Chevron Aktie: Rekordausschüttung, zwei Termine
08.04.2026 - 17:43:51 | boerse-global.deChevron hat seinen Proxy-Bericht für 2026 an die Aktionäre verschickt — und der Blick zurück auf 2025 fällt beeindruckend aus. Rekordproduktion, Milliarden an Ausschüttungen und ein laufender Milliardendeal mit Microsoft: Das Unternehmen tritt mit breiter Aufstellung in ein geopolitisch unruhiges Jahr.
2025: Rekorde trotz niedrigerer Ölpreise
Im vergangenen Jahr produzierte Chevron 3,7 Millionen Barrel Öläquivalent täglich — ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn lag bei 12,3 Milliarden Dollar, obwohl die Rohstoffpreise unter Druck standen. An die Aktionäre flossen insgesamt 27,1 Milliarden Dollar: 12,8 Milliarden als Dividende, 12,1 Milliarden über Aktienrückkäufe und 2,2 Milliarden im Zuge des Hess-Erwerbs. Das entspricht mehr als dem Dreifachen der Ausschüttungen von vor zehn Jahren.
Für 2026 erwartet das Management bei einem Ölpreis von 70 Dollar zusätzliche freie Cashflows von 12,5 Milliarden Dollar. Kostensenkungen von 1,5 Milliarden Dollar wurden 2025 bereits realisiert, weitere 3 bis 4 Milliarden sollen in diesem Jahr folgen. Der Break-even-Preis liegt unter 50 Dollar pro Barrel — ein struktureller Vorteil, der bei schwankenden Ölpreisen an Bedeutung gewinnt.
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Zwei Termine prägen die nächsten Wochen
Am 1. Mai präsentieren CEO Mike Wirth und CFO Eimear Bonner die Ergebnisse des ersten Quartals 2026. Anleger werden dabei vor allem auf zwei Punkte schauen: wie stark die zuletzt gestiegenen Ölpreise im Upstream-Geschäft ankommen und ob die Ausfallzeiten am Wheatstone-Projekt diesen Effekt spürbar dämpfen. Am 27. Mai folgt die virtuelle Hauptversammlung, auf der unter anderem zwölf Direktoren gewählt und die Vergütung des Managements bestätigt werden sollen. Drei Aktionärsanträge — zu einem unabhängigen Aufsichtsratsvorsitz, zu Berichtspflichten gegenüber indigenen Völkern und zu einer externen Menschenrechtsprüfung — lehnt der Vorstand ab.
Gaskraftwerk für Microsoft im Permian Basin
Parallel zu diesen Routineterminen verfolgt Chevron ein Projekt, das über das klassische Ölgeschäft hinausgeht. Gemeinsam mit Microsoft und dem Aktivisten-Fonds Engine No. 1 plant das Unternehmen ein Gaskraftwerk nahe Pecos, Texas — im Herzen des Permian Basin. Die Anlage soll bis zu 2.500 Megawatt erzeugen und Microsoft für ein neues Rechenzentrum mit Strom versorgen. Projektkosten: rund 7 Milliarden Dollar. Bereits gesichert sind sieben Gasturbinen von GE Vernova, deren Lieferzeiten für Neukunden derzeit mehrere Jahre betragen. Betriebsbereit könnte das Kraftwerk 2027 sein, die volle Kapazität würde schrittweise über drei Jahre aufgebaut. Endgültige Vertragskonditionen stehen allerdings noch aus.
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