Comeback-Hype um The White Stripes: Was läuft da?
14.02.2026 - 16:55:59In den Timelines der Indie- und Rock-Bubble knistert es wieder: Überall tauchen plötzlich alte Clips von The White Stripes auf, Jack-White-Fans spekulieren, Memes drehen durch – und die Frage steht fett im Raum: Kommen Jack & Meg irgendwann doch noch mal zurück, vielleicht sogar für ausgewählte Europa- oder Deutschland-Shows?
Offizielle Seite von The White Stripes checken
Offiziell gilt die Band seit 2011 als beendet – aber gerade, wenn Jack White in Interviews plötzlich ausweichend über die Band spricht, drehen Fans komplett durch. Auf Reddit und TikTok wird jede Kleinigkeit seziert: alte Logos, neu registrierte Marken, kryptische Aussagen. Dazu kommt: 2027 steht das 20-jährige Jubiläum von "Get Behind Me Satan" an, 2028 werden es 25 Jahre "White Blood Cells" – perfekte Anlässe für Special-Shows, oder?
In diesem Deep Read schauen wir uns an, was aktuell wirklich passiert, welche Signale es gibt, wie eine mögliche Setlist aussehen könnte, welche Fan-Theorien gerade Feuer bekommen – und was das alles für dich in Deutschland bedeuten würde.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Fakt zuerst: Stand Februar 2026 gibt es keine offiziell bestätigte Reunion von The White Stripes. Die Band selbst wird auf der Website als abgeschlossene Geschichte erzählt, es gibt keine Tourdaten, keine neuen Releases. Aber: Rund um die Marke The White Stripes ist deutlich mehr Bewegung als noch vor ein paar Jahren.
Mehrere Labels haben zuletzt Deluxe-Reissues aus dem Jack-White-Umfeld gepusht – vor allem über Third Man Records. In Fankreisen wurde auffällig registriert, dass im Backkatalog der White Stripes manche Veröffentlichungen neu gemastert oder mit Bonusmaterial versehen wurden. In US-Musikmedien wurde das gerne als "Archivpflege" beschrieben, aber Fans lesen da natürlich deutlich mehr hinein: Wer eine Marke tot lassen will, investiert selten in so viel Detailpflege.
Hinzu kommt: In Interviews der letzten Jahre klang Jack White differenzierter als früher, wenn es um Meg ging. Statt knallhartem Schlussstrich wirkte es eher wie: Kapitel abgeschlossen, aber stolz drauf. In einem vielzitierten Gespräch (paraphrasiert) meinte er sinngemäß, dass die Chemie zwischen ihm und Meg einzigartig gewesen sei und sich nicht reproduzieren lasse – weder solo noch mit anderen Bands. Genau diese Art Nostalgie feuert Gerüchte an: Wenn jemand so liebevoll rückblickt, hoffen Fans natürlich, dass er eines Tages sagt: "Okay, ein paar Shows machen wir noch."
Spannend für Deutschland: Große Festival-Booker in Europa sprechen in Hintergrundgesprächen immer wieder davon, dass ein White-Stripes-Reunion-Slot das ultimative Headliner-Triple mit Bands wie Radiohead oder Daft Punk wäre. Angeblich kursieren intern seit Jahren Wunsch-Offer für Exklusiv-Auftritte – etwa als einmalige Reunion-Shows bei Glastonbury, Primavera Sound oder Rock am Ring / Rock im Park. Nichts davon ist bestätigt, aber aus Booking-Sicht ergibt es brutal viel Sinn: überschaubare Anzahl an Reunion-Terminen, dafür gigantischer Hype, hohe Ticketpreise und viraler Impact.
