China, Tungsten

China Tungsten: 80 Prozent der Förderung kontrolliert

01.06.2026 - 21:46:57 | boerse-global.de

Chinesischer Wolframproduzent verzeichnet leichte Preissteigerung, während Aktie einbricht. Pekings Exportbeschränkungen und steigende Nachfrage prägen den Markt.

China Tungsten: 80 Prozent der Förderung kontrolliert - Bild: über boerse-global.de
China Tungsten: 80 Prozent der Förderung kontrolliert - Bild: über boerse-global.de

Der chinesische Wolframproduzent China Tungsten zeigt nach einem brutalen Preisverfall Anzeichen einer Erholung. Doch die Aktie des Konzerns gibt am Montag kräftig nach. Ein Widerspruch, der sich auflösen könnte.

Der Kurs fällt um 7,09 Prozent auf 63,18 CNY. Der RSI liegt bei 21,3 – tief im überverkauften Bereich. Kein Wunder nach einer Achterbahnfahrt: Mitte März erreichten die Preise ein historisches Hoch, dann folgte ein Absturz um über 40 Prozent innerhalb weniger Wochen.

Pekings Strategie wirkt

Der Preisverfall im Mai 2026 hat die Notierungen vieler Wolfram-Sorten auf das Niveau von Anfang 2025 zurückgeworfen. Jetzt dreht der Markt wieder leicht nach oben. Rohstoffkosten und eine vorsichtige Erholung der Industrie treiben die Preise.

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Dahinter steckt ein politisches Kalkül. China kontrolliert fast 80 Prozent der globalen Wolframförderung – rund 85.000 Tonnen pro Jahr. Peking hat die Exporte drastisch beschränkt. Seit Dezember 2025 dürfen nur noch 15 Unternehmen Wolfram ins Ausland verkaufen. Zudem senkte die Regierung die Förderquoten für 2025. Beide Länder – China und die USA – haben Wolfram auf ihre Liste kritischer Mineralien gesetzt. Das macht den Rohstoff zur strategischen Waffe.

Nachfrage explodiert

Gleichzeitig steigt der Bedarf rasant. Militäranwendungen, KI-Rechenzentren, Elektroauto-Batterien mit Niob-Wolfram und Roboter-Chirurgie-Instrumente treiben die Nachfrage. Für 2026 zeichnet sich eine Angebotslücke ab.

China Tungsten sitzt in einer guten Position. Der Konzern deckt die gesamte Kette ab: vom Bergbau über die Verhüttung bis zu Hartmetallprodukten für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Luftfahrt.

Die Frage ist, ob die jüngste Preiserholung trägt. Der Markt tastet sich voran. Viele Käufer decken nur den sofortigen Bedarf. Sollte die Nachfrage aus der Industrie anziehen, dürften die Verhandlungsspielräume der Abnehmer schrumpfen. Die nächsten Wochen zeigen, ob der Boden wirklich hält.

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