Chevron Aktie: Strom statt Öl
02.04.2026 - 12:28:30 | boerse-global.deChevron verhandelt exklusiv mit Microsoft und dem Investmentfonds Engine No. 1 über ein Gemeinschaftsprojekt in West Texas: ein Erdgaskraftwerk für rund 7 Milliarden Dollar, das mit 2.500 Megawatt eine der größten Anlagen dieser Art in den USA werden soll. Das Ziel ist die direkte Stromversorgung eines großen Rechenzentrumscampus. Für Chevron wäre das ein echter Strategiewechsel.
Vom Gasfeld direkt in den Datencenter
Bislang haben die großen amerikanischen Ölkonzerne den Strommarkt gemieden. Die KI-Nachfrage ändert das. Chevron produziert im Permian Basin täglich mehr als eine Million Barrel Öl- und Gasäquivalent — eine Ressourcenbasis, die das Unternehmen für Hyperscaler wie Microsoft besonders attraktiv macht.
Das strategische Kalkül dahinter: Statt Erdgas zu volatilen Marktpreisen zu verkaufen, könnte Chevron Strom direkt an einen bonitätsstarken Abnehmer liefern. CEO Mike Wirth beschreibt das intern als „Wellhead-to-Wire"-Strategie — Wertschöpfung entlang der gesamten Energiekette, vom Bohrloch bis zur Steckdose. Auf der CERAWeek-Konferenz in Houston sprach Wirth davon, dass Öl- und Technologiekonzerne „wie nie zuvor" zusammenarbeiten.
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Die geplante Anlage soll GE-Vernova-Gasturbinen nutzen und zunächst nicht ins bestehende Übertragungsnetz einspeisen — ein Punkt, der Bedenken über steigende Strompreise für Verbraucher abschwächt. Chevron prüft ähnliche Projekte auch im Mittleren Westen und im Westen der USA.
Ölpreis belastet den Kurs
Trotz der strategischen Bedeutung der Verhandlungen steht die Aktie unter Druck. Auslöser sind fallende Ölpreise, die auf Spekulationen über ein mögliches Ende der US-Angriffe auf den Iran zurückgehen — was die Risikoprämie im Markt reduziert.
Analyst Ryan Todd von Piper Sandler hat sein Kursziel im März auf 242 Dollar angehoben und begründet das mit einer höheren Annahme für den mittelfristigen Rohölpreis von 75 Dollar je Barrel sowie einer erwarteten Angebotsverknappung von rund zwei Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2026.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Am 1. Mai legt Chevron seine Erstquartalszahlen vor. Anleger werden dann sehen, wie stark die zuletzt höheren Ölpreise das Upstream-Geschäft gestützt haben — und in welchem Ausmaß die Produktionsausfälle am australischen Wheatstone-Terminal diesen Effekt wieder aufgefressen haben.
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