Die wirtschaftliche Seite darf man dabei nicht unterschätzen: Die White Stripes sind eine der wenigen Gitarrenbands, deren Songs im Streaming-Zeitalter komplett durch die Decke gehen. "Seven Nation Army" ist im Stadion-Fußball so verankert, dass das Riff praktisch ein eigener Meme-Soundtrack geworden ist – von der Bundesliga bis zur EM. Jede Reunion würde also nicht nur die Rock-Szene triggern, sondern auch den Fußballkosmos. Merch, Sync-Deals, Specials – da liegt unfassbar viel Geld auf dem Tisch.
Gleichzeitig gibt es auch Gegenargumente: Jack White hat mit seinen Soloalben und Projekten wie The Raconteurs oder The Dead Weather genug kreative Outlets. Meg White hält sich seit Jahren komplett aus der Öffentlichkeit raus. In Teilen der US-Presse wurde immer wieder betont, dass ihr Wohlbefinden und ihre Privatsphäre Vorrang hätten. Genau das macht die Situation so spannend: Alle Puzzleteile legen eine Reunion nahe – wirtschaftlich, kulturell, nostalgisch. Aber aus persönlicher Sicht gibt es viele Gründe, es lieber sein zu lassen.
Für deutsche Fans bedeutet das: Es gibt derzeit keine Tickets, die du "übersehen" hättest. Aber die Signale aus der Industrie, das ständige Wiederaufleben der Songs auf Social Media und der verstärkte Fokus auf Legacy-Releases sorgen dafür, dass die Spekulationen realistischer klingen als noch vor fünf Jahren.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Um zu checken, was bei einem Comeback passieren könnte, lohnt der Blick zurück auf die letzten echten White-Stripes-Touren. In den Shows zwischen 2003 und 2007 spielten Jack und Meg ultra-dynamische Setlists, die sich von Abend zu Abend stark unterschieden haben. Trotzdem tauchten einige Songs fast immer auf – sozusagen das inoffizielle Rückgrat der Show.
Ganz vorne natürlich: "Seven Nation Army". Der Song war live oft nicht mal der letzte Track, sondern tauchte manchmal mitten im Set auf, wurde verwoben, umgebaut, verlängert. Genau das liebten die Fans: Das Riff funktioniert sofort, aber Jack ließ es gerne komplett ausrasten, jagte es durch Verzerrer, baute Call-and-Response-Parts mit dem Publikum ein. Du kannst dir sicher sein: Sollte es irgendwann eine Reunion geben, ohne "Seven Nation Army" wäre jeder Auftritt unvollständig.
Daneben waren Songs wie "Fell In Love With A Girl", "Dead Leaves And The Dirty Ground", "Hotel Yorba", "The Hardest Button to Button" oder "Blue Orchid" fast gesetzt. In späten Setlists tauchten außerdem verstärkt Stücke von "Get Behind Me Satan" und "Icky Thump" auf – etwa "My Doorbell", "Icky Thump", "You Don’t Know What Love Is (You Just Do As You’re Told)". Dazu kamen immer wieder Cover, z.B. Dolly Partons "Jolene", Son-House-Nummern oder kleine Blues-Tributes, die Jack spontan reinwarf.
Das Besondere an den Shows war nie eine fette LED-Wand, sondern das Gegenteil: Minimalismus. Nur Rot, Weiß, Schwarz, keine zusätzliche Band, kein Schnickschnack. Megs Schlagzeugspiel – oft unterschätzt, teilweise sogar unfair kritisiert – war live genau das, was Jack brauchte: schlicht, trocken, massiv. Der Raum zwischen den Schlägen war Teil des Grooves. Während moderne Rockshows häufig in Clicktracks und Lightshows ertrinken, wirkten White-Stripes-Gigs roh, spontan und dadurch extrem lebendig.
