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Comeback-Hoffnung: Was läuft bei The White Stripes?

17.02.2026 - 17:59:42 | ad-hoc-news.de

The White Stripes: Gerüchte, Hoffnung auf Reunion, Song-Analysen und Fan-Theorien – was Deutschlands Indie-Fans jetzt wissen müssen.

Gerade wirkt es, als würde das Internet kollektiv den Atem anhalten: Überall taucht der Name The White Stripes wieder auf – in Playlists, in TikToks, in Reddit-Threads. Kein offizielles Comeback, aber jede Menge Zeichen, die Fans in Deutschland nervös auf ihren Ticket-Alert schauen lassen. Neue Vinyl-Reissues, frische Dokus, Jack-White-Aktivität ohne Ende – und die große Frage: Passiert da doch noch was mit der legendären Rot-Weiß-Band aus Detroit?

Zur offiziellen Seite von The White Stripes

Du scrollst durch Insta, plötzlich springt dir wieder ein altes Live-Video von "Seven Nation Army" entgegen, Stadion-Gesänge, Gänsehaut, Kommentare à la "Ich würde alles für eine letzte Tour zahlen". Gleichzeitig häufen sich YouTube-Empfehlungen mit frisch restaurierten Mitschnitten, Podcasts zerlegen die Diskografie, und Fans in Europa fragen sich: Ist das nur Nostalgie – oder ein langsames Aufwärmen für ein echtes Kapitel 2?

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Fakt ist: Offiziell gelten The White Stripes seit 2011 als aufgelöst, und Jack White hat in Interviews immer wieder betont, dass damals ein klarer Schlusspunkt gesetzt wurde. Trotzdem reißen die Signale nicht ab, die Fans als versteckte Botschaften lesen. In den letzten Monaten häufen sich zum Beispiel limitierte Reissues ihrer Alben, special Editions und exklusive Releases über Jacks Label Third Man Records. Dazu kommen Dokus und Archiv-Projekte, die das Erbe der Band sehr präsent halten.

Warum ist das relevant für dich als Fan in Deutschland? Weil solche Archiv-Offensiven in der Musikindustrie oft nicht nur reiner Fanservice sind, sondern auch testen, wie groß das Interesse wirklich noch ist. Wenn plötzlich wieder Vinyl-Pressungen von "Elephant" und "White Blood Cells" ausverkauft sind, Streams hochgehen und Social-Media-Talk explodiert, landet das natürlich auf den Schreibtischen von Managements, Labels und Festival-Bookern – auch in Europa.

Auch spannend: In mehreren jüngeren Interviews hat Jack White zwar klar gemacht, dass es aktuell keine konkreten Reunion-Pläne gibt, gleichzeitig zeigt er eine ziemlich weiche Seite, wenn es um die Zeit mit The White Stripes geht. Er spricht von etwas "Magischem", das in dieser minimalistischen Zwei-Personen-Konstellation passiert ist, und davon, wie unwiederholbar diese Energie war. Genau diese Formulierung werten viele Fans so: Wenn es schon nicht kopierbar ist, müsste eine einmalige Rückkehr eigentlich noch besonderer wirken – etwa ein spezielles Jubiläumskonzert, ein Festival-Slot oder eine limitierte Europa-Runde.

Dazu passt, dass große europäische Festivals in den vergangenen Jahren verstärkt mit Retro-Headlinern arbeiten, die Mitte/Ende der 2000er groß waren, also exakt in der Hochzeit der White Stripes. Gerade deutsche Festivals wie Hurricane, Southside, Rock am Ring oder Primavera in Spanien lieben diese Nostalgie-Momente, die Generationen verbinden: Ältere Indie-Fans, die die Band damals live gesehen haben, plus Gen Z, die den "Seven Nation Army"-Chant eher aus dem Stadion kennt als vom Clubkonzert.

Im Netz kursieren Screenshots von angeblichen Booking-Anfragen für "ein großes Rock-Duo aus den 2000ern" bei europäischen Festivals, die zeitlich zu den laufenden Reissues passen. Beweisen lässt sich nichts, klar – aber in Fanforen wird intensiv spekuliert, dass genau jetzt das perfekte Zeitfenster wäre, um zumindest eine Handvoll spezieller Shows in Metropolen wie Berlin, London, Paris oder Amsterdam zu spielen. Für Deutschland wären dann Klassiker-Locations wie die Berliner Wuhlheide oder die Lanxess Arena in Köln realistisch – groß genug für den Hype, aber nicht zu anonym.

