Coinbase-Kunden, Visier

Coinbase-Kunden im Visier: Betrüger kapern Google-Suchergebnisse

21.01.2026 - 22:13:12

Kriminelle platzieren gefälschte Coinbase-Supportnummern auf der BBB-Website, die von Google prominent angezeigt werden, um Nutzer in Social-Engineering-Fallen zu locken.

Eine raffinierte Betrugsmasche nutzt die Autorität von Google und der Verbraucherschutzorganisation Better Business Bureau (BBB), um Kunden der Kryptobörse Coinbase auszutricksen. Die Opfer landen bei falschen Support-Mitarbeitern, die ihre Konten leer räumen.

Das System ist perfide: Betrüger platzieren gefälschte Coinbase-Support-Telefonnummern auf den Seiten des angesehenen Better Business Bureau. Google indiziert diese Einträge und zeigt sie ahnungslosen Nutzern prominent an, die nach Hilfe suchen. Das falsche Gütesiegel der BBB schafft eine überzeugende Illusion von Seriosität. Die Kunden umgehen so die offiziellen Support-Kanäle und rufen direkt bei den Kriminellen an. Die US-Kanzlei MDF Law warnte heute eindringlich vor diesem ausgeklügelten Social-Engineering-Angriff.

So vergiften Betrüger das Ökosystem der Information

Der Kern des Betrugs liegt in der Manipulation der Informationsquellen, denen Verbraucher vertrauen. Die Täter posten die gefälschten Nummern in nutzergenerierten Inhalten auf der BBB-Website, etwa in Bewertungsabschnitten. Suchmaschinen wie Google crawlen diese Inhalte und stufen sie aufgrund der Autorität der BBB-Quelle hoch ein. Oft hebt Google die betrügerische Nummer sogar in einem hervorgehobenen Snippet oder Informationskasten hervor.

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Für einen verunsicherten Nutzer, der vielleicht aus seinem Konto ausgesperrt ist, wirkt diese Darstellung wie eine offizielle Verifizierung durch zwei vertrauenswürdige Instanzen. Ein fatales Sicherheitsgefühl entsteht. Die Täter nutzen diese Glaubwürdigkeit geschickt aus: Am Telefon verfügen sie oft über persönliche Daten der Opfer, die aus früheren Datenlecks stammen. Dies senkt die natürliche Skepsis der Anrufer erheblich.

Der Ablauf des perfiden Support-Anrufs

Die Interaktion mit den falschen Agents ist darauf ausgelegt, das Opfer zu verwirren und gefügig zu machen. Die Betrüger beginnen das Gespräch häufig mit der Nennung korrekter persönlicher Daten – Name, E-Mail oder Transaktionshistorie – um Legitimität vorzutäuschen. Sie erzeugen gezielt Panik, indem sie von angeblichen unbefugten Zugriffsversuchen berichten.

Anschließend leiten sie den Nutzer durch Schritte, die angeblich dem Schutz des Kontos dienen. Dazu gehört die Aufforderung, Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes (2FA), Passwörter oder sogar Fernzugriff auf den Computer zu gewähren. Eine andere gängige Taktik ist die Weiterleitung auf eine Phishing-Website, die der echten Coinbase-Seite täuschend ähnlich sieht.

Coinbase stellt klar: Echte Support-Mitarbeiter werden niemals nach Passwörtern, 2FA-Codes oder Fernzugriff fragen. Die Firma wird auch nie auffordern, Kryptowährungen zu einer externen “sicheren Wallet” zu senden. Jede solche Aufforderung ist ein eindeutiges Betrugszeichen. Ein weiterer Alarmpunkt ist der ständige Druck zur sofortigen Handlung, der dem Opfer keine Zeit zur Überprüfung lässt.

Branchenweites Problem: Das Fundament des Vertrauens bröckelt

Diese Betrugsmethode offenbart eine kritische Schwachstelle im Umgang von Suchmaschinen und Verbraucherportalen mit nutzergenerierten Inhalten. Die traditionelle Ratschläge wie “Seien Sie vorsichtig und prüfen Sie Ihre Quellen” verliert an Wirkung, wenn die Prüfung selbst über manipulierte Quellen läuft.

Der Trend zu solch hochgradigen Imitations-Betrügereien nimmt zu. Cyberkriminelle setzen zunehmend auf KI-gestützte Werkzeuge und ausgefeilte Scripts. Der Vorfall ist eine Mahnung, dass keine Plattform gegen Manipulation immun ist. Es liegt nun verstärkt in der Verantwortung der Suchmaschinen und Plattformen, robustere Verifizierungs- und Moderationsprozesse einzuführen.

Für die Kryptobranche unterstreicht der Fall erneut die immense Bedeutung von Nutzeraufklärung. Im Gegensatz zu traditionellen Banküberweisungen sind Kryptotransaktionen unwiderruflich. Die Sicherheit der digitalen Vermögenswerte hängt maßgeblich von der Fähigkeit der Nutzer ab, Phishing- und Social-Engineering-Angriffe zu erkennen.

So schützen Sie sich wirksam vor den Betrügern

Der wirksamste Schutz ist gesunde Skepsis. Nutzen Sie niemals Kontaktinformationen aus Suchergebnissen, Werbeanzeigen oder unaufgeforderten Nachrichten. Navigieren Sie stattdessen immer direkt zur offiziellen Coinbase-Website und verwenden Sie die dort hinterlegten Kontaktmöglichkeiten.

Coinbase bestätigt, dass das Unternehmen keine aktiven Anrufe tätigt. Die einzige legitime Support-Telefonnummer steht auf der offiziellen “Kontakt”-Seite. Seien Sie wachsam: Betrüger können auch legitime Nummern “spoofen” (fälschen). Ein ankommender Anruf, der von Coinbase zu stammen scheint, sollte stets als betrügerisch betrachtet werden.

Aktivieren Sie die stärkstmögliche Zwei-Faktor-Authentifizierung, idealerweise mit einem Hardware-Sicherheitsschlüssel. Nutzen Sie Funktionen wie die “Withdrawal Allow-Listing”, die Überweisungen auf vorher genehmigte Adressen beschränkt. Wenn eine Kommunikation verdächtig erscheint, legen Sie auf, sperren Sie Ihr Konto über die offizielle App und melden Sie den Vorfall direkt an das Sicherheitsteam von Coinbase. In einer sich ständig weiterentwickelnden Betrugslandschaft ist eine proaktive und vorsichtige Haltung die beste Verteidigung.

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