Ceconomy, DE0007257503

Ceconomy AG-Aktie (DE0007257503): Quartalszahlen, Filialumbau und Online-Druck im Fokus

17.05.2026 - 15:22:37 | ad-hoc-news.de

Ceconomy hat vor kurzem seine Halbjahres- und Quartalszahlen vorgelegt und steht mitten im Umbau von MediaMarkt und Saturn. Wie entwickeln sich Umsatz, Ergebnis und der deutsche Kernmarkt im Umfeld hoher Konsumzurückhaltung und starker Online-Konkurrenz?

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Ceconomy steht als Elektronikhändler hinter den bekannten Handelsketten MediaMarkt und Saturn und befindet sich seit einigen Jahren in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Die jüngsten Zahlen aus dem laufenden Geschäftsjahr sowie der Fortschritt beim Umbau der Filialen und des Online-Geschäfts zeigen, wie stark das Unternehmen weiterhin vom schwankenden Konsumklima und der Konkurrenz durch Online-Plattformen geprägt wird. Gleichzeitig bleibt der deutsche Markt für Ceconomy von zentraler Bedeutung, da ein Großteil des Geschäftsvolumens hier erwirtschaftet wird.

Ceconomy hat am 14.05.2026 Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 veröffentlicht, die ein gemischtes Bild liefern, wie aus der Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, die über den Bereich Investor Relations abrufbar ist, laut Ceconomy IR Stand 17.05.2026. Demnach blieb der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum weitgehend stabil, während sich die Ergebnisentwicklung unter anderem durch Kosteneinsparungen und Effizienzmaßnahmen verbessert hat, wie das Management im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen erklärte.

Stand: 17.05.2026

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Auf einen Blick

  • Name: Ceconomy
  • Sektor/Branche: Einzelhandel, Unterhaltungselektronik, E-Commerce
  • Sitz/Land: Düsseldorf, Deutschland
  • Kernmärkte: Deutschland, weitere Länder in Europa mit Fokus auf stationären Handel und Online-Vertrieb
  • Wichtige Umsatztreiber: Verkauf von Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten, Telekommunikationsprodukten, Serviceleistungen und Online-Handel
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Xetra, Frankfurt (Ticker CEC)
  • Handelswährung: Euro

Ceconomy AG: Kerngeschäftsmodell

Ceconomy erwirtschaftet seine Umsätze im Wesentlichen über den Verkauf von Elektronikprodukten und Haushaltsgeräten an Privatkunden und kleinere gewerbliche Kunden. Herzstück des Geschäftsmodells sind die großflächigen Fachmärkte unter den Marken MediaMarkt und Saturn, die in zahlreichen europäischen Ländern vertreten sind und insbesondere im deutschen Markt eine hohe Bekanntheit besitzen. Ceconomy generiert Einnahmen sowohl aus dem stationären Handel als auch aus Online-Bestellungen und verfolgt dabei eine Omnichannel-Strategie, bei der Kunden kanalübergreifend einkaufen und Services nutzen können.

Im Rahmen der Omnichannel-Strategie setzt Ceconomy auf eine enge Verzahnung von Filialen und digitalen Angeboten. Kunden können etwa Produkte online bestellen und in der Filiale abholen oder sich vor Ort beraten lassen und sich anschließend für eine Online-Bestellung entscheiden. Diese Verknüpfung soll helfen, die Vorteile der physischen Präsenz, wie persönliche Beratung und schnelle Verfügbarkeit, mit der Bequemlichkeit des E-Commerce zu kombinieren. Nach Angaben des Unternehmens ist ein signifikanter Anteil der Online-Bestellungen mit den stationären Märkten verknüpft, etwa über Abholung oder Serviceleistungen, wie aus früheren Geschäftsberichten hervorgeht, die im Jahr 2024 veröffentlicht wurden, laut Ceconomy Publikationen Stand 17.05.2026.

