Cochrane-Analyse, Intervallfasten

Cochrane-Analyse: Intervallfasten nicht besser als andere Diäten

18.02.2026 - 02:19:12 | boerse-global.de

Eine große wissenschaftliche Analyse findet keine überlegene Wirksamkeit von Intervallfasten zur Gewichtsreduktion. Der Schlüssel bleibt ein Kaloriendefizit.

Eine neue Übersichtsarbeit des unabhängigen Cochrane-Netzwerks entzaubert den populären Ernährungstrend. Demnach ist Intervallfasten zur Gewichtsabnahme nicht wirksamer als herkömmliche Diäten. Die am 16. Februar veröffentlichte Analyse fasst 22 Studien mit fast 2.000 Teilnehmern zusammen.

Die Ergebnisse stellen den weit verbreiteten Hype um Methoden wie 16:8 oder 5:2 in Frage. Der entscheidende Faktor für den Gewichtsverlust bleibt das Kaloriendefizit – nicht der Zeitpunkt der Mahlzeiten.

Ernüchternde Bilanz einer Trend-Diät

Die Forscher um Dr. Luis I. Garegnani verglichen Intervallfasten mit anderen Diätformen bei Erwachsenen mit Übergewicht. Ihr ernüchterndes Fazit: Die Fasten-Methoden führen wahrscheinlich zu keiner oder nur einer minimal stärkeren Gewichtsreduktion.

Die Vertrauenswürdigkeit dieser Aussage stufen die Autoren selbst als „niedrig“ bis „moderat“ ein. Grund sind methodische Mängel in vielen der ausgewerteten Studien. Auch für die Lebensqualität fanden die Wissenschaftler keine signifikanten Verbesserungen.

  • Die Analyse umfasste verschiedene populäre Methoden wie 16:8, 5:2 und alternierendes Fasten.
  • Die meisten Studien liefen nur sechs bis zwölf Monate – Langzeitaussagen sind nicht möglich.
  • Fragen zur Durchhaltbarkeit oder möglichen Nebenwirkungen bleiben offen.

Wissenschaftliche Debatte neu entfacht

Die Veröffentlichung hat unter Experten eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Ein Kritikpunkt: Die Analyse fasst unterschiedliche Fasten-Formen zusammen, die nicht gleichwertig sind. Die strenge 5:2-Methode könnte andere Effekte haben als das gemäßigtere 16:8-Fasten.

Andere Wissenschaftler sehen ihre Skepsis bestätigt. Der Hype sei nie durch überzeugende Studien am Menschen gerechtfertigt gewesen. „Der entscheidende Faktor ist die Reduzierung der Kalorienaufnahme – nicht der Zeitpunkt des Essens“, so lautet eine zentrale Schlussfolgerung.

Was bedeutet das für alle, die abnehmen wollen?

Die Studie bedeutet nicht, dass Intervallfasten wirkungslos ist. Für manche Menschen kann es eine praktikable Methode sein, um Kalorien zu sparen. Doch es ist kein Wundermittel und anderen Diätformen nicht überlegen.

Die wichtigste Botschaft für Verbraucher lautet: Die beste Diät ist die, die sich langfristig in den Lebensstil integrieren lässt. Die Entscheidung sollte individuell und idealerweise nach ärztlicher Beratung getroffen werden.

Anzeige

Für alle, die beim Abnehmen nicht nur Kalorien zählen, sondern langfristig Muskelmasse erhalten und den Jo‑Jo‑Effekt vermeiden wollen, kann gezieltes Krafttraining helfen. Ein kostenloses E‑Book zeigt 6 einfache Kraftübungen, die Sie ohne Fitnessstudio zu Hause durchführen können – ideal, um Stoffwechsel und Haltung zu stärken. Gratis‑E‑Book „Krafttrainings‑Übungen“ jetzt sichern

Die Wissenschaft muss nun nachlegen. Zukünftige Studien müssen qualitativ hochwertiger sein, länger laufen und die Fasten-Methoden klar unterscheiden. Bis dahin bleibt Intervallfasten eine Option unter vielen – aber nicht die überlegene Strategie, für die sie oft gehalten wird.

Anzeige

Rätst du noch bei deiner Aktienauswahl oder investierst du schon nach einem profitablen System?

Ein Depot ohne klare Strategie ist im aktuellen Börsenumfeld ein unkalkulierbares Risiko. Überlass deine finanzielle Zukunft nicht länger dem Zufall oder einem vagen Bauchgefühl. Der Börsenbrief 'trading-notes' nimmt dir die komplexe Analysearbeit ab und liefert dir konkrete, überprüfte Top-Chancen. Mach Schluss mit dem Rätselraten und melde dich jetzt für 100% kostenloses Expertenwissen an.
Jetzt abonnieren .