Commerzbank Aktie: 3.000 Stellen gegen UniCredit
10.05.2026 - 09:52:27 | boerse-global.deStarke Gewinne, harte Einschnitte und eine klare Botschaft nach Mailand. Die Commerzbank wehrt sich gegen die geplante Übernahme durch UniCredit. Das Management nutzt die Zahlen des ersten Quartals als Schutzschild. Die überarbeitete Strategie soll beweisen, dass das Frankfurter Institut allein besser dasteht.
Rekordzahlen als Argument
Der Jahresauftakt liefert dem Vorstand die passenden Argumente. Das operative Ergebnis kletterte um zehn Prozent auf rund 1,36 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 913 Millionen Euro. Damit übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten deutlich.
Auf dieser Basis hebt das Management die Ziele an. Im laufenden Jahr peilt die Commerzbank nun einen Gewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll dieser Wert auf knapp sechs Milliarden Euro wachsen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Commerzbank?
Stellenabbau gegen die Übernahme
Um eigenständig zu bleiben, kündigt das Institut einen harten Sparkurs an. Etwa 3.000 Vollzeitstellen fallen in den kommenden Jahren weg. Der Abbau kostet rund 450 Millionen Euro und läuft über Vorruhestandsregelungen. Betriebsbedingte Kündigungen schließt die Gewerkschaft Verdi aus.
Parallel dazu rechnet das Management die Pläne der Italiener vor. Die von UniCredit versprochenen Einsparungen würden laut Commerzbank-Spitze mindestens 7.000 Jobs kosten. Zusätzliche Kürzungspläne könnten weitere 4.000 Stellen gefährden. Die Bank will damit offenbar die Skepsis gegenüber dem Angebot schüren. Die Bundesregierung lehnt den Deal bereits ab.
Aktie reagiert verhalten
Am Aktienmarkt sorgten die Nachrichten nicht für Jubel. Das Papier schloss am Freitag bei 35,81 Euro und verbuchte leichte Tagesverluste. Auf Sicht eines Jahres steht dennoch ein sattes Plus von rund 47 Prozent auf der Kurstafel. Ein RSI-Wert von über 90 signalisiert aktuell ohnehin eine stark überkaufte Situation. Gewinnmitnahmen überraschen daher kaum.
Die Entscheidung rückt näher. Am 20. Mai trifft sich die Commerzbank zur ordentlichen Hauptversammlung in Wiesbaden. Einen Tag später wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Bis dahin muss der Vorstand seine offizielle Stellungnahme zum Übernahmeangebot der UniCredit veröffentlichen. Dieses Dokument wird den weiteren Verlauf der Abwehrschlacht maßgeblich bestimmen.
Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 10. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Commerzbank Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
