Cardinal Health: EPS-Prognose auf 10,70–10,80 Dollar erhöht
30.04.2026 - 19:37:41 | boerse-global.deHöhere Gewinnziele, aber enttäuschte Erwartungen beim Umsatz — bei Cardinal Health passt die Stimmung derzeit nicht zu den neuen Prognosen. Obwohl das Management die Ziele für das Gesamtjahr anhob, reagierten Anleger mit deutlichen Verkäufen. Die Aktie verlor am Donnerstag rund 7,5 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 160,60 Euro.
Das Pharmasegment erwies sich im dritten Quartal erneut als stabiler Anker. Mit einem Umsatzplus von elf Prozent auf 56,1 Milliarden US-Dollar profitierte die Sparte vor allem von der hohen Nachfrage nach Spezialmedikamenten. Der Segmentgewinn kletterte parallel dazu um 18 Prozent.
Im Bereich Medizinprodukte sieht die Lage weniger komfortabel aus. Hier drückten Zollkosten in Höhe von 200 Millionen US-Dollar massiv auf die Margen. Der Spartengewinn brach infolgedessen um 36 Prozent auf 25 Millionen US-Dollar ein.
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Konzernweit kletterte der Umsatz zwar um elf Prozent auf 60,9 Milliarden US-Dollar. Damit verfehlte Cardinal Health jedoch die Marktschätzungen, die Erlöse von bis zu 62,2 Milliarden US-Dollar vorgesehen hatten. Dieser Rückstand belastete die Stimmung am Markt stärker als die positiven Nachrichten von der Gewinnseite.
Unter dem Strich stand ein GAAP-Gewinn von 399 Millionen US-Dollar oder 1,69 US-Dollar je Aktie — ein Rückgang um ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich war eine Abschreibung in Höhe von 184 Millionen US-Dollar auf die Geschäftsbereiche Navista und ION. Bereinigt um solche Sondereffekte übertraf das Ergebnis mit 3,17 US-Dollar je Aktie die Analystenerwartungen deutlich.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich der Vorstand nun optimistischer. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 10,70 und 10,80 US-Dollar liegen. Damit liegt die neue Messlatte über der bisherigen Prognose von maximal 10,35 US-Dollar.
Neben dem operativen Geschäft forciert Cardinal Health die Kapitalrückgabe. Geplant sind Aktienrückkäufe im Volumen von einer Milliarde US-Dollar für die laufende Periode. Investoren werden in den kommenden Monaten genau beobachten, ob das Wachstum bei Spezialtherapien die Belastungen durch Zölle und den Umsatzrückstand dauerhaft kompensieren kann.
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