Chrome wird zum Arbeitsplatz: Google bringt Split-View und PDF-Tools
20.02.2026 - 20:43:12 | boerse-global.deGoogle stattet seinen Chrome-Browser mit drei neuen Produktivitäts-Features aus, um sich gegen Konkurrenten wie Microsoft Edge zu behaupten. Die Updates zielen darauf ab, Nutzer länger im Browser zu halten.
Der weltweit meistgenutzte Browser erhält ein natives Split-View für Multitasking, Werkzeuge zum Annotieren von PDFs und eine direkte „Speichern in Google Drive“-Funktion. Die am 19. Februar 2026 angekündigten Neuerungen sind ab sofort in der Desktop-Version verfügbar und sollen den Browser vom bloßen Web-Fenster zu einer vollwertigen Arbeitsplattform machen. Für Google ist das ein strategischer Schachzug in einem Markt, in dem sich der Wettbewerb immer stärker um produktive Nutzer dreht.
Split-View: Endlich zwei Tabs nebeneinander
Das mit Spannung erwartete Kernfeature ist die integrierte geteilte Ansicht. Nutzer können nun per Rechtsklick auf einen Tab einen zweiten daneben anordnen – alles in einem einzigen Fenster. Bisher mussten Anwender dafür separate Fenster manuell anpassen oder auf Funktionen des Betriebssystems zurückgreifen.
„Frühe Tester, darunter Lehrer und Entwickler, berichten von deutlichen Effizienzgewinnen“, so Google. Ein verschiebbarer Teiler ermöglicht es, den Platz zwischen den Tabs flexibel zu verteilen. Damit holt Chrome zu Konkurrenten wie Microsoft Edge auf, die eine solche Funktion bereits länger anbieten. Die Neuerung soll lästiges Hin- und Herwechseln zwischen Tabs beenden.
PDFs direkt im Browser bearbeiten und kommentieren
Eine weitere große Neuerung sind Annotationstools im hauseigenen PDF-Viewer. Nutzer können Text markieren und Notizen hinzufügen, ohne die Datei herunterladen oder ein separates Programm wie Adobe Acrobat öffnen zu müssen.
Das spart nicht nur Zeit, sondern macht den Arbeitsfluss deutlich geschmeidiger. Ob Studenten, die Skripte durchgehen, oder Berufstätige, die Berichte korrigieren – für Millionen Nutzer wird die tägliche PDF-Arbeit vereinfacht. Auch hier schließt Google eine Lücke zu Browsern wie Edge oder Firefox, die solche Funktionen bereits bieten.
Nahtlose Cloud-Integration mit einem Klick
Die dritte Säule des Updates ist die direkte Anbindung an Google Drive. PDFs aus dem Web lassen sich jetzt mit einem Klick in der Cloud speichern. Der umständliche Weg „Download, dann Upload“ entfällt. Die Dateien landen automatisch in einem Ordner namens „Von Chrome gespeichert“.
Das spart nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Organisation und sorgt für eine automatische Sicherung. Für Nutzer des Google Workspace-Ökosystems wird die Arbeit so noch homogener. Wichtige Dokumente sind von jedem Gerät aus sofort auffindbar.
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Strategische Antwort auf einen hart umkämpften Markt
Hinter den neuen Features steckt eine klare Strategie. Der Browser-Markt ist erwachsen geworden; es geht nicht mehr nur um Geschwindigkeit, sondern darum, wo die eigentliche Arbeit erledigt wird. Microsoft Edge prescht mit Produktivitäts-Tools vor, Newcomer wie Arc setzen auf innovative Tab-Verwaltung.
Indem Google jetzt Split-View und PDF-Annotationen nachrüstet, erfüllt es nicht nur langjährige Nutzerwünsche. Es kontert direkt die USPs der Konkurrenz. Analysten sehen in den Updates fundamentale Verbesserungen für den täglichen Workflow – weniger KI-Glamour, mehr praktischer Nutzen.
Ausblick: Chrome als integrierte Arbeitsumgebung
Die neuen Features sind nur der Anfang. Sie bauen auf jüngsten KI-Updates auf und deuten auf eine Zukunft hin, in der Chrome noch stärker als Arbeitszentrale fungiert. Experimente mit vertikalen Tabs oder einer „Projekte“-Funktion für komplexe Arbeitsabläufe sind im Gange.
Die Grenzen zwischen Web und App verwischen. Chrome wird weiterhin Features liefern, die Aufgaben vereinfachen und die Bindung an Google-Dienste wie Workspace vertiefen. Die Einführung von Split-View, PDF-Tools und direkter Drive-Anbindung ist ein deutlicher Schritt auf diesem Weg – mit spürbaren Verbesserungen für Millionen Nutzer ab sofort.
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