ChatGPT verliert Marktanteile an Googles Gemini
06.01.2026 - 18:33:12Der KI-Markt erlebt seine größte Verschiebung seit Beginn des KI-Booms. Neue Daten zeigen: ChatGPT verliert seine dominante Stellung, während Googles Gemini massiv zulegt.
ChatGPTs Anteil am Nutzerverkehr ist auf etwa 72 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag er noch bei 87 Prozent. Der klare Gewinner ist Googles Gemini, das seinen Marktanteil auf fast 20 Prozent verdreifacht hat. Das geht aus aktuellen Analysen des Digitalunternehmens Similarweb hervor.
“Die Ära eines einzigen dominierenden Anbieters geht zu Ende”, stellt ein Bericht von Pivotal Research fest. “Der Markt fragmentiert, weil Konkurrenten wie Google ihre gewaltigen Verteilervorteile nutzen.”
Die Nutzerverhalten divergieren stark. ChatGPT hat die loyalere Community: Die durchschnittliche Sitzungsdauer liegt bei 13 Minuten – mehr als doppelt so lang wie bei Gemini. Google punktet jedoch mit Masse und Bequemlichkeit. Der direkte Zugang zu Gemini in Gmail, Google Docs und auf Android-Geräten treibt die Massenadaption voran.
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Googles “unsichtbarer” Vorteil
Analysten führen Geminis Aufstieg auf zwei Faktoren zurück: die tiefe Integration in bestehende Ökosysteme und virale Features.
Google hat Gemini 2025 aggressiv in seine Produktivitätstools eingebaut. Für Millionen Nutzer ist KI damit keine separate Anwendung mehr, sondern eine Funktion in Programmen, die sie ohnehin nutzen.
“Bequemlichkeit wird zum Haupttreiber der nächsten KI-Adoptionswelle”, erklärt ein Marktanalyst von 24/7 Wall St. “Alphabet hat einen strukturellen Vorteil. Für viele Nutzer schlägt ‘gut genug’ und sofort verfügbare KI eine ‘überlegene’ KI mit separatem Login.”
Zudem traf Google mit seinen Bildgenerierungs-Modellen Gemini 2.5 Flash Image und Gemini 3 Pro Image den Nerv der Zeit. Die Tools, die hyperrealistische “3D-Figur”-Bilder erzeugen können, wurden Ende 2025 zum viralen Hit und lockten Millionen neuer Nutzer für kreative Aufgaben auf die Plattform.
OpenAIs “Code Red” und die Zukunft
Trotz der Verluste bleibt OpenAI der Schwergewichtschampion der Branche. Im mobilen Bereich kontrolliert die App fast 90 Prozent der Sitzungen. Das Unternehmen reagiert jedoch auf den Druck.
Berichten zufolge hat die Führungsebene intern einen “Code Red” ausgerufen, um die Produktentwicklung zu beschleunigen. Kürzlich veröffentlichte OpenAI aktualisierte Modelle wie GPT-5.1, die sich an Power-User und Entwickler richten.
“OpenAI konzentriert sich auf Tiefe”, analysiert AdwaitX. “Während Google den Breitenkrieg mit einfachen Anfragen gewinnt, setzt OpenAI auf komplexe Problemlösung, Coding und kreatives Schreiben.”
Die finanziellen Einsätze sind enorm. Bei einer privaten Bewertung von rund 500 Milliarden Dollar steht OpenAI unter Druck, seine Bewertung angesichts verlangsamten Wachstums zu rechtfertigen.
Nischenplayer und der Kampf der Agenten
Der Markt ist kein reines Duell. Weitere Player bauen sich bedeutende Nischen auf:
* Perplexity hält sich im Segment der “Antwortmaschinen” für Nutzer, die zitierte, faktenbasierte Antworten wollen.
* Grok, Elon Musks KI-Unternehmen, hat seine Nutzerbasis in sechs Monaten fast verdreifacht – begünstigt durch die Integration in X (ehemals Twitter).
* DeepSeek und Claude werden weiterhin von Entwicklern und Unternehmen für spezielle Coding- und Reasoning-Fähigkeiten genutzt.
Die Fronten für 2026 sind klar. Google wird seine Hardware- und Software-Dominanz nutzen, um Gemini auf Milliarden Geräte zu bringen. Als Antwort erwarten Branchenbeobachter von OpenAI radikalere Innovationen, möglicherweise im Bereich autonomer KI-Agenten.
“Die nächsten sechs Monate werden von ‘agentischen’ Workflows definiert”, prognostiziert ein Stratege von WebProNews. “Es geht nicht mehr darum, wer das beste Gedicht schreibt, sondern wessen KI Ihre Reise buchen, Ihren Kalender verwalten und Ihre Website codieren kann. Dort wird der nächste Marktanteil von 10 Prozent gewonnen oder verloren.”
ChatGPT bleibt vorerst König des Hügels. Doch die Krone sitzt, während Gemini schnell aufholt, längst nicht mehr so sicher wie einst.
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