Viele Fans träumen online von einer zweigeteilten Reunion-Show: zuerst ein Block mit den ganz frühen Garagen-Nummern von "The White Stripes" und "De Stijl", später ein Fokus auf die Stadion-Hymnen von "Elephant" und "Icky Thump". Setlist-Wünsche, die immer wieder auftauchen, sind z.B.:
- "Apple Blossom" – für die Hardcore-Frühphase-Fans
- "We’re Going To Be Friends" – als ruhiger Gänsehautmoment nur mit Jack und Akustikgitarre
- "Ball And Biscuit" – mit langen Gitarrensoli, wie Jack sie heute Solo schon perfekt auslebt
- "I Just Don’t Know What To Do With Myself" (Burt-Bacharach-Cover) – war live ein absoluter Abriss
Spannend wäre auch die Frage, wie stark Jack heute improvisieren würde. In seinen Solo-Gigs in Europa der letzten Jahre – unter anderem bei Slots in Berlin, Köln, München – streckte er Songs gern extrem, baute Medleys und spontane Übergänge. Übertragen auf eine White-Stripes-Show könnten Klassiker wie "Ball And Biscuit" oder "Icky Thump" locker die Zehn-Minuten-Marke reißen, ohne dass es langweilig wird.
Atmosphärisch darfst du dir das Ganze nicht wie einen glattproduzierten Pop-Abend vorstellen. White-Stripes-Gigs waren immer eine Mischung aus Club-Schweiß und Arena-Energie. Du hast das Gefühl, in einer viel zu kleinen Garage zu stehen, während 15.000 Leute schreien. Es knackt, es pfeift, Jack verhaut auch mal eine Note – und genau das ist der Punkt. Jede Show hatte ihre eigenen Fehler und dadurch ihren eigenen Charakter. Die Erwartungshaltung vieler deutscher Fans wäre heute: keine perfekte Nostalgie-Show mit Orchester, sondern eine ungebügelte Abrissbirne, die sich mit heutigen Live-Acts messen kann.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Wer sich auf Reddit in Threads wie r/indieheads, r/vinyl oder speziellen White-Stripes-Subreddits umschaut, merkt schnell: Die Gerüchteküche läuft auf Volldampf. Viele Theorien drehen sich um Jubiläen. Fans rechnen durch, welche Alben demnächst runde Geburtstage feiern, und stellen sich dann komplette Szenarien vor: limitierte Clubtour, nur fünf Städte weltweit, nur komplette Album-Performances.
Ein beliebtes Szenario: "Elephant"-Anniversary-Shows in ikonischen Venues. London (Brixton Academy), New York (Apollo), Detroit (Fox Theatre), Berlin (Tempodrom) – so die Träume. Nutzer*innen bauen richtige Fantasie-Routen: von Detroit nach Europa, dann zurück in die USA, dazwischen Festival-Specials. Auf TikTok kursieren Clips im Stil von Fake-Festivalplakaten, auf denen The White Stripes als Headliner zwischen Acts wie Arctic Monkeys und Idles stehen. Viele wissen, dass es Meme ist – aber die Hoffnung dahinter ist ehrlich.
Dazu kommen Verschwörungs-Vibes rund um Jack Whites Artwork. Wenn er ein neues Soloalbum ankündigt und irgendwo im Visual eine rot-weiße Kontrastfläche auftaucht, schreien die Kommentare sofort: "White Stripes confirmed!". Ein paar User analysieren sogar Farbpaletten und Fonts – komplett überzogen, aber genau das macht den Spaß aus. Einige Clips auf TikTok stellen die steile These auf, dass Jack bewusst kleine White-Stripes-Codes versteckt, um zu testen, wie hungrig die Fanbase ist.
Ein zweiter großer Block an Spekulation dreht sich um Meg White. Weil sie nie Interviews gibt und selten in der Öffentlichkeit auftaucht, ist jede minimale Info ein Ereignis. Wenn irgendwo ein Paparazzi-Foto oder eine beiläufige Erwähnung auftaucht (z.B. von Leuten aus der Detroit-Szene), starten sofort Threads: Geht es ihr gut? Hat sie wieder Lust zu spielen? Wäre eine Reunion emotional machbar? Viele Fans verteidigen sie extrem, wenn Medien sie für ihr Drumming dissen. Gerade TikTok hat eine Gegenbewegung ausgelöst: Jüngere Drummer*innen erklären in Clips, warum Megs reduziertes Spiel wichtig war und wie viel Raum sie Jack gelassen hat.