Noch ein Punkt: Die ungebrochene Stadion-Präsenz von "Seven Nation Army". Egal ob EM, WM, Bundesliga oder Champions League – der Bass-chant ist fast so etwas wie die inoffizielle Hymne des europäischen Fußballs geworden. Für eine Band, die offiziell gar nicht mehr existiert, ist das eine absurde dauerhafte Promo. Und genau hier liegt ein starkes Argument, warum Europa – und ganz besonders Deutschland mit seiner Fußball- und Festival-Kultur – bei möglichen Plänen ganz oben auf der Liste stünde.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Um einzuschätzen, wie eine mögliche Show von The White Stripes 2026 aussehen könnte, lohnt ein Blick auf die letzten Touren vor der Auflösung und auf aktuelle Live-Gewohnheiten von Jack White. Die Band war bekannt dafür, jeden Abend andere Setlisten zu zocken, aber ein paar Fixpunkte gab es immer wieder – Songs, die quasi das Rückgrat eines Gigs gebildet haben.

Ganz vorne natürlich: "Seven Nation Army". Früher kam der Song oft als Closer oder im letzten Drittel des Sets. Manchmal begann Jack White mit dem verzerrten Riff ganz alleine, ließ das Publikum die "Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh"-Linie tragen, bevor Drums und Vollgas-Gitarren einsetzten. Wenn du das mit einem deutschen Publikum und Fußballkultur kombinierst, ist klar: Das wäre kein normaler Konzertmoment, sondern ein Massen-Chor, der vermutlich noch auf dem Parkplatz weitergeht.

Andere Dauerbrenner der späten White-Stripes-Jahre: "Fell in Love with a Girl", "Dead Leaves and the Dirty Ground", "The Hardest Button to Button", "Hotel Yorba" und natürlich der Minimal-Blues "Ball and Biscuit". Letzterer war live oft der Moment, in dem Jack komplett ausrastete, Soli zog, Tempi variierte und aus einem Studio-Song von knapp acht Minuten locker eine Viertelstunde machte. Gerade für Festival-Shows in Deutschland, die gerne auf Gitarren-Exzesse setzen, wäre das perfektes Material.

Noch spannender wird es, wenn man sich anschaut, was Jack White in seinen Solo-Sets heute spielt. Immer wieder tauchen dort White-Stripes-Klassiker auf – "Icky Thump", "We Are Going To Be Friends", "My Doorbell", "I Just Don't Know What to Do with Myself" (eine Burt-Bacharach-Coverversion, die untrennbar mit den White Stripes verbunden ist). Diese Songs zeigen, dass das Material nicht im Giftschrank liegt, sondern weiterlebt. Für ein Reunion- oder Anniversary-Set wäre also eine Mischung aus den größten Hits und ein paar tieferen Cuts sehr wahrscheinlich.

Mögliche Kern-Setlist für eine 2026er-Show in Deutschland, basierend auf alten Listen und aktuellen Fanwünschen, könnte so aussehen (rein spekulativ, aber realistisch):

  • "Dead Leaves and the Dirty Ground"
  • "Hotel Yorba"
  • "The Hardest Button to Button"
  • "Blue Orchid"
  • "Icky Thump"
  • "We're Going to Be Friends"
  • "My Doorbell"
  • "Black Math"
  • "Ball and Biscuit"
  • "Fell in Love with a Girl"
  • "Apple Blossom"
  • "Little Room" / "The Union Forever" Medley
  • "Seven Nation Army" (als Finale)

Was die Show selbst angeht, kannst du von The White Stripes nichts Überinszeniertes erwarten. Kein LED-Overkill, keine Choreos, kein 30-köpfiges Backing-Ensemble. Der Kern der Band war immer brutal reduziert: Gitarren, Orgel oder Piano von Jack, Drums von Meg, dazu die ikonische Rot-Weiß-Ästhetik. Früher standen auf der Bühne oft nur wenige Verstärker, ein Basic-Drumkit, minimalistische Lichtstimmungen in Rot, Weiß und Schwarz. Genau diese Klarheit hat die Energie so direkt gemacht – du fühlst jede Snare, jeden Slide auf der Gitarre.

