Carnival: PROPEL-Ziel 50% EPS-Wachstum bis 2029
24.04.2026 - 22:00:39 | boerse-global.deStarke Buchungen, ein neues Langfristprogramm, Rekordgewinne im ersten Quartal — und trotzdem liegt die Carnival-Aktie seit Jahresbeginn rund 14 Prozent im Minus. Der Grund ist strukturell und lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Öl.
Rekordstart ins Jahr 2026
Carnival meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 6,2 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 0,20 US-Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte mit 1,3 Milliarden US-Dollar einen neuen Bestwert für ein Auftaktquartal.
Die Buchungslage untermauert das Bild. Rund 85 Prozent der Kapazität für 2026 sind bereits zu historisch hohen Preisen belegt. Elf Quartale in Folge hat Carnival die Analystenerwartungen übertroffen — stets um mindestens 9 Prozent.
PROPEL: Mehr als 50 Prozent EPS-Wachstum bis 2029
Das Management nutzte den Quartalsbericht, um ein neues Langfristprogramm vorzustellen. PROPEL — kurz für „Powering Growth & Returns Responsibly" — zielt auf eine Eigenkapitalrendite von über 16 Prozent und ein EPS-Wachstum von mehr als 50 Prozent bis 2029.
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Finanziert werden soll das Wachstum durch Ertragssteigerungen, Kostendisziplin und die Monetarisierung eigener Destinationsanlagen. Mehr als 40 Prozent des operativen Cashflows — rund 14 Milliarden US-Dollar über den Zeitraum — sollen an Aktionäre fließen. Das Board genehmigte außerdem ein initiales Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden US-Dollar.
Die Bank of America bleibt bei „Buy" mit einem Kursziel von 45 US-Dollar. Das PROPEL-Ziel entspreche einer jährlichen EPS-Wachstumsrate von rund 10 Prozent, so die Analysten. Sie warnen allerdings: Kurzfristig werden Treibstoffkosten für Ergebnisvolatilität sorgen.
Das ungesicherte Ölrisiko
Carnival sichert seine Treibstoffkosten nicht ab. Das Unternehmen kauft vollständig zum Spotmarkt-Preis. Das Management räumte ein, dass Ölpreisschwankungen die Ergebnisse bereits um mehr als 500 Millionen US-Dollar gegenüber früheren Annahmen belastet haben. Die Guidance für 2026 sieht eine Ergebnisbelastung von rund 0,38 US-Dollar je Aktie durch höhere Treibstoffkosten vor.
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Der Kurs reagiert empfindlich darauf. In den vergangenen sieben Handelstagen verlor die Aktie über 9 Prozent und notiert aktuell bei 22,55 Euro — rund 21 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Februar. Der RSI liegt bei 33,7 und deutet auf überverkauftes Terrain hin.
Das Bewertungsniveau bleibt auffällig niedrig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 12 — der Branchendurchschnitt ist fast doppelt so hoch. Ob das PROPEL-Programm diese Lücke schließt, hängt maßgeblich davon ab, wohin sich der Ölpreis in den kommenden Quartalen bewegt.
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