Chiropraktik reduziert Migräne-Medikamente bei US-Soldaten um 64 Prozent
12.02.2026 - 14:53:12Neue Daten aus dem US-Militärgesundheitssystem zeigen: Chiropraktische Behandlungen senken den Opioid-Bedarf drastisch und gewinnen als Migräne-Therapie an Bedeutung. Die Erkenntnisse fallen zeitgleich mit einem Gesetzesbeschluss, der den Ausbau dieser Behandlungen für Soldaten vorschreibt.
Militärdaten belegen drastische Opioid-Reduktion
Wer beim US-Militär chiropraktische Hilfe in Anspruch nimmt, bekommt mit 64 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit Opioide verschrieben. Das geht aus einer aktuellen Studie des Militärgesundheitssystems mit über 100.000 Teilnehmern hervor, über die Military.com diese Woche berichtete. Die Behandlung geht dabei längst über klassische Rückenschmerzen hinaus. Militär-Chiropraktiker therapieren zunehmend auch stressbedingte Kopfschmerzen und Migräne, die durch körperliche Belastung oder einsatzbedingte Verletzungen entstehen.
Besonders relevant ist das für Soldaten in speziellen Funktionen, etwa Piloten. Für sie können bestimmte Medikamente den Flugstatus gefährden. „Wir behandeln hier das gesamte Spektrum muskuloskelettaler Beschwerden“, erklärt Dr. Jon Lopez, Chiropraktiker an der US-Armee-Klinik im bayerischen Vilseck. Seine Arbeit ist Teil eines globalen Schmerzmanagements der Streitkräfte.
US-Gesetz erzwingt Ausbau der Kliniken
Die Datenunterfütterung kommt zur rechten Zeit. Der gerade verabschiedete US-Verteidigungshaushalt 2026 schreibt konkret vor, mindestens sechs zuvor geschlossene Chiropraktik-Kliniken wieder zu eröffnen. Betroffen sind Einrichtungen, die monatlich mehr als 400 Patienten versorgten. Der Gesetzgeber reagiert damit auf einen Versorgungsengpass.
Zudem soll geprüft werden, Militär-Chiropraktiker in das standardisierte Bezahlungssystem zu integrieren. Ziel ist es, das Personal zu stabilisieren und die Versorgung langfristig zu sichern. Eine klare politische Wertschätzung für die Methode.
Paradigmenwechsel: Ganzheitliche Therapie statt Pillen
Parallel bestätigen zivile Studien den Trend. Ein Review im Journal of Bone & Joint Surgery (2025) bewertet chiropraktische Manipulationen als sinnvolle konservative Therapie bei chronischen Schmerzen. „Patienten wollen heute Alternativen zu Medikamenten. Sie suchen nach ganzheitlicher Betreuung, die ihnen die Kontrolle über ihr Leben lässt“, sagt Sherry McAllister von der Foundation for Chiropractic Progress.
Besonders für Frauen sei dieser Ansatz relevant, da sie statistisch häufiger von chronischen, stark einschränkenden Schmerzen betroffen sind. Die Nachfrage nach nicht-medikamentösen Lösungen wächst.
Forschung und Hightech treiben Entwicklung voran
Die Branche setzt zunehmend auf Technologie. Die US-Praxis Divine Spine kündigte etwa den Einsatz von Laser-Therapie der Klasse 4 an, um die Nervenregeneration bei Migräne-Patienten zu unterstützen. Der Ansatz: Lebensstilfaktoren wie langes Sitzen verursachen Wirbelfehlstellungen, die Kopfschmerzen begünstigen.
Langes Sitzen und Verspannungen fördern Wirbelfehlstellungen – und damit Rücken- sowie Kopfschmerzen. Wer schnelle, ärztlich geprüfte Hilfe für Alltagsschmerzen sucht, kann 17 einfache 3‑Minuten‑Übungen ausprobieren, die Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage zusammengestellt hat. Jetzt kostenlosen 3‑Minuten‑Plan sichern
Gleichzeitig läuft die wissenschaftliche Evidenzsammlung auf Hochtouren. Eine aktuelle klinische Studie des Brigham and Women’s Hospital (2026) untersucht mit 60 Teilnehmern, ob chiropraktische Behandlung wirksamer ist als reine Kopfschmerz-Aufklärung. Können die Behandlungstage pro Monat signifikant gesenkt werden?
Was bedeuten die Erkenntnisse für Deutschland und Europa?
Die Entwicklung in den USA hat Signalwirkung. Wenn die US-Streitkräfte, bekannt für strenge medizinische Standards, die Chiropraktik so massiv ausbauen, könnte das internationale Richtlinien beeinflussen. Die Klinik in Vilseck ist ein direktes Beispiel vor unserer Haustür.
Sollten die laufenden Studien die positiven Militärdaten bestätigen, dürfte der Druck auf Krankenkassen und Gesundheitssysteme wachsen, die Kosten für solche Behandlungen zu übernehmen. Es geht um mehr als alternative Medizin: Es geht um eine wirksame Strategie gegen Schmerzmittelabhängigkeit und für eine patientenzentrierte Versorgung. Die Weichen sind gestellt.
@ boerse-global.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


