Citi beendet Russland-Geschäft mit Milliardenschaden
30.12.2025 - 04:30:12Die Finanzwelt schaltet einen Gang runter: Während die Börsen in den Feiertagsmodus wechseln, verkündet die US-Bank Citigroup den Abschluss ihres umstrittenen Russland-Exits – und bucht einen Verlust von rund einer Milliarde Euro. Für Anleger und Bankkunden gelten jetzt strenge Fristen.
Heute ist der letzte Handelstag 2025 an der Frankfurter Börse. Der elektronische Handel auf Xetra endet bereits um 14:00 Uhr MEZ. Danach bleiben die Märkte bis zum 2. Januar 2026 geschlossen. Ein starkes Jahr für den DAX geht damit zu Ende: Der Index notierte zuletzt bei rund 24.456 Punkten und hatte im Oktober ein Allzeithoch erreicht. Für Nutzer von Broker-Apps bedeutet der frühe Schluss: Aufträge nach 14 Uhr werden erst im neuen Jahr ausgeführt. Die Plattformen mahnen ihre Kunden, diese absolute Deadline zu beachten.
Citi verkauft Restgeschäft in Russland
Parallel zu den Jahresend-Routinen meldet sich die Geopolitik zurück. Die US-Großbank Citigroup hat den Verkauf ihrer letzten russischen Tochter AO Citibank an Renaissance Capital besiegelt. Die Transaktion soll in der ersten Hälfte 2026 abgeschlossen werden. Der Preis dafür ist hoch: Citi erwartet einen Verlust von umgerechnet rund einer Milliarde Euro. Seit 2022 hatte der Konzern sein Geschäft in dem Land schrittweise abgewickelt. Analysten sehen in dem endgültigen Ausstieg eine strategische Weichenstellung. Die Bank befreit sich von den operativen und regulatorischen Lasten des Marktes und kann sich auf ihre digitale Transformation in anderen Regionen konzentrieren.
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Digitale Dienste haben harte Grenzen
Die Feiertage zeigen die Grenzen der scheinbar “always-on” verfügbaren digitalen Bankwelt auf. Zwar laufen Apps rund um die Uhr, doch bei Transaktionen gelten feste Stichtage.
Überweisungsfristen: Für eine Buchung im Jahr 2025 mussten Standard-Überweisungen bei den meisten Instituten spätestens am 29. Dezember oder am frühen 30. Dezember aufgegeben werden. Danach eingeleitete Transfers werden in der Regel erst am 2. Januar 2026 ausgeführt. Eine Ausnahme bilden SEPA Instant Payments: Diese Echtzeit-Überweisungen zwischen teilnehmenden Banken sollen auch an Silvester und Neujahr durchgehen.
Wartungsarbeiten und Support: Viele Anbieter nutzen die ruhige Börsenzeit für Wartungsarbeiten an ihren Systemen. Kunden sollten die Status-Seiten ihrer Bank im Auge behalten. Der Kundenservice arbeitet oft mit reduziertem Personal. Während Chatbots durchgängig verfügbar sind, kann der Zugang zu menschlichen Beratern für komplexe Anliegen bis Januar eingeschränkt sein.
Zwischen digitalem Anspruch und traditionellem Rhythmus
Das Jahresende 2025 verdeutlicht den Zwiespalt der modernen Finanzwelt: Einerseits treibt die Digitalisierung den Handel voran – der DAX legte im vergangenen Jahr über 22 Prozent zu. Andererseits hängen Börsen und Abrechnungssysteme noch immer an traditionellen Öffnungszeiten und Feiertagskalendern.
Die durchgängige Verfügbarkeit von Instant-Zahlungen ist ein Erfolg der Digitalisierung. Der Kapitalmarkt hingegen bleibt an die Börsenzeiten gebunden. Der milliardenschwere Rückzug von Citi aus Russland erinnert zudem daran, dass in der global vernetzten, digitalen Finanzwelt geopolitische Grenzen und nationale Regulierungen nach wie vor massive Auswirkungen haben. Es etabliert sich eine “hybride” Verfügbarkeit: Automatisierte Services laufen weiter, während die Märkte pausieren.
Was 2026 zu erwarten ist
Die Börsen öffnen am Freitag, den 2. Januar 2026, wieder ihre Pforten. Die Volatilität dürfte zunächst gering ausfallen, bis alle Händler zurück am Schreibtisch sind. Die Frage wird sein, ob der DAX seine positive Dynamik oberhalb der 24.000-Punkte-Marke fortsetzen kann.
Im Bankensektor rücken ab dem ersten Quartal 2026 neue digitale Compliance-Standards in den Fokus. Citis vollzogener Russland-Exit könnte andere globale Finanzinstitute dazu bewegen, ihre eigenen Restrukturierungspläne zu beschleunigen. Für Verbraucher normalisieren sich die Bankdienstleistungen voraussichtlich ab Montag, dem 5. Januar 2026 – dem eigentlichen Start ins neue Geschäftsjahr.
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