Chevron, Aktie

Chevron Aktie: Irak-Deal nimmt Gestalt an

25.02.2026 - 12:31:49 | boerse-global.de

Chevron führt exklusive Gespräche zur Übernahme von Anteilen am irakischen Ölfeld West Qurna-2. Der Deal ist Teil einer umfassenden Expansionsstrategie im Mittelmeerraum und Nordafrika.

Chevron steht vor einem bedeutenden Schritt im Nahen Osten. Der US-Ölkonzern führt exklusive Verhandlungen über einen Einstieg im irakischen Ölfeld West Qurna-2 – einem der größten Vorkommen weltweit mit einer aktuellen Förderleistung von über 460.000 Barrel täglich. Die Gespräche könnten die regionale Öl-Landschaft neu ordnen.

Russischer Rückzug öffnet Tür

Hintergrund der Verhandlungen ist der erzwungene Rückzug des russischen Produzenten Lukoil. Nach US- und UK-Sankionen im Oktober 2025 erklärte Lukoil höhere Gewalt und zog sich aus dem West Qurna-2-Vertrag zurück. Die staatliche Basra Oil Company übernahm vorübergehend den Betrieb – und verhandelt nun mit Chevron über eine Übertragung.

Die exklusive Verhandlungsphase ist auf ein Jahr angelegt. In dieser Zeit sollen vertrauliche Betriebsdaten ausgetauscht und finale Vertragsbedingungen ausgearbeitet werden. Neben West Qurna-2 umfassen die Gespräche weitere Projekte: das Nasiriyah-Feld mit vier Explorationsblöcken im Gouvernement Dhi Qar sowie das Balad-Feld im Gouvernement Salah Al-Din. Chevron verfolgt offenbar eine Strategie, sowohl reife Produktionsstätten als auch Explorationsflächen zu sichern.

Teil einer größeren Offensive

Der Irak-Deal fügt sich in eine aggressive Expansionsstrategie ein. Binnen eines Monats sicherte sich Chevron das Onshore-Gebiet Contract Area 106 in Libyen – eine Rückkehr nach langer Abwesenheit. Parallel wurden Pachtverträge für vier Offshore-Blöcke in Griechenland unterzeichnet, südlich von Kreta und auf dem Peloponnes. Die Botschaft ist klar: Chevron kompensiert reifende Fördergebiete durch neue Großprojekte im Mittelmeerraum und Nordafrika.

Solide Basis trotz Margendruck

Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch bei 187,90 Dollar. Die Dividendenrendite liegt bei rund 3,7 Prozent – gestützt durch eine jüngste Erhöhung um 4 Prozent auf 1,78 Dollar je Aktie. Damit steigert Chevron die Ausschüttung im 39. Jahr in Folge.

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Die Zahlen zum vierten Quartal fielen gemischt aus: Der bereinigte Gewinn erreichte 1,52 Dollar je Aktie, während der Umsatz um 10,2 Prozent auf 45,79 Milliarden Dollar sank – belastet durch niedrigere Rohölpreise. Gleichzeitig kletterte die Gesamtproduktion um 21 Prozent auf 4,05 Millionen Barrel täglich, getrieben durch zugekaufte Assets und das Wachstum im Permian Basin. Zudem läuft das Tengiz-Feld in Kasachstan nach Bränden im Januar wieder auf voller Kapazität.

Operativ hat das Management 2025 strukturelle Kostensenkungen von 1,5 Milliarden Dollar erreicht. Bis Ende 2026 sollen weitere Einsparungen zwischen 3 und 4 Milliarden Dollar folgen. Die Irak-Verhandlungen bieten nun die Chance, die Produktionsbasis substanziell zu erweitern – ohne den Aufwand einer Greenfield-Entwicklung. Ob der Deal zustande kommt, zeigt sich in den kommenden Monaten.

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