Chinesische, Supertanker

Chinesische Supertanker drehen vor Venezuela ab

16.01.2026 - 03:33:12

Verschärfte US-Sanktionen zwingen zwei chinesische Supertanker zum Abbruch ihrer Ölladung in Venezuela. Die Blockade trifft die Haupteinnahmequelle Caracas' und zwingt Peking zur Suche nach alternativen Energiequellen.

US-Sanktionen zeigen Wirkung: Zwei chinesische Supertanker haben ihren Auftrag, venezolanisches Rohöl abzuholen, abgebrochen und kehren leer nach Asien zurück. Die Blockade trifft die finanzielle Lebensader des südamerikanischen Landes und zwingt China zur Neuausrichtung seiner Energieversorgung.

Die beiden Tanker “Xingye” und “Thousand Sunny” warteten wochenlang vor der Küste Venezuelas – vergeblich. Schiffsdaten vom 13. Januar belegen nun ihre Kehrtwende. Die Schiffe, die zur sogenannten “Schattenflotte” gehören, nehmen Kurs auf ihre Heimathäfen, ohne die geplante Ladung an Bord zu haben. Dieser Schritt gilt als direkter Erfolg der verschärften Sanktionspolitik Washingtons. Sie zielt darauf ab, die Ölexporte nach China zu unterbinden und damit die Haupteinnahmequelle der venezolanischen Regierung auszutrocknen.

Für China, bisher größter Abnehmer des sanktionierten Öls, bedeutet dies eine spürbare Störung. Das Land muss nun kurzfristig alternative Bezugsquellen finden. Analysten werten die Abreise der Tanker als klares Signal: Das Risiko für Reedereien und Versicherer, die mit Venezuela handeln, ist untragbar hoch geworden.

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Sanktionsschraube angezogen: USA setzen chinesische Firmen auf Schwarze Liste

Die aktuelle Eskalation ist das Ergebnis einer konsequenten Verschärfung durch das US-Finanzministerium. Anfang Januar setzte die Behörde Office of Foreign Assets Control (OFAC) vier weitere Firmen mit Verbindungen zum venezolanischen Ölhandel auf ihre Sanktionsliste. Betroffen sind Unternehmen mit Sitz in Hongkong und auf dem chinesischen Festland.

Zusätzlich wurden vier Öltanker als blockiertes Eigentum identifiziert. Die Begründung: Sie stellten dem Regime in Caracas weiter finanzielle Ressourcen für “destabilisierende Operationen” zur Verfügung. Die direkte Benennung chinesisch-assoziierter Firmen gilt als seltener und unmissverständlicher Warnschuss an Peking.

Geostrategischer Machtkampf um die größten Ölreserven der Welt

Hinter der Blockade steht eine umfassendere geopolitische Neuausrichtung der USA. Washington will Venezuela, das Land mit den größten nachgewiesenen Ölreserven, aus der Einflusssphäre Chinas und Russlands lösen. Das langfristige Ziel scheint klar: Die Kontrolle über Produktion und Verkauf des venezolanischen Öls soll direkt in amerikanische Hände übergehen.

Für China ist das eine strategische Herausforderung. Das Land bezog zuletzt rund 4,2 Prozent seiner gesamten Ölimporte aus Venezuela. Dieser Ausfall muss kompensiert werden, was zu höheren Kosten und einer stärkeren Abhängigkeit von anderen umstrittenen Lieferanten wie dem Iran führen könnte.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dies ein Wendepunkt ist. Die USA haben angekündigt, ihre “Maximum-Pressure”-Kampagne fortzusetzen. Der Druck auf die internationale Schifffahrt wird weiter steigen. Die Lage vor der Küste Venezuelas bleibt ein kritisches Barometer im globalen Machtkampf um Energie – mit direkten Auswirkungen auf die Weltmärkte.

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