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Charter Communications Aktie: 33 Prozent Minus seit Jahresanfang

Veröffentlicht: 06.07.2026 um 14:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Charter Communications verliert weiter an Wert. SpaceX-Verhandlungen und operative Störungen setzen den Kabelkonzern unter Druck.

Charter Communications: SpaceX-Pakt und Kursverfall belasten Aktie
Charter - Abstrakte Darstellung des Telekommunikationssektors, die einen erheblichen finanziellen Rückgang und Marktunsicherheit widerspiegelt. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Brutale Woche für Charter Communications. Die Aktie des US-Kabelkonzerns fällt am Montag um weitere 2,81 Prozent auf 119,54 Euro. Damit setzt sich ein Abwärtstrend fort, der den Kurs innerhalb von sieben Tagen um 6,51 Prozent nach unten gedrückt hat.

Seit Jahresanfang summiert sich das Minus auf 33,08 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 351,10 Euro beträgt mittlerweile 66 Prozent.

SpaceX-Pakt verunsichert Mobilfunker

Der Auslöser sitzt tiefer. Seit bekannt wurde, dass Charter mit Elon Musks SpaceX über eine Partnerschaft verhandelt, gerät der gesamte Telekomsektor unter Druck.

Die Idee: SpaceX soll Charters Festnetz-Infrastruktur nutzen, um Mobilfunkverkehr über Satelliten zu routen. Für Charter wäre das eine kostengünstige Erweiterung. Für etablierte Mobilfunkanbieter wie AT&T oder Verizon klingt es nach einer existenziellen Bedrohung. AT&T verlor vergangene Woche über neun Prozent.

Charter steht dabei zwischen den Fronten. Einerseits könnte der Deal neue Umsatzquellen erschließen. Andererseits fürchten Investoren die Reaktion der Wettbewerber – und einen möglichen Preiskampf, der auch Charters Kerngeschäft treffen würde.

Wetterchaos und politischer Vorstoß

Hinzu kommen operative Probleme. Schwere Unwetter und eine Hitzewelle legten Anfang Juli weite Teile der USA lahm. In Massachusetts waren Kunden von Charters Marke Spectrum tagelang offline. Hunderttausende Haushalte in Michigan, New Jersey und New York verloren zeitweise den Strom.

Solche Ausfälle sind teuer – und sie kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Charter versucht derzeit, die US-Regulierungsbehörde FCC zu einer Kostenbeteiligung der Versorger an Masten-Aufrüstungen zu bewegen. Das Ziel: günstigerer Breitbandausbau auf dem Land. Die jüngsten Störungen dürften die Argumentation nicht erleichtern.

Analysten uneins, Quartalszahlen im Fokus

Am 28. Juli legt Charter die Quartalszahlen vor. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 13,52 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 10,09 Dollar.

Die Bewertung fällt extrem auseinander. Goldman Sachs stuft die Aktie mit "Verkaufen" ein und senkt das Kursziel auf 125 Dollar. Bank of America und Citigroup sehen dagegen Kaufpotenzial mit Zielen von 200 bzw. 190 Dollar.

Der Kurs notiert aktuell knapp unter der 50-Tage-Linie bei 123,89 Euro – ein Signal, dass die technische Erholung aus dem Juni-Tief bei 109 Euro zunächst ausläuft. Ob die Quartalszahlen neue Impulse liefern, bleibt abzuwarten.

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