China dominiert mit 80 Prozent den globalen Humanoid-Roboter-Markt
17.01.2026 - 09:03:12China hat sich mit überwältigender Mehrheit zum Epizentrum der Humanoid-Roboter-Industrie entwickelt. Mehr als vier von fünf weltweit installierten Robotern stammten 2025 aus chinesischer Produktion, wie ein aktueller Branchenreport enthüllt. Diese Marktdominanz unterstreicht einen tiefgreifenden Wandel im globalen Technologiewettlauf.
AgiBot und Unitree führen das Feld an
Die Führungsposition ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer breit aufgestellten Innovationslandschaft. Das in Shanghai ansässige Unternehmen AgiBot ging als klarer Marktführer hervor und war für 30,4 Prozent aller Installationen verantwortlich. Dicht dahinter folgt Unitree Robotics aus Hangzhou mit einem Anteil von 26,4 Prozent. Beide Firmen vereinen damit mehr als die Hälfte des gesamten Weltmarkts auf sich. Die Plätze drei und vier belegen ebenfalls chinesische Hersteller, während sich Teslas Optimus-Roboter mit 4,7 Prozent auf Rang fünf platzierte.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 16.000 humanoide Roboter weltweit in Betrieb genommen. Sie kommen vor allem in der Logistik, der Automobilindustrie und der Fertigung zum Einsatz. Die Zahlen markieren den Übergang von Prototypen in den Laboren zu konkreten kommerziellen Anwendungen.
Passend zum Thema Robotik und KI: Die EU‑KI‑Verordnung bringt neue Pflichten für Hersteller und Betreiber von KI‑Systemen – das gilt besonders für „embodied AI“ in humanoiden Robotern. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt, welche Risikoklassen greifen, welche Dokumentation gefordert ist und welche Fristen Sie kennen müssen, damit Entwicklung, Produktion und Einsatz Ihrer Roboter rechtssicher bleiben. EU-KI-Verordnung: Umsetzungsleitfaden herunterladen
Explosives Wachstum bis 2027 erwartet
Die Branche steht erst am Anfang einer rasanten Expansion. Analysten von Counterpoint Research prognostizieren, dass die Zahl der Installationen bis 2027 auf über 100.000 Einheiten steigen wird – eine Versechsfachung innerhalb von nur zwei Jahren. Bis dahin sollen 72 Prozent aller Anwendungen in den Kernindustrien Logistik, Fertigung und Automobilbau liegen.
Dieser Boom befeuert auch die Zuliefererkette. Der Markt für Schlüsselkomponenten wie Aktuatoren, die für die Roboterbewegung essenziell sind, könnte laut Valuates Reports von rund 150 Millionen US-Dollar (2024) auf fast 10 Milliarden US-Dollar bis 2031 wachsen. Die jüngste Tech-Messe CES in Las Vegas demonstrierte diese Dynamik, wo chinesische Roboterhersteller im Mittelpunkt standen.
Gezielte Industriepolitik als Treiber
Hinter dem Erfolg steht eine klare staatliche Strategie. Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hat humanoide Roboter als Schlüsselindustrie der Zukunft identifiziert. Bereits Ende 2023 legte es einen detaillierten Plan vor, der Massenproduktion bis 2025 vorsah – ein Ziel, das nun erreicht scheint.
Doch die massive Förderung birgt auch Risiken. Die nationale Entwicklungs- und Reformkommission warnte bereits vor Überinvestitionen und redundanten Projekten in der boomenden Branche. Peking muss also einen Balanceakt meistern: zwischen schneller Innovation und nachhaltiger Entwicklung.
Von der Fabrikhalle in den Haushalt?
Die kommenden zwei Jahre gelten als entscheidend für den weiteren Weg der Industrie. Die Leistung und Zuverlässigkeit der ersten Serienroboter wird das Tempo der breiteren Einführung maßgeblich bestimmen. Die Entwicklung geht dabei über reine Industrieanwendungen hinaus.
Dank Fortschritten in der embodied AI gewinnen die Roboter neue Fähigkeiten für komplexe Aufgaben. Einige Firmen erkunden bereits den Haushaltsmarkt mit günstigeren Modellen für Interaktion und Service. Leasing-Modelle (Robot-as-a-Service, RaaS) könnten die Einstiegshürden für Unternehmen weiter senken. Während China seine Produktion hochfährt, wird die Welt gespannt beobachten, wie diese neue Roboter-Generation die globale Industrie – und vielleicht bald den Alltag – verändert.
Übrigens: Wenn Ihr Unternehmen humanoide Roboter entwickelt, produziert oder international liefert, kann die Dual‑Use‑Regulierung relevant werden und Exporte verzögern oder einschränken. Unser kostenloses E‑Book erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Produkte prüfen, Genehmigungspflichten erkennen und Exportrisiken minimieren — ideal für Hersteller, Zulieferer und Logistiker. Dual‑Use-Verordnung: Gratis E‑Book für Exporteure sichern