Darüber hinaus spielen Dienstleistungen und Services eine wachsende Rolle im Geschäftsmodell von Ceconomy. Dazu zählen zum Beispiel Extended-Warranty-Produkte wie Garantieverlängerungen, Reparatur- und Installationsservices, Finanzierungsangebote sowie Mobilfunkverträge und Versicherungsprodukte. Diese Serviceleistungen weisen in der Regel höhere Margen als der reine Produktverkauf auf und sollen zur Stabilisierung der Profitabilität beitragen. Ceconomy betont im Rahmen der Kommunikation mit Investoren regelmäßig, dass das Servicegeschäft als strategischer Wachstumstreiber gesehen wird.

Ein weiterer Bestandteil des Geschäftsmodells ist die Steuerung des Sortiments und der Eigenmarken. Ceconomy bietet neben den bekannten Marken der Elektronikbranche auch Produkte unter Eigenmarken an, die in den Regalen der MediaMarkt- und Saturn-Filialen sowie online zu finden sind. Eigenmarken können höhere Margen ermöglichen und zugleich eine Differenzierung gegenüber Wettbewerbern im klassischen Elektronikhandel und im reinen Online-Handel schaffen. Laut den Geschäftsunterlagen für das Geschäftsjahr 2023/24, die im Dezember 2024 veröffentlicht wurden, wurde der Anteil von margenstarken Produktkategorien und Services im Gesamtumsatz schrittweise ausgebaut, wie sich aus den Erläuterungen des Managements ergibt, laut Ceconomy Publikationen Stand 17.05.2026.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Ceconomy AG

Zu den wichtigsten Umsatztreibern von Ceconomy zählen klassischerweise die Produktkategorien Unterhaltungselektronik, IT, Telekommunikation und Haushaltsgroßgeräte. In den vergangenen Jahren hat sich das Nachfrageverhalten jedoch spürbar verändert: Während in der Pandemiezeit insbesondere Notebooks, Monitore, Headsets und weitere Homeoffice-Ausstattung sehr stark gefragt waren, hat sich die Nachfrage nach solchen Produkten inzwischen normalisiert. Das Management von Ceconomy verwies in seinen Berichten für das Geschäftsjahr 2024/25 darauf, dass nach dem pandemiebedingten Sondereffekt eine gewisse Marktsättigung eingesetzt habe, was sich im Umsatzmix niederschlägt, laut Ceconomy IR Stand 17.05.2026.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26, dessen Zahlen am 14.05.2026 veröffentlicht wurden, waren vor allem Großgeräte für den Haushalt, wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Geschirrspüler, sowie bestimmte Segmente der Unterhaltungselektronik robuste Umsatzbringer, wie aus den begleitenden Präsentationsunterlagen hervorgeht, die der Konzern im Rahmen der Bilanzkommunikation zur Verfügung stellte, laut Ceconomy IR Stand 17.05.2026. Der hohe Energieverbrauch älterer Geräte und der Austausch gegen effizientere Modelle wirken dabei als struktureller Treiber. Zugleich zeigte sich die Nachfrage nach höherwertigen Fernsehern und Gaming-Produkten trotz eines insgesamt verhaltenen Konsumklimas solide.

Ein weiterer Umsatztreiber ist der Online-Umsatz, der nach Unternehmensangaben seit Jahren eine steigende Bedeutung im Konzernmix einnimmt. Ceconomy berichtet, dass der Anteil der Online-Kanäle am Gesamtumsatz gegenüber der Zeit vor der Pandemie deutlich gestiegen ist, auch wenn das Niveau der pandemiebedingten Spitzen nicht dauerhaft gehalten werden konnte. Wesentliche Hebel sind hier eine verbesserte Nutzererfahrung auf den Webseiten und Apps der Marken, eine optimierte Logistik für Lieferungen und Abholungen sowie ein stärker personalisiertes Online-Marketing.

