Commerzbank Aktie: BofA setzt auf Comeback
27.04.2026 - 13:34:27 | boerse-global.deNach vier Handelstagen mit Kursverlusten haben die Papiere der Commerzbank heute wieder Fahrt aufgenommen. Treiber ist eine Hochstufung durch die Bank of America, die das Frankfurter Institut erstmals seit längerer Zeit wieder auf der Kaufliste führt.
Eigenständig oder übernommen — beides hat Charme
Die Analysten um Tarik El Mejjad stuften die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hoch und erhöhten ihr Kursziel kräftig von 37 auf 42 Euro. Begründet wird die neue Einschätzung vor allem mit dem überdurchschnittlichen Gewinnwachstum je Anteilsschein — und das unabhängig davon, ob die Übernahme durch UniCredit letztlich gelingt oder nicht.
Genau das ist der interessante Kniff in der Argumentation: Die BofA sieht in beiden Szenarien eine nachvollziehbare strategische Logik. Kommt die Übernahme, profitieren Aktionäre von einer entsprechenden Prämie. Bleibt die Bank eigenständig, will das Management noch in diesem Jahr einen aktualisierten Strategieplan bis 2030 vorstellen, der auf ein unabhängiges Wachstumsprofil ausgerichtet ist.
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Im frühen Handel legte der Kurs um rund 1,9 Prozent auf 34,59 Euro zu — von den Mitte April erreichten knapp 37 Euro, dem höchsten Stand seit August 2025, ist man damit aber noch ein Stück entfernt. Der bisherige Jahresverlust schmilzt auf 4,2 Prozent.
Regulatorischer Gegenwind für UniCredit
Parallel dazu sorgte die Finanzaufsicht BaFin zuletzt für Aufsehen. Sie untersagte UniCredit die Veröffentlichung weiterer Werbeanzeigen, die als "reißerisch und unsachlich" eingestuft wurden. Die Posts in sozialen Medien hatten Mutmaßungen zur wirtschaftlichen Lage der Commerzbank enthalten und waren EU-weit abrufbar — bis sie auf Anordnung entfernt wurden. Bei erneuten Verstößen drohen Bußgelder.
UniCredit hält aktuell knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile, kombiniert aus direkten Beteiligungen und Finanzinstrumenten. Die Schwelle von 30 Prozent ist dabei entscheidend: Wird sie überschritten, löst das eine Angebotspflicht für alle verbleibenden Aktien aus. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Mai sollen die UniCredit-Aktionäre der hierfür nötigen Kapitalerhöhung zustimmen.
Laut der BofA-Hochstufung liegt das durchschnittliche Kursziel der übrigen Analysten bei rund 39 Euro, mit einer Spanne von 34,80 bis 43 Euro. Das neue Ziel der Amerikaner liegt damit am oberen Ende des Konsenses.
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