Campbell Soup Aktie: 33 Prozent Minus in zwölf Monaten
24.06.2026 - 10:55:02 | boerse-global.de
Campbell Soup kämpft an mehreren Fronten. Bekannte Milliardenmarken wie Goldfish oder Rao's stützen das Geschäft. Allerdings leidet der Konzern unter strukturellem Gegenwind. Die Investmentbank William Blair hat die Aktie nun mit einer neutralen Bewertung in die Analyse aufgenommen.
Zwischen Tradition und Trendwende
Die Analysten sehen ein gemischtes Bild. Einerseits besitzt Campbell Soup ein Portfolio aus etablierten Marken. Andererseits fällt es dem Unternehmen schwer, das Wachstum der klassischen Produkte wiederzubeleben. Der Wettbewerb verschärft sich, während sich die Wünsche der Kunden wandeln.
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit deutlich wider. Die Aktie notiert aktuell bei 18,65 Euro. Das entspricht einem Minus von rund 33 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate. Immerhin liegt der Kurs damit wieder leicht über der 50-Tage-Linie von 18,04 Euro.
Hohe Dividende als Anker
Trotz der operativen Schwierigkeiten bleibt die Aktie für Einkommensinvestoren interessant. Das Unternehmen zahlt eine Quartalsdividende von 0,39 US-Dollar je Aktie. Daraus errechnet sich eine geschätzte Dividendenrendite von 7,6 Prozent bei einer Marktkapitalisierung von 6,08 Milliarden Dollar.
Parallel dazu versucht der Konzern, neue Nischen zu besetzen. Die Partnerschaft mit Banza im glutenfreien Markt markiert einen solchen Versuch. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die skeptische Haltung am Markt zu drehen, ist ungewiss. Von 20 befragten Experten raten derzeit viele zu einer Verkaufsposition.
Die Bewertung von William Blair unterstreicht die aktuelle Patt-Situation. Die Neuausrichtung im glutenfreien Segment muss nun beweisen, dass sie die Margen stabilisieren kann. Erst eine nachhaltige Erholung der Profitabilität dürfte den Weg zurück zum 52-Wochen-Hoch von 29,06 Euro ebnen.
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