Chevron, Q1-Zahlen

Chevron: 1. Mai Q1-Zahlen mit 57,8% EPS-Rückgang

01.05.2026 - 10:38:37 | boerse-global.de

Chevron erwartet einen Gewinnrückgang von fast 60 Prozent, verursacht durch milliardenschwere Buchhaltungseffekte und eine juristische Rückstellung.

Chevron: 1. Mai Q1-Zahlen mit 57,8% EPS-Rückgang - Foto: über boerse-global.de
Chevron: 1. Mai Q1-Zahlen mit 57,8% EPS-Rückgang - Foto: über boerse-global.de

Steigende Ölpreise und eine robuste Produktion treffen auf einen drastischen Gewinneinbruch. Bei Chevron klaffen operative Realität und ausgewiesene Quartalszahlen aktuell weit auseinander. Der Grund für den erwarteten Rückgang liegt nicht im Tagesgeschäft, sondern in milliardenschweren Buchhaltungseffekten.

Wenn der US-Ölkonzern am heutigen Freitag seine Bücher öffnet, rechnen Analysten mit einem Gewinn von lediglich 0,92 US-Dollar je Aktie. Das entspräche einem Rückgang von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptverantwortlich dafür sind laut Unternehmensprognose zeitliche Verschiebungen bei der Bewertung von Derivaten und Lagerbeständen im Downstream-Geschäft. Diese nicht-zahlungswirksamen Posten belasten das Ergebnis voraussichtlich mit bis zu 3,7 Milliarden US-Dollar.

Eine juristische Rückstellung im Raffineriesegment drückt zusätzlich auf die Bilanz. Diese echte Barausgabe in dreistelliger Millionenhöhe belastet das Auftaktquartal direkt. Der Umsatz dürfte indes mit geschätzten 47,4 Milliarden US-Dollar nahezu stabil bleiben.

Rückenwind im Upstream-Geschäft

Abseits der buchhalterischen Sondereffekte zeigt sich das Kerngeschäft widerstandsfähig. Der rasante Anstieg der Brent-Rohölpreise von rund 62 auf über 100 US-Dollar im ersten Quartal spielt Chevron in die Karten. Das Management kalkuliert im Fördergeschäft mit einem Gewinnplus von bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorquartal.

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Auf der Produktionsseite peilt der Konzern für das Berichtsquartal durchschnittlich knapp 3,9 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag an. Ausfälle in Kasachstan und im Nahen Osten dämpfen das Volumen leicht. Parallel dazu hat Chevron die Produktion in der westaustralischen Wheatstone-LNG-Anlage nach einem Zyklonschaden im April wieder vollständig hochgefahren.

Analysten blicken auf Kostensenkungen

Ein struktureller Treiber bleibt das laufende Effizienzprogramm. Bis Ende 2026 will das Management die Kosten um bis zu vier Milliarden US-Dollar senken. Die Investmentbank UBS rät angesichts der knappen globalen Flüssiggasversorgung weiterhin zum Kauf der Aktie und sieht das Kursziel bei 212 US-Dollar.

Scotiabank-Analyst Paul Cheng stuft das Papier neutral ein, hob sein Ziel aber auf 187 US-Dollar an. Marktbeobachter von RBC Capital Markets verweisen derweil auf die geringe Anfälligkeit des Konzerns für geopolitische Spannungen. Da der Nahe Osten nur rund ein Prozent zur gesamten Flüssigproduktion beisteuert, profitiert Chevron überdurchschnittlich von den gestiegenen Rohstoffpreisen, ohne die vollen regionalen Risiken zu tragen.

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Im heutigen Analysten-Call wird sich der Fokus schnell auf den Ausblick für das zweite Quartal richten. Das Management muss klären, ob sich die bilanziellen Belastungen wie angekündigt zeitnah umkehren. Ein harter Risikofaktor bleibt das laufende Schiedsverfahren um die Ölfelder in Guyana: Fällt die Entscheidung gegen Chevron aus, steht der strategische Wert der geplanten Hess-Übernahme auf dem Spiel.

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