Chevron Aktie: Rekordhoch nach starken Zahlen
05.02.2026 - 18:36:30Der US-Ölgigant Chevron demonstriert Stärke in einem volatilen Marktumfeld. Trotz sinkender Rohölpreise präsentierte der Konzern Ergebnisse, die die Erwartungen der Wall Street übertrafen und die Aktie heute auf ein neues 52-Wochen-Hoch trieben. Während die Konkurrenz teilweise unter dem Preisdruck leidet, setzt Chevron auf massive Produktionssteigerungen und eine exklusive Wachstumsstory in Venezuela.
Produktionsrekord gleicht Preisdruck aus
Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 überzeugten die Analysten. Mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 1,52 USD übertraf Chevron die Konsensschätzungen von 1,45 USD deutlich. Zwar drückten die im Jahresvergleich gesunkenen Rohölpreise auf den Nettogewinn, doch der Konzern kompensierte dies erfolgreich durch schiere Menge.
Verantwortlich für den Erfolg war eine massive Ausweitung der Fördermengen. Die weltweite Produktion kletterte um 12 Prozent auf ein Rekordniveau von 4,05 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Im wichtigen US-Markt lag das Plus sogar bei 16 Prozent. Maßgeblichen Anteil an diesem Wachstum hatte die im Jahr 2025 abgeschlossene Übernahme der Hess Corporation. Auch das Verarbeitungsgeschäft (Downstream) trug zur positiven Bilanz bei: Dank höherer Margen drehte dieser Bereich von einem Vorjahresverlust in einen operativen Gewinn von 823 Millionen USD.
Venezuela-Fantasie und Dividenden-Aristokratie
Ein wesentlicher strategischer Vorteil ist Chevrons Sonderstatus in Venezuela. Als einziger US-Ölkonzern operiert das Unternehmen dort mit einer speziellen Lizenz des US-Finanzministeriums. Aktuell fördert Chevron in dem südamerikanischen Land bereits 250.000 Barrel pro Tag und sieht das Potenzial, diese Menge innerhalb von 18 bis 24 Monaten um 50 Prozent zu steigern, sofern weitere Genehmigungen erfolgen.
Für langfristig orientierte Anleger lieferte das Management ebenfalls Argumente. Die Quartalsdividende wurde um 4 Prozent auf 1,78 USD angehoben. Dies markiert das 39. Jahr in Folge, in dem Chevron die Ausschüttung erhöht hat.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Chevron?
Kurzfristige Bremsspuren möglich
Der Blick nach vorne zeigt ein gemischtes Bild. Während das Management für das Gesamtjahr 2026 ein robustes Produktionswachstum von 7 bis 10 Prozent in Aussicht stellt, dämpfte es die Erwartungen für das laufende erste Quartal.
Wartungsarbeiten am wichtigen Tengiz-Ölfeld in Kasachstan sowie wetterbedingte Ausfälle im US-Permian-Becken durch Winterstürme dürften die Fördermenge kurzfristig um bis zu 225.000 Barrel pro Tag reduzieren. Diese Faktoren könnten den Höhenflug vorerst bremsen, zumal der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von knapp 76 bereits auf eine technisch überkaufte Situation hindeutet.
Chevron beweist operative Disziplin und nutzt seine Größenvorteile effektiv aus. Die Kombination aus Rekordproduktion und Kosteneffizienz hält den Konzern auf Kurs, auch wenn die temporären Förderausfälle zu Jahresbeginn nun zeigen müssen, ob die aktuelle Bewertung bei 181,50 USD nachhaltig verteidigt werden kann.
Chevron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Chevron-Analyse vom 5. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Chevron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Chevron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Chevron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