Wenn sie heute zurückkämen, wäre wahrscheinlich ein Update im Lichtdesign dabei, vielleicht stärkerer Einsatz von Projektionen oder alten Super-8-Aufnahmen, um die Historie mitzuerzählen. Trotzdem: Die Fan-Erwartung ist ganz klar, dass es nicht zur überpolierten Arena-Show mutiert. In Foren liest man Sätze wie: "Wenn sie zurückkommen, dann bitte maximal roh – sonst ist es nicht echt." Diese rohe Intensität war auch in Deutschland immer ein Riesenthema. Alte Konzertberichte aus Berlin oder Hamburg erzählen von Fans, die überrascht waren, wie laut und ungezähmt die Songs live waren – weit weg vom Indie-Radioformat.

Weil Meg White sich schon vor Jahren komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, wird außerdem diskutiert, ob eine hypothetische Show mit ihr überhaupt realistisch wäre. Manche Fans können sich vorstellen, dass Jack White – sollte Meg endgültig Nein sagen – eine Spezial-Show mit anderen Drummer:innen spielt und das klar als Tribute ausweist. Andere sagen: Ohne Meg ist es nicht The White Stripes. Genau dieser Konflikt würde das Setgefühl noch intensiver machen, weil jede Ansage und jeder Song emotional aufgeladen wäre.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wer auf Reddit, X (Twitter) oder TikTok unterwegs ist, merkt schnell: The White Stripes sind längst wieder Thema, obwohl es keine offiziellen Tourdaten gibt. In Subreddits wie r/indieheads oder r/jackwhite tauchen regelmäßig Threads auf mit Titeln wie "Is it finally happening?" oder "What if they announced 5 farewell shows in Europe?". Darin werden jede noch so kleine Info, jedes Label-Statement und jede Setlist von Jack-White-Solo-Shows auseinandergenommen.

Eine weit verbreitete Fan-Theorie: 2027 jährt sich das Release von "Elephant" zum 25. Mal. Viele halten das für den perfekten Anlass, um zumindest ein paar ausgewählte Jubiläumskonzerte zu spielen – ähnlich, wie es andere Bands mit Kultalben gemacht haben. Gleichzeitig gibt es aber die Fraktion, die überzeugt ist, dass The White Stripes ihren Mythos nicht mit einer klassischen Anniversary-Tour verwässern wollen. Sie rechnen eher mit einem einmaligen Special-Event, das vielleicht live aufgezeichnet oder als Stream ausgespielt wird – zum Beispiel ein intimes Konzert in Detroit, verbunden mit Viewing-Partys in Kinos weltweit, auch in Deutschland.

Dann gibt es die "Festival-Leak"-Theorie: Ein angeblich geleakter Screenshot einer Booking-Mail, in der von einem "iconic 2000s rock duo" die Rede ist, kursierte vor einiger Zeit auf Social Media. Natürlich könnte das theoretisch auch auf andere Acts passen, aber klar: In den Kommentaren fiel sofort der Name The White Stripes. Viele deutsche Fans fantasieren schon vom Traum-Slot auf Festivals wie Rock am Ring oder Melt!. Argument: Jack White ist als Solo-Headliner etabliert, die Marke The White Stripes aber noch größer – perfekt, um Tickets in Sekunden zu pulverisieren.

Parallel kursieren spekulative Diskussionen zu Ticketpreisen. Nach den teils absurden Preisen für große Rückkehr-Touren anderer Acts befürchten viele, dass eine White-Stripes-Reunion für Normalos unbezahlbar werden könnte. Besonders in Deutschland, wo Löhne langsamer steigen als Festivalpreise, ist das ein großes Thema. In Kommentarspalten liest man Sätze wie: "Ich würde 200 Euro zahlen, aber bitte kein Dynamic Pricing" oder "Wenn sie das wie manche Pop-Acts durchziehen, bin ich raus, egal wie sehr ich sie liebe." Gleichzeitig verweisen andere auf Jacks frühere Kritik an extremen Ticketpreisen und seine Versuche, mit fairen Preiszonen zu arbeiten.