Natürlich gibt es auch Ticket- und Money-Talk. In Diskussionen tauchen Beispiele auf wie die extrem teuren Reunion-Touren anderer 2000er-Ikonen. Viele Fans befürchten: Wenn The White Stripes zurückkommen, explodieren die Preise. In Kommentaren liest man Sätze wie: "Wenn ich 300 Euro für einen Sitzplatz zahlen muss, lass ich’s." Andere sagen: "Ich würde mein Festival-Budget eines ganzen Jahres opfern, wenn ich dafür einmal 'Seven Nation Army' im Original-Line-up sehe." Hier würde es also auch emotional knallen, falls jemals konkrete Daten auftauchen.
Ein weiterer Running Gag: Einige Reddit-User sind überzeugt, dass erst ein WM- oder EM-Finale in Deutschland mit Live-Auftritt von Jack und Meg den Kreis schließt. Das Bild geht viral: Jack White läuft mit weiß-roter Gitarre ins Stadion, das Riff von "Seven Nation Army" setzt ein, die komplette Kurve schreit die Melodie, und danach wird die Reunion-Tour angekündigt. Völlig unrealistisch? Vielleicht. Aber genau diese überzeichneten Fantasien halten die Hype-Flamme am Leben.
Interessant: Viele junge Fans, die 2007 noch Kinder waren, entdecken die Band erst jetzt über TikTok-Sounds, Fußball-Vlogs oder Vinyl-Influencer. In den Kommentaren liest man dann Dinge wie: "Wie konnte ich diese Band bitte verpassen?" oder "Warum gibt’s sie ausgerechnet jetzt nicht mehr live?". Für Labels und Booker ist das ein starkes Signal: Die Zielgruppe für eine mögliche Reunion ist nicht nur nostalgisch und Ü30, sondern reicht tief in Gen Z hinein.
Alle Daten auf einen Blick
Konkrete, neue Tourdaten für 2026 gibt es Stand jetzt nicht. Aber du kannst dir mit ein paar Key-Fakten einen Überblick über die Historie und mögliche Anknüpfungspunkte verschaffen.
| Jahr | Ereignis | Ort / Release | Relevanz für deutsche Fans |
|---|---|---|---|
| 1999 | Debütalbum "The White Stripes" | USA (Indie-Release) | Start der Diskografie, Basis für alle späteren Club-Hits |
| 2001 | Album "White Blood Cells" | USA / international | "Fell In Love With A Girl" wird Indie-Hit, erste Aufmerksamkeit in Europa |
| 2003 | Album "Elephant" | u.a. mit "Seven Nation Army" | Durchbruch in Deutschland, Riff wird Stadion-Hymne |
| 2003–2007 | Intensive Tourjahre | Europa, inkl. Deutschland | Auftritte bei Festivals und Soloshows, Kultstatus bei Live-Fans |
| 2005 | Album "Get Behind Me Satan" | Experimentellerer Sound | Hits wie "Blue Orchid" laufen im deutschen Alternative-Radio |
| 2007 | Album "Icky Thump" | Letztes Studioalbum | "Icky Thump" und "You Don’t Know What Love Is" laufen in Rock-Playlists |
| 2011 | Offizielle Auflösung | Announcement online | Ende aller Tourpläne, Fokus auf Jack-White-Solo |
| 2010er–2020er | Jack White Solo & Raconteurs | Mehrere Deutschland-Shows | Fans erhalten indirekt White-Stripes-Energie über Solo-Sets |
| 2020+ | Reissues & Archivmaterial | Third Man Records | Neue Vinyl-Pressungen, Sammler-Editionen auch in deutschen Shops |
Häufige Fragen zu The White Stripes
Zum Abschluss klären wir die wichtigsten Fragen, die sich deutsche Fans – vor allem die jüngeren – aktuell stellen.
