt. Die Kursziele der Analysten reichen von 34,80 bis 43 Euro, im Schnitt liegen sie bei 39,13 Euro — deutlich über dem aktuellen Kurs.
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