Zusätzlich setzt Ceconomy verstärkt auf Services rund um die Produkte. Dazu gehören etwa professionelle Installationen im Bereich Smart Home, Beratungsangebote im Markt und online, Versicherungen und Schutzbriefe, sowie eine Ausweitung von Abonnementsmodellen für bestimmte Dienstleistungen. Das Unternehmen sieht in diesen Angeboten die Möglichkeit, über den Erstkauf hinaus wiederkehrende Umsätze zu generieren und sich im Wettbewerb mit reinen Online-Händlern abzuheben. In den Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025/26, die am 14.05.2026 veröffentlicht wurden, hebt Ceconomy hervor, dass der Serviceanteil am Bruttogewinn im Jahresvergleich gestiegen sei, was sich positiv auf die Profitabilität ausgewirkt habe, laut Ceconomy IR Stand 17.05.2026.

Neben den klassischen Produktkategorien und Services spielen auch neue Technologien und Trends eine Rolle für die Umsatzentwicklung. Dahinter stehen unter anderem Themen wie vernetzte Haushaltsgeräte, Streaming und Gaming, aber auch neue Smartphone-Generationen und Wearables. Ceconomy richtet seine Sortimente darauf aus, diese Trends frühzeitig abzubilden, um Kunden ein aktuelles Produktangebot machen zu können. Die Umsatzentwicklung hängt dabei stark von den Innovationszyklen der Hersteller und der Kaufbereitschaft der Verbraucher ab, was zu Schwankungen in bestimmten Quartalen führen kann.

Wesentlich für die Entwicklung der Ceconomy-Umsätze ist zudem das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und Unsicherheit wirken erfahrungsgemäß dämpfend auf die Nachfrage nach höherpreisiger Elektronik. Laut Kommentaren des Managements im Zusammenhang mit den Zahlen zum erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 ist die Konsumstimmung in wichtigen europäischen Märkten weiterhin verhalten, was sich insbesondere im Non-Food-Einzelhandel bemerkbar macht, wie aus den einschlägigen Präsentationen hervorgeht, laut Ceconomy Finanzberichte Stand 17.05.2026. Ceconomy versucht dieser Entwicklung durch Kosteneffizienz, Sortimentssteuerung und Serviceangebote entgegenzuwirken.

Die Rentabilität von Ceconomy wird auch durch Saisoneffekte geprägt. Besonders wichtig ist weiterhin das Weihnachtsquartal, in dem traditionell ein hoher Anteil des Jahresumsatzes und -ergebnisses erzielt wird. Darüber hinaus beeinflussen Sonderereignisse wie große Sportereignisse den Absatz bestimmter Produktkategorien, etwa Fernseher und Soundanlagen. Im Vorfeld größerer Sportturniere verstärken Händler typischerweise ihre Marketingaktivitäten im Bereich TV und Heimkino. Ceconomy verweist in seinen Ausführungen zu den Geschäftsjahren 2023/24 und 2024/25 darauf, dass solche Events regelmäßig zusätzliche Nachfrageimpulse liefern, auch wenn deren Stärke von der allgemeinen Konsumstimmung abhängt.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Branche für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte im europäischen Einzelhandel befindet sich in einem anhaltenden Strukturwandel. Der Trend hin zum Online-Handel hat die Wettbewerbslandschaft deutlich verändert, da auch internationale E-Commerce-Plattformen um Marktanteile kämpfen. Ceconomy steht damit nicht nur in Konkurrenz zu klassischen Elektronikhändlern, sondern auch zu reinen Online-Anbietern sowie zu großen Generalisten, die ebenfalls Elektronikprodukte im Sortiment haben. Diese Anbieter können durch ihre Reichweite und Logistikinfrastruktur teilweise aggressive Preisstrategien fahren, was den Margendruck erhöht.

Um sich im Wettbewerb zu behaupten, verfolgt Ceconomy einen Ansatz, der auf Omnichannel-Services, Beratung und Servicedienstleistungen setzt. Nach Darstellung des Unternehmens soll insbesondere die Kombination aus großer Filialabdeckung in Deutschland und anderen europäischen Märkten, einem breiten Produktportfolio und ergänzenden Services wie Reparaturen, Installationen und Finanzierungslösungen ein differenziertes Angebot schaffen. Die Märkte von MediaMarkt und Saturn dienen dabei zugleich als Showroom und Servicepunkt, was einen Vorteil gegenüber Händlern bietet, die nur online präsent sind.

