Collins, Aerospace

Collins Aerospace testet KI-gesteuerten Kampfjet erfolgreich

20.02.2026 - 19:01:12 | boerse-global.de

Ein unbemannter Jet der US Air Force flog vier Stunden autonom mit KI-Software. Der Test markiert einen Wendepunkt für das milliardenschwere Programm zur Entwicklung autonomer Kampfbegleiter.

Ein Meilenstein für die US-Luftwaffe: Ein unbemannter Jet absolvierte einen vierstündigen autonomen Flug, gesteuert von KI-Software. Das gelungene Experiment ist Teil des milliardenschweren Programms für künstliche Intelligenz in der Verteidigung und markiert einen strategischen Wendepunkt für die Luftkriegsführung.

KI als „Sidekick“ hebt ab

Das Testflugzeug YFQ-42A von General Atomics wurde vollständig durch die Mission-Autonomie-Software „Sidekick“ von Collins Aerospace geführt. Ein menschlicher Operator am Boden überwachte den Flug. Der Test ist ein zentraler Erfolg für das „Collaborative Combat Aircraft“ (CCA)-Programm der US Air Force. Ziel ist es, unbemannte, autonome Jets als fliegende Begleiter für bemannte Kampfflugzeuge einzusetzen.

Diese „loyalen Wingmen“ sollen die Reichweite der Sensoren erweitern, die Waffenkapazität erhöhen und vor allem die Sicherheit der Piloten in riskanten Missionen verbessern. Die Software steuerte das Flugzeug präzise durch die vorgegebenen Manöver. Die zugrundeliegende Strategie der US-Luftwaffe setzt auf Offenheit: Eine einheitliche Referenzarchitektur (A-GRA) soll verhindern, dass die Streitkräfte von einem einzelnen Hersteller abhängig werden.

Milliardenmarkt für autonome Systeme

Der Markt für KI in Verteidigung und Luftfahrt boomt. Prognosen sagen ein Wachstum von derzeit 4,2 Milliarden auf 42,8 Milliarden Euro bis 2036 voraus – eine Verzehnfachung. Die jüngsten Tage haben diesen Trend bestätigt. Neben dem Flugtest gab es eine Reihe weiterer Ankündigungen:

  • Safe Pro Group erhielt einen Auftrag über eine Million Euro, um KI-Systeme für die Echtzeit-Videoanalyse an vorderster Front zu liefern.
  • Das Cybersicherheitsunternehmen Wraithwatch sicherte sich einen Bundesauftrag über 30 Millionen Euro. Dessen KI-Agenten sollen Netzwerke modellieren und Cyberangriffe in Maschinengeschwindigkeit abwehren.
  • Ein aktueller US-Verteidigungshaushalt weist 9,8 Milliarden Euro für die Entwicklung autonomer Systeme bereit.

Paradigmenwechsel in der Kriegsführung

Die Entwicklungen zeigen einen grundlegenden Wandel: Nicht mehr die Leistung einzelner Waffensysteme steht im Vordergrund, sondern das vernetzte Zusammenspiel intelligenter Systeme. Das Pentagon drängt KI-Firmen bereits dazu, ihre Tools für klassifizierte Netzwerke verfügbar zu machen, um die Informationsflut auf dem Gefechtsfeld zu bewältigen.

Auch die militärische Ausbildung und Doktrin passt sich an. Die US-Armee nutzt erstmals generative KI-Tools, um ihre Feldhandbücher schneller an die moderne Kriegsführung anzupassen. International ziehen andere Länder nach. Die indische Armee präsentierte diese Woche eigene KI-Anwendungen, darunter ein System zur Katastrophenvorhersage.

Ausblick: Der Mensch im Team mit der Maschine

Der erfolgreiche Testflug ist nur der Anfang. In den kommenden Jahren werden die Demonstrationen der Mensch-Maschine-Teams komplexer. Die autonomen Begleitflugzeuge sollen Aufklärung, elektronische Kriegsführung und Angriffe übernehmen.

Die von der US-Luftwaffe vorangetriebene Open-Architecture-Strategie könnte zum globalen Standard werden und einen wettbewerbsintensiven Markt für KI-Software entfachen. Die größten Herausforderungen liegen nun nicht mehr in der Technologie, sondern in ihrer Absicherung, Zuverlässigkeit und der Entwicklung ethischer Rahmenbedingungen für den Einsatz.

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Die Ära des autonomen Kampfes hat begonnen.

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