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Cell Broadcast: So stellen Sie sicher, dass Ihr Handy Notfallwarnungen empfängt

17.01.2026 - 02:51:12

Cell Broadcast alarmiert Millionen Deutsche direkt auf dem Handy. Doch funktioniert die Technik auf jedem Smartphone? Ein Check zeigt, worauf es ankommt.

Seit 2023 warnt der Staat per Mobilfunkzelle vor Gefahren. Die Technik erreicht automatisch alle kompatiblen Geräte in einem Gefahrengebiet – ohne App. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) setzt auf diesen Mix aus Sirenen, Apps und dem reichweitenstarken Cell Broadcast.

Die Warnung läuft über das Modulare Warnsystem (MoWaS). Autorisierte Stellen senden eine Meldung, die Mobilfunkbetreiber an alle Geräte in den betroffenen Funkzellen weiterleiten. Das System ist anonym: Es erfasst keine persönlichen Daten.

Die Nachricht erscheint als Push-Benachrichtigung mit lautem Warnton, selbst bei stummgeschaltetem Handy. Seit dem Start gab es bereits hunderte lokale Einsätze, etwa bei Bränden oder Bombenentschärfungen.

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Der schnelle Check: Ist Ihr Gerät bereit?

Nicht jedes Smartphone kann die Warnungen empfangen. Erforderlich sind meist:
* iPhone: iOS 16.1 oder neuer
* Android: Android 11 oder neuer

Die entscheidenden Einstellungen müssen aktiv sein:
* iPhone: Unter “Einstellungen” > “Mitteilungen” ganz nach unten scrollen. “Extreme Gefahr” und “Gefahreninformationen” sollten eingeschaltet sein.
* Android: Der Pfad variiert. Suchen Sie in den Einstellungen nach “Sicherheit und Notfälle” oder “Drahtlose Notfallwarnungen”. Auch hier die höchsten Warnstufen aktivieren.

Zusätzlich muss das Gerät eingeschaltet, mit einer SIM-Karte versehen und im Mobilfunknetz eingebucht sein. Reines WLAN genügt nicht.

Vom Test zur Entwarnung: Das System lernt dazu

Einmal im Jahr, am bundesweiten Warntag, testen die Behörden alle Kanäle. Der nächste Termin ist der 10. September 2026. Seit Ende 2025 kann das System nicht nur warnen, sondern auch Entwarnungen senden – eine Funktion, die über EU-Standards hinausgeht.

Die Technologie entwickelt sich ständig weiter. Für Nutzer bleibt es einfach: Ein kurzer Check in den Handy-Einstellungen stellt sicher, dass im Ernstfall die lebenswichtige Warnung ankommt.

@ boerse-global.de