Comeback-Fieber, REM

Comeback-Fieber bei R.E.M.: Warum die Kultband gerade wieder überall aufploppt

07.02.2026 - 19:58:28

R.E.M. sind eigentlich Geschichte – aber auf TikTok, in Serien und Playlists feiern sie ein fettes Comeback. Was hinter dem Hype steckt, welche Songs du jetzt hören musst und wie es mit Live-Plänen aussieht.

Du dachtest, R.E.M. wären nur was für deine Elterns CD-Regal? Falsch gedacht. Die Indie-Ikonen aus den 80ern sind gerade wieder überall: in Serien-Soundtracks, auf TikTok, in Nostalgie-Playlists – und in den Kommentarspalten, wo Fans nach einem Comeback schreien.

Neue Musik oder eine Reunion? Offiziell ist die Band weiter aufgelöst, aber der Hype ist real. Und wer sich einmal durch die größten R.E.M.-Hits gehört hat, merkt ziemlich schnell: Das ist nicht nur Retro, das ist zeitloser Gänsehaut-Stoff.

Das läuft gerade auf Repeat: Die aktuellen Hits

Auch ohne neue Releases dominieren ein paar Klassiker gerade wieder die Streams – befeuert von Serien, Reels und TikTok-Edits.

  • "Losing My Religion" – Der Über-Hit von 1991 ist wieder Streaming-Star. Der melancholische Mandolinen-Sound, Michaels Stipes zerbrechliche Stimme, dieser langsame Aufbau: perfekter Ohrwurm für Drama-Edits und Heartbreak-Reels.
  • "Everybody Hurts" – Der Song, der dir in Sekunden die Tränen in die Augen treiben kann. Langsamer Groove, große Emotion, pure Gänsehaut. Auf Reddit schreiben Leute, dieser Track habe ihnen durch richtig dunkle Zeiten geholfen.
  • "Shiny Happy People" – Der Gegenteil-Modus: bunt, verspielt, fast schon cartoonhaft. Genau deshalb taucht der Song in ironischen TikToks und Memes auf – fröhlicher Sound, oft mit komplett absurden Bildern kombiniert.

Auf Spotify und Co. gehören diese Songs stabil zu den meistgehörten R.E.M.-Tracks. Viele Fans entdecken die Band gerade erst über Serien wie "The Bear", alte MTV-Clips auf YouTube oder Playlists mit 90s-Alt-Rock – und bleiben dann im R.E.M.-Rabbit Hole hängen.

Das Netz feiert: R.E.M. auf TikTok & Co.

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Auf TikTok tauchen R.E.M.-Songs ständig unter Clips mit Coming-of-Age-Vibes auf: Nachtfahrten, nervige Ex-Beziehungen, dieses "Ich bin lost, aber irgendwie okay"-Gefühl. "Losing My Religion" läuft über First-Love-Edits, "Everybody Hurts" über mental-health-Stories. Der Tenor in den Kommentaren: "Wie kann ein so alter Song so genau fühlen, was ich gerade durchmache?"

Auf Reddit ist der Vibe eher Nostalgie plus Respekt. In Threads zu R.E.M. feiern Fans vor allem die Alben "Automatic for the People", "Out of Time" und "Murmur". Viele nennen die Band eine der wichtigsten Alternativ-Rock-Gruppen überhaupt – ohne die es Acts wie Radiohead, Coldplay oder The National in dieser Form wahrscheinlich nicht gäbe.

Erlebe R.E.M. live: Tour & Tickets

Jetzt die Frage, die alle stellen: Gibt es eine R.E.M.-Tour?

Stand jetzt gilt: R.E.M. haben sich offiziell 2011 aufgelöst und es gibt keine bestätigte Reunion-Tour. Bei den aktuellen Fan-Diskussionen, Jubiläums-Editionen und Medien-Auftritten rund um die Band flammt zwar immer wieder Hoffnung auf – aber konkrete Daten oder Ticket-Links für eine Welt-Tour gibt es momentan nicht.

