Cardano: 85 Prozent DeFi-Kapital verschwunden
07.06.2026 - 20:00:02 | boerse-global.de
Cardano erlebt eine Woche zum Vergessen. Der Kurs bricht massiv ein. Parallel dazu zieht sich Gründer Charles Hoskinson aus der Öffentlichkeit zurück. Wichtige Infrastrukturprojekte stellen den Betrieb ein.
Gründer-Rückzug und Projekt-Pleiten
Die Abwärtsspirale beschleunigte sich nach einer überraschenden Ankündigung. Charles Hoskinson nimmt eine Auszeit von Social Media. Er distanziert sich vom täglichen Projektgeschäft. Das Netzwerk geht in eine dezentrale Governance-Ära über. Zuvor warnte der Gründer bereits vor einer nahenden Welle von Pleiten im Ökosystem.
Diese Sorge bewahrheitet sich nun. TapTools stellt den Betrieb ein. Das bekannte Daten-Dashboard leidet unter unhaltbaren Infrastrukturkosten. Auch Führungspersonal verlässt das Projekt. Zuvor schloss bereits der größte NFT-Marktplatz JPG Store seine Pforten.
Strenge Kassenprüfer
Derweil hakt es bei der internen Verwaltung. Der für 2026 geplante Cardano Summit in Singapur fällt aus. Eine Abstimmung über die Finanzierung verfehlte die nötige Zweidrittelmehrheit knapp. Die Community lehnte das Budget von rund acht Millionen ADA ab.
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Das zeigt einen klaren Trend. ADA-Halter achten streng auf die Ausgaben. Ein weiteres Forschungsprojekt fiel mit enormer Mehrheit durch. Hohe Ausgaben für Marketing und Forschung haben im aktuellen Marktumfeld keine Chance.
Massiver Kapitalabfluss
An der Börse spiegelt sich diese Krise schonungslos wider. Der Kurs fiel am Freitag auf ein Mehrjahrestief von 0,16 US-Dollar. Aktuell notiert ADA bei 0,18 US-Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 50 Prozent.
Ein Blick auf die Liquidität zeigt das Ausmaß. Das gebundene Kapital in Cardanos DeFi-Protokollen kollabiert auf rund 130 Millionen US-Dollar. Die Folge: ein massiver Einbruch. Gegenüber dem Höchststand Ende 2024 verschwanden 85 Prozent des Kapitals.
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Technisches Upgrade als Hoffnungsschimmer
Technisch blickt das Netzwerk nun auf das anstehende Van-Rossem-Upgrade. Die Entwickler planen die Umsetzung zwischen Ende Juni und Mitte Juli 2026. Das Update soll die Voltaire-Governance abschließen und die Leistung verbessern.
Am Markt testen Verkäufer derweil langfristige Unterstützungen. Der RSI-Indikator signalisiert mit 15 Punkten eine extreme Überverkaufssituation. Fällt der Kurs dennoch weiter, rückt eine historische Marke in den Fokus. Analysten sehen den sogenannten Thermo-Preis bei rund 0,11 US-Dollar als nächsten harten Boden.
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