Ein weiterer heiß diskutierter Punkt: Meg Whites Rolle. Seit Jahren tauchen auf TikTok Clips auf, in denen Leute ihre Drums als "zu simpel" oder "überbewertet" bezeichnen – dagegen stehen tausende Fans, die genau diesen primitiven, reduzierten Stil als Herzstück der Band feiern. Die Gegenreaktion ist inzwischen so stark, dass es fast zu einem Meme geworden ist, Meg als "Queen of Restraint" zu feiern. Viele sagen: Wenn es jemals eine Reunion gibt, dann auch als Statement gegen diese toxische Online-Kritik, um zu zeigen, wie viel Persönlichkeit und Mut in diesen scheinbar einfachen Beats steckt.

Dazu passt, dass junge TikTok-User:innen gerade wieder auf Garage-Rock-Vibes anspringen. Lo-Fi-Gitarren, analoge Drums, echte Fehler im Spiel – alles, was The White Stripes damals groß gemacht hat, wird von einer neuen Generation gerade wiederentdeckt. Der Algorithmus spielt ältere Live-Clips, Vinyl-Unboxings und Drum-Cover von "Seven Nation Army" und "Fell in Love with a Girl" aus, während in den Kommentaren teils 16-Jährige schreiben: "Wieso hat mir niemand früher gesagt, dass das so ballert?" Genau diese Welle lässt die Gerüchteküche weiter kochen: Viele Fans glauben, dass ein Management diese trendigen Signale nicht ignoriert.

Unterm Strich ist der Vibe in den Foren eine Mischung aus Hoffnung, Realismus und Nostalgie. Die meisten sind sich bewusst, dass es genauso gut bei Reissues und Dokus bleiben kann. Aber das kollektive Kopfkino läuft trotzdem: Wie es wäre, nach all den Jahren zum ersten Mal wieder "The Hardest Button to Button" live zu hören, Seite an Seite mit Leuten, die damals schon im Club standen und Kids, die noch nie eine echte White-Stripes-Show erlebt haben.

Alle Daten auf einen Blick

Offizielle neue Tourdaten für The White Stripes in Deutschland oder Europa gibt es aktuell nicht. Um trotzdem Orientierung zu geben, hier ein kompakter Überblick über wichtige Releases, historische Shows und Chart-Fakten, die für dich als Fan interessant sind:

Jahr Ereignis Details Bezug zu Deutschland/Europa
1999 Debütalbum "The White Stripes" Lo-Fi-Garage-Rock, aufgenommen in Detroit; Grundstein des späteren Kultstatus. Damals noch eher Underground, erste Aufmerksamkeit in europäischen Indie-Kreisen.
2001 Album "White Blood Cells" Durchbruch im Indie-Bereich mit Songs wie "Fell in Love with a Girl". Erste größere Europa-Touren, steigende Medienpräsenz in Deutschland.
2003 Album "Elephant" Enthält "Seven Nation Army", wird weltweiter Klassiker. Massive Präsenz in Deutschland, Chart-Erfolge und Festival-Auftritte.
2003–2007 Intensive Tourphase Mehrere Welt-Tourneen, legendäre Live-Shows. Konzerte in Berlin, Hamburg, Köln u.a.; starke Fanbase in der deutschen Indie-Szene.
2007 Album "Icky Thump" Letztes Studioalbum, experimenteller, schwerer Gitarrensound. Gute Chartplatzierungen in Deutschland und UK, Festival-Slots in Europa.
2011 Offizielle Auflösung Band gibt in einem Statement das Ende von The White Stripes bekannt. Großes Medienecho auch in Deutschland, viele Rückblicke auf frühere Shows.
2010er–2020er Reissues & Archiv-Projekte Neuauflagen von Alben, Live-Mitschnitten und Raritäten über Third Man Records. Starkes Interesse im deutschsprachigen Vinyl- und Sammler-Markt.
laufend "Seven Nation Army" in Stadien Riff wird zu einer der bekanntesten Fußball-Fangesänge weltweit. Regelmäßig bei Bundesliga, EM, WM – sorgt für Dauerpräsenz im Bewusstsein.

