Chevron, Aktie

Chevron Aktie: Rekordproduktion

04.02.2026 - 11:09:31

Chevrons Quartalsgewinn sank aufgrund niedrigerer Rohölpreise, doch die Förderung erreichte neue Höchststände. Der Konzern steigerte die Dividende und kündigte ehrgeizige Kostensenkungsziele an.

Chevron zeigt, wie viel ein Ölkonzern über Menge und Effizienz steuern kann – selbst wenn der Ölpreis Gegenwind bringt. Im vierten Quartal drückten niedrigere Preise die Gewinne, gleichzeitig meldete der Konzern Rekordförderung und legt bei der Dividende nach. Doch wie belastbar ist das Paket aus Wachstum, Kostenkurs und Ausschüttungen?

Gewinne unter Druck – trotz starker Basis

Unterm Strich verdiente Chevron im vierten Quartal 2025 rund 2,8 Mrd. US‑Dollar bzw. 1,39 US‑Dollar je Aktie. Damit lag das Ergebnis unter dem Vorjahreswert (3,2 Mrd. US‑Dollar). Auch bereinigt fiel der Gewinn zurück: 3,0 Mrd. US‑Dollar bzw. 1,52 US‑Dollar je Aktie, nach 3,6 Mrd. US‑Dollar bzw. 2,06 US‑Dollar je Aktie im Vorjahr.

Wichtig für die Einordnung: Das Quartal enthielt Sondereffekte. Pensionsbezogene Abwicklungskosten führten zu einem Nettoverlust von 128 Mio. US‑Dollar, dazu kamen negative Währungseffekte von 130 Mio. US‑Dollar. Der größere Hebel blieb aber das Umfeld: Brent lag 2025 im Schnitt bei 69 US‑Dollar je Barrel, nach 81 US‑Dollar 2024 – das schlägt sich bei Margen und Ergebnis nieder.

Für das Gesamtjahr 2025 meldete Chevron:
Operativer Cashflow: 33,9 Mrd. US‑Dollar
Jahresgewinn: 12,3 Mrd. US‑Dollar (6,63 US‑Dollar je Aktie)
Bereinigter Gewinn: 13,5 Mrd. US‑Dollar (7,29 US‑Dollar je Aktie)

Rekorde bei der Förderung – Hess als Turbo

Während der Preis bremste, lieferte die Produktion Rückenwind. Chevron erreichte 2025 Rekordwerte: weltweit +12%, in den USA +16% – am oberen Ende der eigenen Prognose. Zudem lag die Reserveersatzquote bei 158%, also deutlich über 100%. Heißt: Es wurden mehr Reserven neu hinzugefügt als gefördert.

Zu den Treibern zählten laut Unternehmen vor allem:
– Beiträge aus den Hess-Vermögenswerten (u. a. Guyana und Bakken)
– die Tengizchevroil (TCO)‑Erweiterung
– der Permian Basin
– Projekte im Gulf of America

Dividende rauf, Kosten runter – und der Blick auf 2026

Chevron erhöht die Quartalsdividende um 4% auf 1,78 US‑Dollar je Aktie. Damit verlängert der Konzern seine Serie auf 39 Jahre mit steigender Dividende. Zusätzlich verweist Chevron für 2025 auf eine rekordhohe Rückgabe an Aktionäre von 27 Mrd. US‑Dollar (Dividenden, Rückkäufe und Hess‑Aktienkäufe).

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Parallel treibt das Management die Effizienz: 1,5 Mrd. US‑Dollar strukturelle Kosteneinsparungen wurden 2025 erreicht. Bis Ende 2026 soll die jährliche Einsparrate auf 3 bis 4 Mrd. US‑Dollar steigen. Ziel ist, die Dividende langfristig auch bei niedrigeren Ölpreisen abzusichern – der „Dividend Break-even“ soll bis 2030 unter 50 US‑Dollar Brent liegen.

Für 2026 stellt Chevron bei einem Brent‑Preis von 60 US‑Dollar ein Produktionsplus von 7% bis 10% in Aussicht. Eingepreist sind ein volles Jahr Hess‑Beiträge sowie Offshore‑Wachstum im Gulf of America und im östlichen Mittelmeer. Zudem plant Chevron laut CNBC, die Förderung in Venezuela in den kommenden 18 bis 24 Monaten um 50% zu steigern. Beim Leviathan‑Gasprojekt wurde Mitte Januar die finale Investitionsentscheidung getroffen; zusätzliche Kapazitäten sollen im ersten Quartal 2026 ans Netz gehen.

An der Börse spiegelt sich der Optimismus bereits: Der Kurs markierte gestern bei 177,05 US‑Dollar ein neues 52‑Wochen‑Hoch.

Im Kalender steht als nächster Fixpunkt der Ausblick auf das laufende Jahr: Chevron selbst rechnet 2026 mit Wachstum bei 60‑Dollar‑Brent – entscheidend wird sein, ob die angekündigten Kostensenkungen und die zusätzlichen Produktionsbeiträge diese Rechnung auch bei anhaltend moderaten Ölpreisen tragen.

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