Warum haben sich The White Stripes überhaupt getrennt?
Offiziell begründeten Jack und Meg 2011 das Ende der Band damit, dass sie die kreative Einheit nicht "auslaugen" wollten. In Statements war von Bewahrung des Besonderen und Schutz der Kunst die Rede. Hinter den Kulissen kamen mehrere Faktoren zusammen: intensiver Tourstress, der enorme Hype nach "Elephant", gesundheitliche Aspekte und private Dynamiken. Statt sich gegenseitig kaputt zu spielen, zogen sie den Schlussstrich, als die Marke auf dem Peak war. Das ist im Rock-Bereich eher die Ausnahme – viele Acts machen weiter, bis nichts mehr übrig ist.
Für Fans ist das bitter, aber genau das erklärt auch den Mythos: Es gibt keinen peinlichen Spätphasen-Crash, keine langweiligen Las-Vegas-Residencies, sondern eine knallige Spur von sechs Studioalben und wilden Tourjahren. Gerade in Deutschland, wo man von manchen älteren Rockbands seit Jahrzehnten nostalgische Best-of-Touren gewohnt ist, wirkt diese Konsequenz fast sympathisch – auch wenn sie weh tut.
Wie stehen die Chancen auf ein Comeback?
Niemand außer Jack und Meg kennt die echte Antwort. Betrachtet man ähnliche Fälle (z.B. andere 2000er-Indie-Helden), sieht man ein Muster: Bands, die sich stilvoll verabschieden, tauchen manchmal für ausgewählte Jubiläums-Shows oder Einmal-Events wieder auf. Die wirtschaftlichen Anreize sind riesig, und ein Teil der Fans hält die Hoffnung hartnäckig am Leben.
Gegen eine Reunion spricht die konsequente Funkstille von Meg und die Tatsache, dass Jack White solo sehr erfolgreich ist. Dafür sprechen: ein jüngeres Publikum, das die Songs neu entdeckt, der anhaltende Hype um "Seven Nation Army" im Stadionkontext und die anstehenden Jubiläen der großen Alben. Realistisch betrachtet würde sich eine mögliche Rückkehr wahrscheinlich auf sehr wenige, exklusive Termine beschränken – eher keine 50-Städte-Welttour, sondern punktuelle Highlights.
Gibt es aktuell Tickets für Deutschland?
Nein. Stand Februar 2026 sind keine Konzerte von The White Stripes angekündigt, weder weltweit noch in Deutschland. Wenn du Ticketangebote findest, die eine offizielle Reunion versprechen, ist höchste Vorsicht angesagt – sehr wahrscheinlich Fake oder Clickbait. Was es gibt: Jack-White-Solo-Tourneen, manchmal auch mit Stationen in Berlin, Hamburg, Köln oder München. In seinen Solo-Sets tauchen zwar White-Stripes-Songs auf, aber eben ohne Meg und nicht unter dem alten Bandnamen.
Wenn jemals echte White-Stripes-Shows verkündet werden, wirst du sie ziemlich sicher zuerst auf der offiziellen Website, bei seriösen Musikmedien und bei den großen deutschen Ticketanbietern sehen. Screenshots von angeblich "geleakten" Plakaten auf TikTok oder Insta solltest du skeptisch checken, bevor du irgendwo Geld lässt.
Welche White-Stripes-Alben sollte ich als Neueinsteiger zuerst hören?
Der Klassiker-Einstieg ist "Elephant". Da findest du "Seven Nation Army", aber auch tiefer gehende Tracks wie "Ball And Biscuit" oder "The Hardest Button to Button", die zeigen, wie stark Jack White als Songwriter und Gitarrist ist. Wenn du mehr Pop-Appeal magst, ist "Get Behind Me Satan" spannend: percussion-lastiger, mit Klavier, etwas verspielter – perfekt für Indie-Fans, die auch auf Acts wie The Strokes oder The Hives stehen.
