CGV ScreenX von CJ CGV - Kino-Erlebnis mit 270-Grad-Leinwand
Veröffentlicht: 06.07.2026 um 06:55 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)Verantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion Bestseller & Flaggschiff. Geprueft am 06.07.2026, 06:54 Uhr. Details im Impressum.
CGV ScreenX von CJ CGV zieht dich schon beim Betreten des Saals in eine andere Welt: Die Seitwände schimmern leicht, die Hauptleinwand ist breiter als gewohnt, und sobald der Film startet, flutet Bildinhalt links und rechts an dir vorbei. Du spürst, wie sich dein Blick ganz automatisch mit der Szenerie mitdreht.
Was hinter CGV ScreenX steckt
CGV ScreenX ist ein Kinoformat von CJ CGV, bei dem der Hauptbildschirm durch zwei zusätzliche Projektionsflächen an den Seiten des Saals ergänzt wird. Die Leinwände bilden zusammen ein bis zu 270-Grad-Panorama, das speziell auf dafür produzierte Filme abgestimmt ist. Entwickelt wurde die technische Plattform gemeinsam mit dem koreanischen Unternehmen CJ 4DPLEX, das sich auf immersive Kinotechnologien spezialisiert hat.
Nach Angaben von CJ 4DPLEX sind weltweit inzwischen über 380 ScreenX-Säle installiert, ein Großteil davon in Südkorea, dazu Standorte in China, den USA und Europa. In Korea ist ScreenX vor allem in Premiumsälen der Marke CGV Cine de Chef oder in großen Multiplexen zu finden, häufig kombiniert mit anderen Formaten wie 4DX. Hyeong?Seok Kim, Head of Global Business bei CJ 4DPLEX, betont in einem Interview, dass ScreenX vor allem jüngere Besucher anspricht, die bewusst immersive Erlebnisse suchen.
CJ CGV und das Premiumkino-Geschäft
Wer tiefer in CJ CGV und seine Premiumformate wie ScreenX eintauchen möchte, findet hier weitere Hintergründe zu Strategie und Kennzahlen.
Technik im Kinosaal
Die technische Basis von ScreenX besteht aus mehreren High?Brightness-Projektoren, die synchronisiert auf die Hauptleinwand und die seitlichen Wände projizieren. Eine spezielle Kalibrierung sorgt dafür, dass Übergänge zwischen den Flächen möglichst nahtlos wirken und keine sichtbaren Kanten entstehen. Die seitlichen Projektionen werden dabei nur in ausgewählten Szenen genutzt, etwa bei Panoramaaufnahmen oder Actionsequenzen.
Um das System zu betreiben, benötigen Betreiber ein angepasstes Serversystem, das mehrere Bildströme parallel ausspielen und steuern kann. Laut technischen Beschreibungen von CJ 4DPLEX wurden die Server so ausgelegt, dass bestehende DCI?Workflows der Kinos weitgehend erhalten bleiben, und ScreenX-Inhalte als zusätzliche Spur im digitalen Kinopaket vorliegen. Ein Techniker aus einem CGV?Multiplex in Seoul berichtet, dass die Wartung der Projektoren mehr Zeit kostet, aber durch zentrale Monitoring-Software erleichtert wird.
Content: Welche Filme laufen in ScreenX?
ScreenX funktioniert nur mit speziell angepassten Filmen. Filmstudios liefern dazu zusätzliches Bildmaterial, das die seitlichen Projektionen füllt. Große Studios wie Warner Bros. und Disney haben in den vergangenen Jahren mehrere Titel mit ScreenX-Version veröffentlicht, darunter Action- und Superheldenfilme, bei denen breite Szenen und Effekte besonders zur Geltung kommen.
Nach Angaben von CJ 4DPLEX werden ScreenX-Fassungen meist parallel zu IMAX- oder 4DX-Versionen produziert. Regisseure und Kamerateams entscheiden dabei, welche Szenen erweitert werden. Die seitlichen Bilder zeigen oft Ergänzungen oder Erweiterungen der Hauptszene, selten komplett neue Handlungselemente. Ein koreanischer Regisseur, der anonym zitiert wird, beschreibt ScreenX als „Chance, Raumgefühl zu erzählen“, er warnt aber davor, jede Szene künstlich zu verbreitern, weil das Publikum sonst überfordert wird.
