Circus Aktie: Insider greifen zu
05.02.2026 - 10:09:30Die Aktie von Circus hat in den vergangenen zwölf Monaten über die Hälfte ihres Wertes verloren. Doch während die Kursentwicklung erschreckend aussieht, scheinen Personen mit Führungsaufgaben das Gegenteil zu signalisieren: Sie kaufen zu. Anfang Februar meldete die Nikolas Bullwinkel Beteiligungs UG, eine Gesellschaft nahe der Geschäftsführung, den Erwerb von Aktien – bereits die dritte derartige Transaktion binnen weniger Tage.
Die wichtigsten Fakten:
- Mehrere Insiderkäufe Ende Januar und Anfang Februar 2026
- Vertrag mit der Bundeswehr im Januar unterzeichnet
- Einstieg in den Verteidigungssektor mit KI-Roboter CA-1
- Kapitalerhöhung im Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossen
- Aktienkurs bei 8,94 Euro, nahe dem 52-Wochen-Tief
Vom Gastro-Roboter zur Bundeswehr
Der strategische Hintergrund dieser Insiderkäufe: Circus hat im Januar einen Auftrag von der Bundeswehr erhalten. Der KI-Roboter CA-1, bislang für die autonome Versorgung in der Gastronomie entwickelt, soll künftig auch im Verteidigungssektor zum Einsatz kommen. Für das Unternehmen bedeutet dies eine fundamentale Erweiterung des Geschäftsfelds.
Die Diversifikation dürfte kein Zufall sein. Der zivile Markt für Gastro-Robotik wächst zwar, bleibt aber umkämpft und preissensitiv. Der Verteidigungssektor hingegen verspricht stabilere Auftragsbücher und oft höhere Margen – vorausgesetzt, die technischen Anforderungen werden erfüllt.
Frisches Kapital als Basis
Die finanzielle Grundlage für diese Expansion legte Circus im Dezember 2025 mit einer Kapitalerhöhung. Dabei verzichteten bestehende Aktionäre auf ihr Bezugsrecht, während sich unter anderem Mitglieder der Geschäftsführung beteiligten. Diese frühe Beteiligung des Managements setzte sich nun mit den jüngsten Käufen fort.
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Solche Directors‘ Dealings werden vom Markt häufig als Vertrauenssignal gewertet – allerdings mit unterschiedlicher Berechtigung. Insiderkäufe zeigen zwar, dass das Management an die eigene Strategie glaubt, garantieren aber keinen Kurserfolg. Mit einem RSI von 35,2 bewegt sich die Aktie aktuell in überverkauftem Terrain, was aus technischer Sicht eine Stabilisierung nahelegt.
Kursentwicklung bleibt belastet
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit Jahresbeginn hat die Aktie über ein Viertel verloren, auf Jahressicht sind es mehr als 56 Prozent. Der Kurs notiert momentan nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 8,88 Euro. Der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten – sowohl 50-Tage (-21,6%) als auch 200-Tage (-38,8%) – verdeutlicht den anhaltenden Abwärtsdruck.
Die erhöhte Volatilität von knapp 46 Prozent zeigt zudem, dass Anleger mit weiteren Schwankungen rechnen müssen. Ob die Kombination aus neuen Aufträgen, strategischer Neuausrichtung und Insiderkäufen ausreicht, um eine nachhaltige Trendwende einzuleiten, wird sich an den kommenden Quartalszahlen und weiteren Vertragsabschlüssen zeigen müssen. Die nächsten Wochen dürften entscheidend sein, ob die Aktie tatsächlich einen Boden gefunden hat.
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