Für alle, die auf rawen Garagen-Sound abfahren, lohnen sich "The White Stripes" (Debüt) und "De Stijl". Da hörst du die Blues-Wurzeln, maximal reduziert, fast wie eine sehr laute Kellerband. "White Blood Cells" ist dann die Brücke zwischen Underground und Durchbruch: melodischer, aber immer noch rough. "Icky Thump" schließlich wirkt wie ein kompaktes Best-of ihrer Stärken: große Hooks, weirde Ideen, Gitarren-Wahnsinn.
Warum ist "Seven Nation Army" im Stadion so groß geworden?
Das Riff von "Seven Nation Army" funktioniert wie ein Fußball-Chant: superstark, sofort mitsingbar, kein komplizierter Text. Der Durchbruch im Fanblock passierte unter anderem beim CL-Spiel Brügge vs. AC Mailand 2003, von dort breitete sich der Gesang nach Italien und später in ganz Europa aus. Spätestens seit der EM 2012 ist die Melodie Standard in vielen Stadien. Für deutsche Fans ist das Ding so normal geworden, dass manche gar nicht wissen, aus welchem Song es ursprünglich stammt.
Spannend: Der Stadionhype hat dem Song im Streaming-Zeitalter immer wieder neue Peaks beschert. Bei großen Turnieren sieht man auf Spotify und YouTube deutlich, wie die Zahlen nach oben schießen. Das macht "Seven Nation Army" zu einem der wenigen Rocksongs der 2000er, der über Generationen hinweg krass präsent bleibt. Sollte es jemals eine Reunion geben, wäre die Erwartungshaltung, dieses Riff live zu brüllen, in Deutschland besonders hoch.
Was unterscheidet The White Stripes von anderen Zwei-Personen-Bands?
Inzwischen gibt es einige bekannte Duos im Rock- und Alternative-Bereich, aber The White Stripes waren in den 2000ern Pioniere in Sachen "Zwei Leute machen Lärm für vier". Der Schlüssel lag bei ihnen in der klaren Rollenverteilung: Jack übernahm nahezu alles Melodische – Gitarre, Gesang, oft auch Bass-Lines über Pitches oder Effekte –, während Meg das rhythmische Fundament ultra-straight hielt.
Andere Duos nutzen oft Backing-Tracks, Looper, Synths oder Gastsänger*innen, um die Leere zu füllen. The White Stripes verzichteten weitgehend darauf und bauten gerade aus der Lücke zwischen Schlagzeug und Gitarre Spannung auf. Live musste Jack dadurch komplett an die Grenze gehen: Fuzz, Slide, Feedback, spontane Tempowechsel. Das Ergebnis war eine Energie, die sich schwer mit heutigen, sehr durchgeplanten Produktionen vergleichen lässt – und genau das macht die Band bis heute so anziehend.
Wie kann ich als Fan den Hype in Deutschland am Laufen halten?
Auch ohne offizielle Reunion kannst du als Fan einiges tun, damit The White Stripes in der deutschen Szene präsent bleiben. Teile Live-Videos, zeig jüngeren Freund*innen die Alben, bring das Riff von "Seven Nation Army" bei Kneipenabenden ins Gespräch – aber bitte mit Erwähnung der Band, nicht nur als "Fußball-Song". Wenn Vinyl dein Ding ist, poste deine Pressungen auf Insta oder in Sammler-Gruppen. Auf TikTok funktionieren Storytelling-Clips zu ikonischen Rockmomenten sehr gut: vom "Fell In Love With A Girl"-LEGO-Video bis zu Jack Whites berüchtigten Gitarrenausrastern.
Je sichtbarer die Band in der jüngeren Online-Kultur bleibt, desto eher registrieren Labels, Booker und letztlich auch die Künstler selbst, dass der Name nicht nur eine 2000er-Nostalgie ist. Und falls irgendwann eine Reunion kommt, wirst du froh sein, dass du von Anfang an Teil des digitalen Flüsterns warst.
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