Business-Modell für CJ CGV
Für CJ CGV ist ScreenX ein Premiumformat, das über einen Aufpreis beim Ticketpreis zusätzliche Erlöse generieren soll. In Seoul liegt der Aufschlag gegenüber einem Standardticket nach Branchenschätzungen bei umgerechnet etwa 2 bis 4 Euro, abhängig vom Saal und der Kombination mit anderen Formaten. Im Heimatmarkt Südkorea kann CJ CGV die Technologie direkt in eigenen Häusern einsetzen und zusätzlich Lizenz- und Beteiligungsmodelle mit internationalen Partnerkinos vereinbaren.
Laut Unternehmensangaben von CJ 4DPLEX werden ScreenX-Säle häufig im Rahmen von Kooperationen mit Kinoketten wie Cineworld oder B&B Theatres in den USA realisiert. Die Investitionen für Umbau und Projektoren tragen die Betreiber, während CJ 4DPLEX und CJ CGV am Content und gegebenenfalls am Ticketumsatz beteiligt sind. Für CFO Hee?Seok Koo von CJ CGV sind diese Formate Teil einer Strategie, den durchschnittlichen Umsatz pro Besucher zu erhöhen und sich gegenüber Streaming-Angeboten abzugrenzen.
Heimatmarkt Südkorea im Fokus
Im Heimatmarkt Südkorea ist CJ CGV eine der größten Kinoketten und betreibt über 150 Standorte mit mehreren hundert Sälen. In den Ballungsräumen Seoul, Busan und Incheon gehören ScreenX-Säle inzwischen zur Standardausstattung großer Multiplexe. Der Heimatmarkt dient CJ CGV als Testfeld für neue Formate: Vor dem internationalen Rollout werden technische Anpassungen und Besucherreaktionen ausgewertet.
Ein Besucherin in Seoul beschreibt in einem lokalen Medienbericht, wie sie sich bei ihrem ersten ScreenX-Film „fast mitten auf der Straße“ fühlte, als eine Verfolgungsjagd links und rechts weiterging. Gleichzeitig berichten einige Zuschauer, dass sie bei ruhigeren Dialogszenen den Einsatz der Seitenwände als unnötig empfinden und eher klassische Bildkompositionen bevorzugen. Diese gemischten Eindrücke zeigen, dass ScreenX starke Szenen braucht, um seine Wirkung zu entfalten.
Wahrnehmung: Mehr Immersion, aber nicht für alle
Aus Zuschauersicht sorgt ScreenX vor allem für ein intensiveres Raumgefühl. Wenn ein Raumschiff startet oder eine Stadtansicht eingeblendet wird, wirst du als Besucher förmlich in die Szene hineingezogen, weil du peripher weitere Bildinformationen wahrnimmst. Besonders auffällig ist das in Szenen mit schneller Bewegung, in denen die seitlichen Projektionen die Blickrichtung verstärken.
Gleichzeitig ist das Format nicht für jede Person ideal. Wer schnell ermüdet oder empfindlich auf intensive visuelle Reize reagiert, kann ScreenX als anstrengend empfinden. Einige Testberichte betonen, dass der Mehrwert stark von der Umsetzung des jeweiligen Films abhängt und ScreenX bei zurückhaltendem Einsatz eher wie eine gelegentliche Erweiterung wirkt. Für Investorinnen und Investoren ist relevant, dass das Format nicht nur technologiegetrieben ist, sondern stark von der Content-Pipeline abhängt.
Vergleich mit anderen Premiumformaten
Im Vergleich zu IMAX setzt ScreenX weniger auf eine extreme Bildhöhe und mehr auf Breite und Panorama. Die Auflösung der Hauptleinwand bleibt im üblichen DCI-Rahmen, während die seitlichen Projektionen oft leicht reduzierte Helligkeit oder Schärfe aufweisen, um den Übergang zu harmonisieren. Gegenüber 4DX, das mit bewegten Sitzen und Effekten arbeitet, ist ScreenX ein reines Bildformat ohne physische Zusatzeffekte.
