Canada Goose: Kundendaten nach Hackerangriff veröffentlicht
18.02.2026 - 06:51:11 | boerse-global.deDer Luxusbekleidungshersteller Canada Goose kämpft mit den Folgen eines schweren Datenschutzvorfalls. Eine Hackergruppe veröffentlichte Hunderttausende Kundendatensätze im Netz – die Daten stammen vermutlich von einem externen Dienstleister.
Historische Daten, aktuelle Gefahr
Die als ShinyHunters bekannte Erpressergruppe hat auf einem bekannten Daten-Leak-Forum ein umfangreiches Dataset veröffentlicht. Es enthält nach ersten Erkenntnissen zwischen 600.000 und 920.000 Kundeneinträge mit über 582.000 eindeutigen E-Mail-Adressen. Die Datenmenge umfasst rund 1,67 Gigabyte.
Canada Goose bestätigte die Veröffentlichung eines „historischen Datensatzes zu vergangenen Kundentransaktionen“. Das Unternehmen betonte jedoch, bislang keine Hinweise auf einen direkten Angriff auf die eigenen Systeme gefunden zu haben. Die Quelle des Lecks wird bei einem Drittanbieter vermutet – wahrscheinlich einem Zahlungsdienstleister, der im August 2025 kompromittiert wurde.
Was genau wurde gestohlen?
Die gestohlenen Informationen sind umfangreich und sensibel. Sie umfassen:
* Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern der Kunden
* Rechnungs- und Lieferadressen
* IP-Adressen und detaillierte Bestellhistorie
* Teilinformationen von Zahlungskarten (Kartentyp, letzte vier und teils erste sechs Ziffern)
Vollständige Kreditkartendaten scheinen nicht betroffen zu sein. Doch für gezielte Cyberangriffe reichen die veröffentlichten Informationen mehr als aus. Die meisten Datensätze stammen aus dem Zeitraum zwischen 2021 und 2023, die jüngste erfasste Transaktion datiert auf Juli 2025.
Warum alte Daten gefährlich sind
Auch historische Daten sind für Cyberkriminelle wertvoll. Sicherheitsexperten warnen vor einer perfekten Grundlage für sophistizierte Phishing-Angriffe. Betrüger können mit den detaillierten Bestellinformationen täuschend echte Nachrichten erstellen, um an weitere sensible Daten wie Passwörter oder vollständige Karteninformationen zu gelangen. Das Risiko für Identitätsdiebstahl und Betrug ist für die Betroffenen deutlich erhöht.
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Der Vorfall unterstreicht ein grundsätzliches Problem: Unternehmen sind von einem komplexen Netz externer Partner abhängig. Eine Schwachstelle bei einem einzigen Dienstleister kann – trotz eigener Sicherheitsvorkehrungen – zu einem massiven Datenleck führen.
Was Kunden jetzt tun sollten
Canada Goose untersucht derzeit den genauen Umfang und die Richtigkeit der veröffentlichten Daten. Ob alle betroffenen Kunden direkt benachrichtigt werden, ist noch unklar.
Cybersicherheitsexperten raten allen Canada Goose-Kunden zu erhöhter Wachsamkeit:
* Seien Sie skeptisch bei unerwarteten E-Mails oder Nachrichten, die persönliche Daten abfragen oder verdächtige Links enthalten.
* Überwachen Sie Ihre Bank- und Kreditkartenkonten auf ungewöhnliche Aktivitäten.
* Ändern Sie Passwörter, insbesondere wenn Sie diese auch auf anderen Websites genutzt haben.
Der Fall zeigt: Im digitalen Zeitalter können selbst alte Daten eine akute Bedrohung darstellen.
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