Häufige Fragen zu The White Stripes

Damit du im Freundeskreis, auf Social Media und im nächsten Festival-Campingplatz-Gespräch maximal vorbereitet bist, hier Antworten auf die häufigsten Fragen zu The White Stripes – ausführlich und ohne Schönfärberei.

Warum haben sich The White Stripes überhaupt aufgelöst?

Die offizielle Auflösung kam 2011 ziemlich abrupt, aber rückblickend gab es Anzeichen. Die Band war jahrelang permanent auf Tour, im Studio und in der Öffentlichkeit. Jack White ist kreativ extrem getrieben, Meg White dagegen deutlich zurückhaltender. In Statements sprach die Band davon, die Sache auf einem Höhepunkt beenden zu wollen, bevor Routine oder Selbstwiederholung alles verwässern. Es ging also weniger um einen öffentlichen Streit, sondern eher um eine Mischung aus Erschöpfung, unterschiedlichen Bedürfnissen und dem Wunsch, den eigenen Mythos zu schützen.

Jack White hat danach mehrere Soloalben veröffentlicht, sich in andere Projekte gestürzt und ein eigenes Label aufgebaut. Meg White hat sich komplett ins Private zurückgezogen. Genau diese Asymmetrie macht eine Reunion so kompliziert: Man müsste nicht nur logistisch alles aufstellen, sondern auch emotional klären, ob beide wirklich noch einmal diesen massiven Fokus wollen.

Gibt es konkrete Hinweise auf eine Reunion oder Tour?

Konkrete, bestätigte Hinweise gibt es momentan nicht. Alles, was du liest, bewegt sich im Spektrum von Fan-Wunschdenken über interpretierte Zitate bis zu lose zusammengepuzzelten Indizien: Vinyl-Reissues, verstärkte Social-Media-Präsenz alter Clips, Jubiläen wichtiger Alben, Jacks Wertschätzung im Rückblick. Entscheidend ist: Keine der beteiligten Personen hat kategorisch ausgeschlossen, dass es nie wieder irgendeine Form von White-Stripes-Aktivität geben wird. Gleichzeitig wird aber auch nichts versprochen.

Für dich als Fan heißt das: Es lohnt sich, aufmerksam zu bleiben – Newsletter abonnieren, die offizielle Seite whitestripes.com verfolgen, Festival-Announcement-Phasen checken. Aber plane dein Leben nicht um ein vielleicht kommendes Comeback herum. Wenn etwas passiert, wird es sehr schnell überall stehen.

Wie wahrscheinlich wären Deutschland-Konzerte im Falle einer Rückkehr?

Im hypothetischen Fall, dass The White Stripes wieder live spielen, stehen die Chancen für Deutschland objektiv betrachtet ziemlich gut. Gründe:

  • Historische Fanbase: Die Band hatte hier immer einen sehr starken Stand, mit ausverkauften Shows und intensiver Medienpräsenz.
  • Festivaldichte: Deutschland (plus nahes Ausland wie Niederlande, Belgien, Tschechien) bietet eine hohe Dichte an großen Festivals, die für exklusive Headliner-Deals bekannt sind.
  • Stadion-Faktor: Der "Seven Nation Army"-Chant ist fest in deutscher Fußballkultur verankert – das ist ein massiver Marketing-Bonus.

Ob es dann eher ein paar ausgewählte Arena-Shows (Berlin, Hamburg, Köln, München) oder Festival-Slots wären, hängt davon ab, wie groß das Projekt aufgezogen wird. Viele Fans träumen von einem Mix: ein, zwei eigene Hallen-Shows plus ein großer Festival-Sommer. Aber solange nichts bestätigt ist, bleibt das eine Fantasie-Setlist im Kopf.

Was unterscheidet The White Stripes von anderen Rock-Bands ihrer Ära?

Mehrere Dinge. Erstens die Radikalität der Reduktion: Nur Gitarre/Orgel und Drums, keine Bassgitarre, kein großes Setup. In einer Zeit, in der viele Rock-Bands mit immer dichteren Arrangements gearbeitet haben, haben The White Stripes genau das Gegenteil gemacht – und damit gleichzeitig Garage-Rock-Traditionen und Blues-Wurzeln in den Mainstream geschoben.

