Chrome 143: Googles Browser wird zum proaktiven Produktivitäts-Tool
31.12.2025 - 23:30:12Google startet mit einem großen Update für Chrome auf Android ins neue Jahr. Die Version 143 vereinfacht das Lesen und Hören von Webinhalten und setzt auf eine durchdachte KI-Integration. Das Ziel: Aus dem passiven Browser wird ein aktiver Helfer.
Die größte Neuerung in Chrome 143 ist die komplette Überarbeitung des Lesemodus. Bisher erschien das Symbol für die vereinfachte Textansicht nur sporadisch in der Adressleiste – abhängig davon, ob der Algorithmus die Seite als lesenswert einstufte. Das führte zu einem inkonsistenten Nutzererlebnis.
Mit dem heutigen Update wandert der Zugang dauerhaft in das Dreipunkt-Menü. Nutzer finden dort nun stets einen festen Button „Lesemodus anzeigen“. Aus einer reaktiven Vorschlag wird so ein verlässliches Werkzeug, das auf Knopfdruck jeder Seite Werbung, Pop-ups und Layout-Wirrwarr entzieht. „Konsistenz ist die Grundlage von Produktivität“, kommentiert ein Branchenbericht die Änderung.
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Das neueDesign basiert auf Googles Material 3-Sprache. Anders als früher bleibt die Adressleiste sichtbar. Nutzer fühlen sich nicht mehr in einer abgeschotteten Leseumgebung „gefangen“, sondern behalten den Bezug zum Browser – ein kluger Schachzug für den Nutzerfluss.
Einheitliche Steuerung für Lesen und Hören
Eng mit dem Lesemodus verzahnt ist die Funktion „Diese Seite vorlesen“. Sie rückt im Menü direkt neben die Lesemodus-Steuerung. So entsteht ein zentraler Hub für die Inhaltsaufnahme.
Die Audio-Funktion, die Webseiten mittels Text-zu-Sprache-Technologie (TTS) vorliest, wurde bereits im letzten Quartal ausgebaut. Sie unterstützt nun die Wiedergabe im Hintergrund und bietet mehr Kontrolle über Geschwindigkeit (0,5x bis 4x) und Stimmen. Die enge Kopplung ermöglicht einen hybriden Workflow: Nutzer können blitzschnell zwischen der vereinfachten Textansicht und der KI-vertonten Audiofassung wechseln. Das ist ein Gewinn für Multitasker und Nutzer mit Barrierefreiheitsbedarf.
Die neue Bedienoberfläche, die von unten eingeblendet wird, bündelt alle Einstellungen. Schriftgröße, Design und Audio-Optionen lassen sich nun an einem Ort anpassen, ohne die Inhaltsansicht zu verlassen.
Proaktive KI im Hintergrund: Mehr Sicherheit, weniger Spam
Hinter den sichtbaren Änderungen steckt eine tiefere KI-Schicht. Seit Anfang Dezember rollt Google erweiterte Fähigkeiten für Gemini Nano aus – das effiziente KI-Modell, das direkt im Browser läuft.
- Echtzeit-Betrugserkennung: Eine on-device KI erkennt komplexe Scams wie gefälschte Tech-Support-Warnungen oder Fake-Gewinnspiele in Echtzeit. Der „Erweiterte Schutz“ warnt Nutzer, bevor sie mit schädlichen Elementen interagieren.
- Intelligente Notification-Filter: Nach Google-Angaben blockiert das System auf Android mittlerweile rund 3 Milliarden unerwünschte Benachrichtigungen pro Tag.
- Kontextuelle Hilfe: Features wie „Hilf mir beim Lesen“ (Zusammenfassung komplexer Artikel) oder „Audio-Überblick“ (Umwandlung in dialogbasierte Podcasts) sind durch das neues Menü leichter erreichbar.
Strategischer Schwenk: Vom Portal zur Produktivitäts-Suite
Die Updates markieren einen strategischen Kurswechsel. Chrome soll nicht länger ein passives Tor zum Web, sondern eine aktive Produktivitäts-Suite sein. Die Verlagerung des Lesemodus ins Hauptmenü ist ein Eingeständnis: Algorithmische Erkennung allein reichte Power-Usern nicht aus.
Die Beibehaltung der Adressleiste und das „Sheet“-Design, das von unten aufgleitet, machen Chrome zudem näher an typischen Android-Apps. Der Browser fühlt sich weniger wie ein statisches Fenster, sondern mehr wie eine native Anwendung an.
Ausblick: Rollout läuft, Desktop-Version folgt
Chrome 143 wird ab sofort über den Stable-Kanal für Android ausgespielt. Die breite Verfügbarkeit wird in den kommenden Tagen erwartet. Während sich das Update zunächst auf mobile Geräte konzentriert, rechnen Branchenbeobachter damit, dass ähnliche Vereinheitlichungen Anfang 2026 auch die Desktop-Version von Chrome erreichen.
Langfristig setzt Google weiter auf clientseitige KI. Nach der Ankündigung der CPU-Unterstützung für Gemini Nano am 1. Oktober werden künftige Updates noch leistungsfähigere Offline-KI-Fähigkeiten bringen. Perspektivisch könnten so sofortige Zusammenfassungen und Übersetzungen ohne Internetverbindung möglich werden.
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