Die Branche steht aber auch vor technologischen Herausforderungen. Viele Produkte werden zunehmend vergleichbar, wodurch sich der Preiswettbewerb verschärft. Zudem informiert sich ein großer Teil der Kunden vor dem Kauf in Testberichten und Online-Bewertungen, sodass Preis- und Produktransparenz stark zugenommen haben. Ceconomy versucht, dieser Entwicklung mit Beratungsangeboten, Servicepaketen und Kundenbindungsprogrammen zu begegnen. Loyalitätsprogramme, Kundenkarten und exklusive Servicepakete für Stammkunden sollen helfen, die Wiederkaufsrate zu erhöhen.

Ein weiterer Aspekt der Wettbewerbsposition von Ceconomy ist die Rolle von Kooperationen mit Herstellern. Die Platzierung von Produkten, Marketingkampagnen am Point of Sale sowie gemeinsame Online-Aktionen sind für Elektronikhändler wichtige Instrumente, um sich im Markt zu positionieren. Ceconomy nutzt seine Marktgröße in wichtigen Ländern wie Deutschland, um Bündel- und Werbeaktionen mit großen Markenanbietern umzusetzen. Dies kann zwar zusätzliche Absatzimpulse auslösen, allerdings stehen solchen Aktionen häufig auch Rabatte und höhere Marketingaufwendungen gegenüber.

Zudem spielt die Digitalisierung von Prozessen in Logistik, Lagerhaltung und Sortimentssteuerung eine bedeutende Rolle für die Effizienz der Branche. Ceconomy investiert nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren in digitale Systeme, um die Warenverfügbarkeit zu verbessern und Bestände effizienter zu steuern. Ziel ist es, Engpässe zu vermeiden und gleichzeitig Lagerkosten zu reduzieren. Dies erfordert jedoch hohe Anfangsinvestitionen und kontinuierliche Weiterentwicklung der IT-Systeme, die sich erst über einen längeren Zeitraum in der Kostenstruktur bemerkbar machen.

Warum Ceconomy AG für deutsche Anleger relevant ist

Für deutsche Anleger ist Ceconomy besonders interessant, weil das Unternehmen stark im heimischen Markt verankert ist und seine Aktie an der deutschen Börse gehandelt wird. MediaMarkt und Saturn sind in Deutschland flächendeckend präsent und zählen zu den bekanntesten Einzelhandelsmarken im Bereich Elektronik. Damit ist die Geschäftsentwicklung von Ceconomy eng mit der Konsumstimmung in Deutschland verknüpft. Veränderungen bei Kaufkraft, Arbeitsmarktsituation und Inflation wirken sich direkt auf die Nachfrage nach Elektronik und Haushaltsgeräten aus.

Ceconomy hat in den vergangenen Jahren verschiedene Restrukturierungs- und Effizienzprogramme angestoßen, die auch für Investoren in Deutschland von Bedeutung sind. Dazu gehören Filialumbauten, Standortoptimierungen, Digitalisierung der Prozesse und ein verstärkter Fokus auf margenträchtige Serviceangebote. Diese Maßnahmen sollen mittelfristig zu einer stabileren Ergebnislage beitragen. Anleger, die den deutschen Einzelhandelssektor verfolgen, haben Ceconomy damit als einen der größeren Player im Segment Non-Food-Elektronik im Blick.

Darüber hinaus ist die Ceconomy-Aktie ein möglicher Gradmesser für die Entwicklung im Elektronik-Einzelhandel. Trends wie die Verlagerung hin zum Online-Handel, der Umgang mit Wettbewerbern aus dem E-Commerce, die Reaktion auf verändertes Konsumverhalten und die Integration von Services lassen sich am Beispiel Ceconomy nachvollziehen. Für Investoren, die sich mit strukturellen Veränderungen im stationären Handel und Omnichannel-Konzepten auseinandersetzen, kann die operative Entwicklung des Unternehmens daher zusätzliche Einblicke liefern.

