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Chrome 139 beendet Support für Millionen alter Android-Geräte

06.01.2026 - 03:03:12

Seit August 2025 erhalten Android-Geräte mit Oreo und Pie keine Chrome-Updates mehr, was zu ungeschützten Sicherheitslücken führt. Experten raten von sensiblen Transaktionen ab.

Die erste Woche 2026 beginnt mit einer gefährlichen Sicherheitslücke für Millionen Android-Nutzer. Seit August 2025 erhalten Geräte mit den Betriebssystemen Android 8.0 (Oreo) und 9.0 (Pie) keine Updates mehr für den Chrome-Browser. Damit sind sie zunehmend ungeschützt vor Cyberangriffen – ein Risiko, das sich mit jedem Tag vergrößert.

Vom Update-Stopp zur Sicherheitsfalle

Der finale Schnitt erfolgte am 5. August 2025 mit der Veröffentlichung von Chrome 139. Diese Version setzte erstmals Android 10 als Mindestvoraussetzung voraus. Seither klafft eine immer größer werdende Lücke: Während die aktuelle Chrome-Version 143 bereits mehrere kritische Sicherheitsupdates enthält, bleiben ältere Geräte auf dem Stand von Mitte 2025 stehen.

Die Zahlen sind alarmierend: Noch im April 2025 liefen schätzungsweise 10 Prozent aller aktiven Android-Geräte weltweit mit den nun abgehängten Systemen. Besonders betroffen sind ältere Smartphones in Entwicklungsländern und Geräte mit Zweitfunktionen wie Media-Controller oder Kinder-Tablets.

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Akute Gefahren für betroffene Nutzer

Cybersicherheitsexperten warnen vor konkreten Risiken. “Die Gefahr ist nicht, dass der Browser sofort aufhört zu funktionieren”, erklärt ein Analyst. “Sondern dass er zu einer stillen Schwachstelle wird.”

Zu den größten Bedrohungen zählen:
* Ungepatchte Sicherheitslücken: Angreifer können Schwachstellen ausnutzen, für die es in neueren Versionen längst Patches gibt.
* Gefährdete Finanztransaktionen: Viele Banken blockieren den Zugang von veralteten Browsern – oder schlimmer: Sie tun es nicht, obwohl sie sollten.
* Kaputte Verschlüsselung: Ältere Browser können mit modernen HTTPS-Servern irgendwann nicht mehr kommunizieren.

Die technische Dokumentation von Chrome bestätigt: Zwar öffnet der Browser noch einfache Seiten, doch Updates für die JavaScript-Engine oder Grafikbibliotheken bleiben aus. Moderne Webstandards führen zu Darstellungsfehlern.

Fragmentierung als Android-Problem

Die Entscheidung unterstreicht ein strukturelles Problem des Android-Ökosystems. Anders als bei Apple, wo Updates zentral gesteuert werden, hängt bei Android alles von den Herstellern ab. Funktionstüchtige Hardware bleibt so auf alten Systemversionen stecken.

Auch alternative Browser bieten kaum Auswege. Mozilla Firefox und andere Chromium-basierte Lösungen ziehen bei den Systemanforderungen meist mit – sonst wird die Codebasis zu komplex. Die Optionen für Nutzer schwinden also.

Was bedeutet das für den Alltag?

Für Betroffene verschlechtert sich die Nutzungserfahrung spürbar:
1. Keine neuen Features: KI-gestützte Funktionen und Verbesserungen aus Chrome 140+ bleiben unzugänglich.
2. Leistungseinbußen: Webseiten optimieren für neue Browser-Engines – alte Versionen laden langsamer und verbrauchen mehr Akku.
3. App-Probleme: Auch der “System WebView”, eine Kernkomponente von Android, wird über Chrome aktualisiert. Dritt-Apps mit Webinhalten können instabil werden.

Unternehmen müssen handeln

Für Firmen bedeutet die Entwicklung Handlungsbedarf. Geräte mit Android 9 oder älter entsprechen nicht mehr gängigen Sicherheitsstandards. Sie gehören aus dem Verkehr gezogen oder dürfen nur in isolierten Netzwerken betrieben werden.

Die Empfehlung von Sicherheitsexperten ist eindeutig: Mit Android-8- oder 9-Geräten sollten Nutzer 2026 keine sensiblen Aktivitäten mehr durchführen. Kein Online-Banking, kein Einkaufen mit Kreditkarte. Die Hardware mag noch funktionieren – die Softwarebasis ist jedoch brüchig.

Das Ende des Supports markiert einen Wendepunkt. Während Google mit Chrome 144 und darüber hinaus voranschreitet, werden Oreo und Pie zu Mahnmalen. Sie erinnern daran, wie wichtig langfristiger Softwaresupport in der vernetzten Welt wirklich ist.

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