Viele Kinos kombinieren ScreenX mit anderen Premiumoptionen, etwa besserer Bestuhlung, größerem Sitzabstand oder Gastronomieangeboten im Saal. Für Betreiber entsteht dadurch ein Bündel aus Komfort und Technik, das höhere Ticketpreise rechtfertigt. Fachmedien sehen ScreenX als Teil einer Gesamtstrategie, den Kinobesuch wieder stärker als Event zu positionieren. Für CJ CGV ist wichtig, dass diese Konzepte im Alltag funktionieren, also auch an einem regnerischen Dienstagabend Besucher in entsprechend ausgestattete Säle ziehen.
Investitionen und Amortisation
Zur Höhe einzelner Investitionen in ScreenX-Säle veröffentlicht CJ CGV keine detaillierten Zahlen. Branchenanalysten gehen jedoch davon aus, dass ein Umbau eines Standardkinosaals in ein ScreenX-Setup im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen kann, abhängig von Größe, Projektoren und baulichen Anpassungen. Die Amortisationszeit hängt dann stark von Auslastung und der Anzahl ScreenX-Filme pro Jahr ab.
Ein Kinomanager aus einem Partnerhaus in den USA berichtet gegenüber einem Fachmedium, dass ScreenX-Säle bei Blockbuster-Starts überdurchschnittlich ausgelastet, bei kleineren Titeln aber deutlich schwächer besucht sind. Für CJ CGV bedeutet das, dass die Content-Planung und Kooperation mit Studios zentrale Stellhebel für die wirtschaftliche Seite des Produkts sind. Ohne regelmäßige Großtitel kann ein ScreenX-Saal schnell in einen teuren Standardsaal zurückfallen.
Partnernetzwerk und globale Expansion
Das Produkt ScreenX ist eng mit dem internationalen Netzwerk von CJ 4DPLEX verbunden. Neben CJ CGV als Betreiber in Südkorea arbeiten Kinoketten in China, Japan, den USA und Europa mit der Technologie. Ein wichtiger Partner auf der Filmseite ist das Studio Warner Bros., das wiederholt große Titel auch im ScreenX-Format veröffentlichte.
Die Expansion läuft dabei schrittweise: Neue Regionen starten meist mit einzelnen Sälen in Großstädten, anschließend wird bei entsprechender Nachfrage auf weitere Standorte ausgeweitet. Für CJ CGV und CJ 4DPLEX ist es dabei entscheidend, technische Standards stabil zu halten und lokalen Betreibern klare Guidelines für Installation und Betrieb zu geben. Aus Investorensicht ist ScreenX damit nicht nur ein Produkt, sondern Teil eines Plattformsystems für Premiumkino.
Strategische Rolle für CJ CGV und die Aktie
In der Gesamtstrategie von CJ CGV steht ScreenX neben Formaten wie 4DX und IMAX als Baustein für ein differenziertes Kinonetz. Vorstandschef In?Keun Sohn betont in Stellungnahmen, dass Premiumsäle mit höherem Pro?Kopf-Umsatz wesentlich sind, um zyklische Schwankungen im Kinogeschäft abzufedern. ScreenX spielt hier eine Rolle, weil sich das Format klar bepreisen lässt und sowohl im Heimatmarkt als auch international skalierbar ist.
Die CJ CGV Co Ltd Aktie (ISIN KR7036930000) wird an der Korea Exchange in Seoul gehandelt; für Anlegerinnen und Anleger ist ScreenX eines der Produkte, über die das Unternehmen zusätzliche Erlöspotenziale im Premiumsegment erschließt, ohne das klassische Kinogeschäft vollständig zu ersetzen.
ScreenX von CJ CGV im Überblick
- Produkt: CGV ScreenX
- Hersteller: CJ CGV Co Ltd
- Kategorie: Bestseller & Flaggschiff
- Markteinführung: erste Installationen ab Mitte der 2010er Jahre
- UVP / Preis: Ticketaufschlag im Heimatmarkt meist umgerechnet 2 bis 4 Euro gegenüber Standardvorstellungen
- Verfügbarkeit: mehrere hundert Säle, Schwerpunkt Südkorea, dazu Standorte in China, USA und Europa
- Zielgruppe: Kinobesucherinnen und Kinobesucher, die immersive Technik und Blockbuster-Erlebnisse suchen
- Besonderheit / USP: 270?Grad-Leinwand durch zusätzliche seitliche Projektionen, abgestimmt auf speziell gemasterte Filmversionen
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