Coenzym Q10: Das Energie-Molekül im Fokus der Forschung
01.02.2026 - 02:23:11Coenzym Q10 rückt als Schlüsselfaktor für Herz und Zellenergie in den Fokus. Neue Studien aus 2024 und 2025 unterstreichen das Potenzial des körpereigenen Stoffes. Besonders für das energiehungrige Herz könnte es ein wichtiger Schutzfaktor sein.
Die zentrale Rolle: Mehr als nur ein Antioxidans
Coenzym Q10 ist fundamental für die Energiegewinnung in jeder Zelle. Als Teil der mitochondrialen Atmungskette hilft es bei der Produktion von ATP, der universellen Energiewährung des Körpers. Gleichzeitig schützt es als fettlösliches Antioxidans die Zellen. Die höchsten Konzentrationen finden sich im Herzen, der Leber und den Muskeln.
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Das Problem: Die körpereigene Produktion nimmt mit dem Alter deutlich ab.
* Bei 40-Jährigen ist die Konzentration im Herzmuskel bereits etwa 30 % niedriger als bei 20-Jährigen.
* Bei 80-Jährigen sinkt der Wert um rund 60 %.
Herz unter Strom: Kann Q10 bei Insuffizienz helfen?
Die besondere Bedeutung für das Herz liegt auf der Hand – kein anderes Organ hat einen so konstant hohen Energiebedarf. Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen einem Q10-Mangel und dem Schweregrad einer Herzschwäche hin.
Eine wegweisende Studie, Q-SYMBIO, lieferte vielversprechende Ergebnisse: Patienten mit moderater bis schwerer Herzinsuffizienz, die täglich 300 mg Coenzym Q10 erhielten, erlitten deutlich weniger schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse. Bisher hat es das Coenzym jedoch nicht in die offiziellen Behandlungsleitlinien geschafft. Experten fordern dafür weitere große Studien.
Statine und Muskelschmerzen: Löst Q10 das Problem?
Ein intensiv diskutiertes Thema ist die Wechselwirkung mit cholesterinsenkenden Statinen. Diese Medikamente können die körpereigene Q10-Produktion hemmen. Dieser Mangel gilt als eine mögliche Ursache für Statin-assoziierte Muskelschmerzen (SAMS).
Kann eine Supplementierung helfen? Die Studienlage ist uneinheitlich. Einige Untersuchungen zeigen positive Effekte, andere nicht. Eine routinemäßige Einnahme für alle Statin-Patienten wird daher nicht empfohlen, kann aber im Einzelfall mit dem Arzt besprochen werden.
Ubichinon oder Ubichinol: Welche Form ist besser?
Im Handel sind zwei Formen erhältlich: das oxidierte Ubichinon und das reduzierte Ubichinol. Lange galt Ubichinol als die besser verwertbare Variante. Neuere Reviews deuten jedoch darauf hin, dass der Unterschied in der Bioverfügbarkeit gering sein könnte. Der Körper kann beide Formen ineinander umwandeln.
Ubichinon ist stabiler und wurde in den meisten großen klinischen Studien verwendet. Entscheidend für die Aufnahme beider Formen ist die Einnahme zu einer fetthaltigen Mahlzeit, da Coenzym Q10 fettlöslich ist.
Forschung sucht nach klaren Antworten
Die Wissenschaft arbeitet weiter daran, das volle Potenzial von Coenzym Q10 zu entschlüsseln. Besonders im Fokus stehen die genauen Wirkmechanismen und der therapeutische Nutzen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Große, definitive Studien werden benötigt, um klare Empfehlungen zu geben.
Gleichzeitig geht die Grundlagenforschung voran: Eine Studie der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2024 trug dazu bei, die körpereigene Biosynthese des Moleküls besser zu verstehen. Bis alle Fragen geklärt sind, bleibt Coenzym Q10 ein faszinierendes Molekül zwischen Zellbiologie und Medizin.
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