Cobra-Streckung, Yoga-Übung

Cobra-Streckung: Yoga-Übung korrigiert den Büro-Rücken

31.01.2026 - 21:39:12

Die Yoga-Position Bhujangasana hilft, durch langes Sitzen verursachte Haltungsschäden zu korrigieren. Sie dehnt die Brustmuskulatur und stärkt den Rücken.

Stundenlanges Sitzen vor Bildschirmen verursacht bei vielen Menschen einen Rundrücken. Die Yoga-Übung Cobra-Streckung etabliert sich als effektives Gegenmittel – sie mobilisiert die Brustwirbelsäule und korrigiert die Haltung.

Der sogenannte Rundrücken, medizinisch Hyperkyphose, wird zum Massenphänomen. Diese Fehlhaltung mit nach vorne gezogenen Schultern ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Sie kann zu chronischen Verspannungen, eingeschränkter Atmung und Rückenschmerzen führen. Die Cobra-Streckung, im Yoga als „Bhujangasana“ bekannt, wirkt hier wie eine intensive Öffnung für den Brustkorb und stärkt gleichzeitig die Rückenmuskulatur.

Warum die Cobra gegen den Rundrücken wirkt

Ein Rundrücken entsteht durch ein muskuläres Ungleichgewicht: Die Brustmuskulatur verkürzt, die obere Rückenmuskulatur wird schwächer. Die Cobra-Streckung setzt genau hier an.

Als Rückbeuge dehnt sie die gesamte vordere Kette des Oberkörpers – von den Bauchmuskeln über die Brust bis zu den Schultern. Gleichzeitig kräftigt sie den Rückenstrecker. Diese Kombination aus Dehnung und Kräftigung hilft, die Wirbelsäule wieder in ihre natürliche Position zu bringen.

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So führen Sie die Cobra korrekt aus

Für eine sichere und effektive Ausführung ist die richtige Technik entscheidend:

  • Ausgangsposition: Flach auf den Bauch legen, Stirn am Boden. Hände unter den Schultern platzieren, Ellenbogen eng am Körper.
  • Anheben: Mit der Einatmung den Oberkörper kontrolliert anheben. Die Bewegung sollte aus der Kraft des unteren Rückens initiiert werden – die Arme unterstützen nur leicht.
  • Haltung halten: Schultern aktiv von den Ohren wegziehen, Nacken lang lassen. Für einige Atemzüge in der Position bleiben, dann mit der Ausatmung langsam absenken.

Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Um Verletzungen vorzubeugen und die Wirkung zu maximieren, gilt es, typische Fehler zu umgehen:

  • Hochgezogene Schultern: Führen zu Nackenverspannungen.
  • Überstreckter Nacken: Kopf nicht zu weit nach hinten werfen.
  • Falsche Kraftquelle: Der Impuls muss aus dem Rücken kommen, nicht aus den Armen.

Personen mit akuten Rückenverletzungen oder während der Schwangerschaft sollten die Übung nur nach Rücksprache mit einem Arzt ausführen.

Einfache Integration, große Wirkung

Regelmäßig praktiziert – idealerweise mehrmals pro Woche – wird die Cobra-Streckung zum wirksamen Werkzeug gegen Haltungsschwächen. Die Übung fördert nicht nur eine aufrechte Haltung, sondern kann auch die Atmung vertiefen, da der geöffnete Brustkorb den Lungen mehr Raum gibt.

Langfristig reduziert eine verbesserte Haltung die Belastung der Wirbelsäule und steigert das allgemeine Wohlbefinden. In einer zunehmend sitzenden Gesellschaft ist die Cobra damit ein fundamentaler Baustein für einen gesunden Rücken.

@ boerse-global.de