Zweitens die Bildsprache. Rot, Weiß, Schwarz – konsequent durchgezogen in Outfits, Covern, Bühnenbild. Das war fast schon Pop-Art, unverwechselbar und extrem meme-fähig, bevor es Memes gab. Drittens: die Songwriting-Spannweite. Sie konnten innerhalb eines Sets von völlig übersteuertem, aggressivem Krach zu zarten, kindlichen Songs wie "We're Going to Be Friends" springen, ohne dass es gesucht wirkte. Viele heutige Indie-Bands nennen The White Stripes als Schlüsselinspiration, weil sie gezeigt haben, dass du mit sehr wenig sehr viel auslösen kannst.

Warum ist "Seven Nation Army" so allgegenwärtig im Fußball?

Der Weg von "Seven Nation Army" vom Indie-Hit zur Stadion-Hymne ist fast schon urban legend. Der Kern ist aber relativ simpel: Das Riff ist extrem eingängig, leicht mitzusingen, braucht keine Lyrics und funktioniert in jeder Lautstärke. Angeblich begann der Chant bei Fans des belgischen Clubs Club Brügge, breitete sich dann über Nationalmannschaften aus und wurde bei großen Turnieren wie der WM oder EM endgültig global.

Für The White Stripes ist das ein zweischneidiges Schwert: Einerseits sorgt es dafür, dass der Song auch 20 Jahre nach Release permanent präsent ist. Andererseits kennen viele jüngere Leute nur den Chant, nicht die Band dahinter. Genau deshalb wäre eine mögliche Rückkehr so spannend: Sie würde die Verbindung zwischen diesem kollektiven Stadionmoment und der ursprünglichen, rohen Energie des Songs auf der Bühne wieder schließen.

Wie stehst du als Fan am besten zu Jack Whites Solo-Projekten?

Wenn du The White Stripes liebst und bisher nur punktuell in Jack Whites Solo-Welt reingehört hast, lohnt es, das zu ändern. Viele Ideen, die damals im Duo-Format nur angedeutet wurden, hat er später weitergezogen: experimentellere Strukturen, elektronische Elemente, stärkerer Fokus auf Studio-Sounddesign. Gleichzeitig tauchen in seinen Live-Sets immer wieder White-Stripes-Songs auf – in veränderten Versionen, schneller, langsamer, mit mehr Instrumenten.

Gerade für deutsche Fans, die vielleicht nie die Chance hatten, The White Stripes live zu sehen, sind Jack-White-Konzerte eine Art Ersatzdroge. Du bekommst das Gitarrenfeuerwerk, viele Klassiker und gleichzeitig die Gegenwart eines Künstlers, der sich nicht auf Nostalgie ausruht. Und wer weiß: Sollte eines Tages eine White-Stripes-Special-Show passieren, sind vermutlich genau diese Solo-Fans die ersten, die Tickets bekommen.

Wie bleibt man realistisch – ohne die Vorfreude zu verlieren?

Die wichtigste Balance: Du kannst Hypothesen lieben, ohne dich von ihnen abhängig zu machen. Die Musik von The White Stripes ist da – Alben, Live-Mitschnitte, Bootlegs, Videos. Du kannst jetzt schon tief eintauchen (oder wieder eintauchen), neue Details in den Gitarrenlinien finden, Megs Timing neu schätzen lernen, Lyrics anders hören als mit 15.

Gleichzeitig kannst du die aktuelle Welle an Reissues, Diskussionsrunden und TikTok-Trends als das sehen, was sie sicher mindestens ist: ein kollektives Wiederentdecken. Wenn daraus eines Tages eine echte Reunion, ein Special-Konzert oder eine limitierte Europa-Tour entsteht, umso besser. Aber selbst wenn nicht: Die Energie, die gerade durchs Netz geht, zeigt, wie sehr diese Band über Generationen wirkt – und genau das macht sie auch 2026 noch relevant für jede Playlist und jede Festivaldiskussion in Deutschland.


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