Für deutsche Anleger spielt auch die berichtete Entwicklung von Umsatz, Ergebnis und Cashflow eine Rolle bei der Einschätzung der finanziellen Stabilität von Ceconomy. Informationen über die Verschuldung, Investitionsprogramme, Mietverpflichtungen für Filialen und mögliche Dividendenpolitik werden regelmäßig in den Quartals- und Jahresberichten offengelegt. Dies ermöglicht es Investoren, sich anhand der veröffentlichten Zahlen und Prognosen ein Bild von den Chancen und Risiken des Unternehmens zu machen, ohne auf externe Einschätzungen angewiesen zu sein.

Welcher Anlegertyp könnte Ceconomy AG in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Die Ceconomy-Aktie könnte für Anleger interessant sein, die den europäischen Einzelhandel für Unterhaltungselektronik langfristig beobachten und bereit sind, zyklische Schwankungen in Kauf zu nehmen. Der Geschäftsverlauf des Unternehmens ist eng an die Konsumlaune gekoppelt und damit von Faktoren wie Konjunkturentwicklung, Inflation und Arbeitsmarktsituation abhängig. Investoren, die sich mit Geschäftsmodellen im stationären Handel und im Omnichannel-Bereich auseinandersetzen, könnten Ceconomy als Fallstudie für den Wandel im Einzelhandel betrachten.

Vorsicht ist grundsätzlich für Anleger geboten, die eine sehr geringe Schwankungsbereitschaft haben und stark zyklische Geschäftsmodelle meiden möchten. Der Elektronikhandel ist durch hohe Konkurrenz, Preistransparenz und die Notwendigkeit laufender Investitionen in Digitalisierung und Filialumgestaltung geprägt. Das Ergebnis von Ceconomy kann deshalb von Quartal zu Quartal deutlich schwanken, etwa je nach Verlauf des Weihnachtsgeschäfts oder Sonderaktionen im Markt. Auch externe Faktoren wie Lieferkettenprobleme bei Herstellern oder rasche technologische Veränderungen können Auswirkungen auf Umsatz und Margen haben.

Anleger, die sich primär auf defensive Geschäftsmodelle konzentrieren, bei denen Umsatz und Gewinn kaum von der Konjunktur abhängen, sollten diese branchenspezifischen Eigenschaften berücksichtigen. Eine genauere Analyse der veröffentlichten Finanzberichte, der Bilanzstruktur und der Investitionszusagen des Managements kann helfen, ein Bewusstsein für die Risikofaktoren zu entwickeln. Dazu zählen beispielsweise Mietverpflichtungen, Personal- und Energiekosten sowie etwaige Verpflichtungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen und Standortanpassungen.

Risiken und offene Fragen

Zu den wesentlichen Risiken für Ceconomy zählt die anhaltend starke Konkurrenz im Handel mit Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten. Preiswettbewerb kann die Margen unter Druck setzen, insbesondere wenn große Online-Plattformen und internationale Händler aggressive Rabatte gewähren. Ceconomy ist darauf angewiesen, ein Differenzierungsmerkmal über Service, Beratung und Omnichannel-Kompetenz zu schaffen, um nicht allein über den Preis konkurrieren zu müssen. Ob und in welchem Tempo dies gelingt, bleibt eine wichtige offene Frage für die weitere Entwicklung.

Ein weiterer Risikofaktor ist das Verhalten der Verbraucher. Sollten Inflation, Energiepreise oder wirtschaftliche Unsicherheit länger erhöht bleiben, könnte sich dies negativ auf die Nachfrage nach höherwertiger Elektronik auswirken. Trotz möglicher Ersatzzyklen bei Großgeräten oder technischen Innovationen, die Nachfrageimpulse auslösen, bleibt das Geschäft von Ceconomy sensibel gegenüber der gesamtwirtschaftlichen Lage. Darüber hinaus kann eine veränderte Präferenz hin zu Online-Einkäufen ohne Beratung den Druck auf stationäre Märkte erhöhen.

