Coface, Aktie

Coface Aktie: 8,11 Prozent Minus am Dienstag

26.05.2026 - 22:45:03 | boerse-global.de

Coface verfolgt mit der "Power the Core"-Strategie einen klaren Plan, doch die Börse reagiert mit einem deutlichen Kursverlust nahe dem Jahrestief.

Coface Aktie: 8,11 Prozent Minus am Dienstag - Bild: über boerse-global.de
Coface Aktie: 8,11 Prozent Minus am Dienstag - Bild: über boerse-global.de

Der Kreditversicherer Coface hat einen klaren Plan: Weniger Abhängigkeit von klassischen Versicherungsprämien, mehr Einnahmen durch datengetriebene Dienstleistungen. Die „Power the Core"-Strategie soll das Geschäft stabiler machen.

Doch die Börse quittiert den Kurs mit einem deutlichen Minus. Die Aktie fällt am Dienstag um 8,11 Prozent auf 15,07 Euro. Damit nähert sie sich dem 52-Wochen-Tief von 14,42 Euro.

Gebühren statt Prämien

Im Zentrum der Strategie stehen zwei Geschäftsfelder: Business Information und Inkasso. Statt nur Firmen gegen Zahlungsausfälle zu versichern, verkauft Coface Handelsdaten an Unternehmen, die Bonität prüfen wollen – etwa Einkaufs- oder Treasury-Abteilungen.

Das Modell wirkt. Im ersten Quartal zeigten diese Sparten deutliches Wachstum. Sie sind weniger konjunkturanfällig als das klassische Kreditversicherungsgeschäft. Gerade in Südeuropa und Schwellenländern lief der Versicherungsverkauf zuletzt schwächer. Die Gebührendienste fingen das teilweise auf.

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Solide Kapitalbasis

Die Finanzstärke von Coface bleibt ein Trumpf. Die Solvenzquote liegt deutlich über dem oberen Ende der Zielspanne. Das ermöglicht eine großzügige Dividendenpolitik und schafft Raum für kleinere Zukäufe – etwa in Nordamerika oder im Asien-Pazifik-Raum.

Trotz weltweit hoher Unternehmensinsolvenzen verbesserte Coface die Schadenquote. Grund sind strenge Zeichnungsrichtlinien und eine aktive Steuerung des Portfolios. Die Risikomanagement-Strategie zahlt sich aus, auch wenn die Zahl der Insolvenzen 2026 voraussichtlich hoch bleibt.

Ausblick: Halbjahreszahlen im Fokus

Die nächste Nagelprobe folgt im Juli. Dann legt Coface die Zahlen zum ersten Halbjahr vor. Anleger erwarten sich Aufschluss darüber, ob das Dienstleistungswachstum die Belastungen durch Handelszölle und geopolitische Spannungen ausgleichen kann.

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Bis 2027 will das Management den Anteil der Serviceeinnahmen am Gesamtumsatz deutlich steigern. Das würde das langfristige Ertragsprofil glätten. Die Weichen sind gestellt. Ob der Markt mitzieht, zeigen die nächsten Quartale.

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