Wichtig: Lass dich nicht von Fake-Events oder dubiosen Ticketportalen verwirren, die in Social-Ads mit angeblichen R.E.M.-Reunion-Shows spielen. Wenn es wirklich eine Tour gäbe, würde sie hier als Erstes offiziell auftauchen:

Was du aber live erleben kannst: Tribute-Bands und Themen-Abende in Clubs, bei denen komplette Alben wie "Automatic for the People" durchgespielt werden. Besonders in Großstädten laufen regelmäßig 90s-Indie-Partys, auf denen R.E.M. garantiert auf der Playlist landen – ein kleines, aber intensives Live-Erlebnis für alle, die die Songs mal im Kollektiv grölen wollen.

Wie alles begann: Die Story hinter dem Erfolg

R.E.M. starten Anfang der 80er in Athens, Georgia – eine College-Stadt, in der Punk, New Wave und DIY-Kultur aufeinandertreffen. Michael Stipe (Vocals), Peter Buck (Gitarre), Mike Mills (Bass) und Bill Berry (Drums) mischen daraus ihren eigenen Sound: Gitarren-orientiert, melancholisch, aber mit Melodien, die sich sofort festsetzen.

Mit ihrem Debütalbum "Murmur" (1983) werden R.E.M. schnell zur Indie-Kultband. Kritiker feiern die Platte, College-Radios spielen sie rauf und runter. Der große Durchbruch für den Mainstream kommt dann Ende der 80er: Alben wie "Document" und die Single "The One I Love" öffnen die Tür Richtung Charts.

Der endgültige Schritt zur Weltband folgt Anfang der 90er mit "Out of Time" (1991) und "Automatic for the People" (1992). "Losing My Religion" wird ein globaler Hit, dominiert MTV, bringt mehrere Grammy-Auszeichnungen und Multi-Platin-Status. "Everybody Hurts" und "Man on the Moon" machen R.E.M. zum Soundtrack einer ganzen Generation, irgendwo zwischen Grunge, Alternative Rock und introspektivem Pop.

Über die Jahre kassieren R.E.M. zahlreiche Gold- und Platinplatten weltweit, dazu Preise wie Grammys, MTV Video Music Awards und Billboard-Auszeichnungen. Gleichzeitig bleiben sie eine Band mit Haltung: politisch, engagiert, oft offen kritisch gegenüber Industrie und Politik.

2011 dann der Bruch: R.E.M. kündigen an, die Band zu beenden – ohne Drama, ohne Skandal, eher wie ein kontrollierter Ausstieg. Seitdem erscheinen vereinzelt Deluxe-Editionen, Live-Aufnahmen und Reissues, aber kein neues Studioalbum der kompletten Band.

Fazit: Lohnt sich der Hype?

Wenn du R.E.M. bisher nur als "die mit Losing My Religion" auf dem Schirm hattest, verpasst du eine Menge. Hinter dem Megahit steckt eine Band, die über Jahrzehnte Emotion, Haltung und Melodie kombiniert hat wie nur wenige andere.

Für Neueinsteiger ist die beste Route:

  • Starte mit den großen Singles: "Losing My Religion", "Everybody Hurts", "Man on the Moon", "Nightswimming".
  • Dann ganze Alben hören: vor allem "Automatic for the People" und "Out of Time" – komplette Gänsehaut-Erlebnisse am Stück.
  • Danach tiefer graben: Frühwerke wie "Murmur" oder "Reckoning" zeigen die rohe, experimentelle Seite der Band.

Für Langzeit-Fans ist der aktuelle Hype pure Nostalgie plus Genugtuung: Die Songs werden von einer neuen Generation entdeckt und fühlen sich kein bisschen verstaubt an. Gerade auf Social Media merkst du, wie universell diese Texte und Stimmungen sind – egal ob 1992 oder jetzt.

Eine große Reunion-Tour ist zwar momentan nicht in Sicht, aber: Die Musik von R.E.M. ist gerade so präsent wie seit Jahren nicht mehr. Wenn du auf ehrlichen Alternative-Rock mit Tiefgang stehst, dann solltest du dir die Diskografie dringend vornehmen. Warnung: Es könnte dein neuer Dauer-Ohrwurm-Soundtrack werden.

@ ad-hoc-news.de