Die Umsetzung der Transformationsprogramme stellt zusätzlich ein Risiko dar. Filialumbauten, Prozessdigitalisierung und die Einführung neuer Serviceangebote erfordern Investitionen und eine sorgfältige Planung. Verzögerungen, höhere Kosten oder eine geringere als erwartete Kundenakzeptanz könnten die erhofften Effizienzgewinne schmälern. Zudem hängt der langfristige Erfolg davon ab, ob es Ceconomy gelingt, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, die die Beratungs- und Servicequalität sicherstellen. Diese Faktoren sind schwer zu prognostizieren und sollten in die Risikobetrachtung einbezogen werden.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die weitere Entwicklung der Ceconomy-Aktie spielen neben der allgemeinen Marktlage besonders die Veröffentlichungstermine der Finanzberichte eine Rolle. Das Unternehmen informiert im Rahmen der Quartals- und Jahresberichte regelmäßig über Umsatz, Ergebnis, Cashflow und Fortschritte bei den strategischen Initiativen. Diese Termine sind erfahrungsgemäß Momente erhöhter Aufmerksamkeit am Kapitalmarkt, da sie neue Informationen zur Geschäftslage liefern. Investoren achten dabei insbesondere auf Aussagen zur Entwicklung im deutschen Markt und in anderen Kernregionen, auf Hinweise zur Nachfrage nach wichtigen Produktkategorien sowie auf Veränderungen in der Ergebnis- und Kostenstruktur.

Darüber hinaus können Kapitalmarkttage, auf denen das Management die Strategie näher erläutert und zusätzliche Einblicke in Projekte zur Digitalisierung, Filialmodernisierung oder Serviceangebote gibt, als Katalysatoren wirken. Bei solchen Veranstaltungen stellt Ceconomy häufig auch mittelfristige Ziele und Prioritäten vor. Änderungen in der Dividendenpolitik, Ankündigungen zu größeren Investitionsprogrammen oder Entscheidungen zu Portfolioanpassungen wie der Verkauf oder die Neuausrichtung von Geschäftsbereichen können ebenfalls zu Kursreaktionen führen. Investoren, die Ceconomy beobachten, berücksichtigen deshalb die Unternehmenskommunikation und geplante Termine im Finanzkalender, der auf der Investor-Relations-Seite veröffentlich wird.

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Fazit

Ceconomy befindet sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld, das von intensivem Wettbewerb, hoher Preistransparenz und strukturellem Wandel hin zum Online-Handel geprägt ist. Die aktuellen Quartals- und Halbjahreszahlen zeigen, dass das Unternehmen auf der einen Seite vom gedämpften Konsumklima betroffen ist, auf der anderen Seite aber Fortschritte bei der Profitabilität und beim Ausbau margenstarker Services erzielt. Der Umbau des Geschäftsmodells hin zu einer konsequenten Omnichannel-Ausrichtung und einem stärkeren Fokus auf Dienstleistungen bleibt ein zentrales Thema, das sich erst im Zeitverlauf vollständig in den Kennzahlen widerspiegeln dürfte.

Für deutsche Anleger ist Ceconomy aufgrund der starken Präsenz von MediaMarkt und Saturn und der Börsennotiz im Heimatmarkt ein wichtiger Beobachtungstitel im Bereich Elektronik-Einzelhandel. Die weitere Entwicklung der Aktie hängt maßgeblich davon ab, wie erfolgreich das Management den Spagat zwischen Kosteneffizienz, Investitionen in Digitalisierung und Filialmodernisierung sowie der Anpassung an das veränderte Kaufverhalten der Kunden gestaltet. Aussagen zur Strategie, zur Kapitalallokation und zu geplanten Maßnahmen in den kommenden Jahren werden daher aufmerksam verfolgt werden.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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