Burberry, GB0031743007

Burberry Group plc-Aktie (GB0031743007): Bewertung und Fundamentaldaten im Fokus

12.06.2026 - 12:29:42 | ad-hoc-news.de

Die Burberry Group plc-Aktie bewegt sich derzeit ohne frische Unternehmensmeldungen, rückt zum Wochenschluss aber mit Blick auf Bewertung, Margen und Dividende in den Fokus. Was die aktuellen Fundamentaldaten für Anleger bedeuten.

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Märkte & Bewertung. Vor der Veröffentlichung am 12.06.2026, 12:28:34 Uhr geprüft. Details im Impressum.

Die Aktie von Burberry Group plc steht zum Wochenschluss vor allem wegen der Bewertung und der jüngsten Geschäftszahlen im Blick der Anleger. Konkrete neue Unternehmensmeldungen liegen aktuell nicht vor, weshalb der Fokus auf den bereits veröffentlichten Kennziffern zu Umsatz, Gewinn, Margen und Dividende liegt. Die Luxusmodegruppe gilt als etablierter Player im europäischen Premiumsegment und wird an der London Stock Exchange gehandelt, parallel ist die Aktie auch an deutschen Handelsplätzen wie Xetra und Tradegate in Euro notiert.

Bewertung der Burberry Group plc-Aktie: Kennzahlen im Check

Für die Einordnung der Burberry Group plc-Aktie greifen viele Marktteilnehmer zunächst zum Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Dieses misst das Verhältnis des aktuellen Aktienkurses zum zuletzt ausgewiesenen oder erwarteten Gewinn je Aktie und liefert einen ersten Anhaltspunkt, wie der Markt die künftige Ertragskraft des Unternehmens einschätzt. Ein höheres KGV wird in der Regel mit höheren Wachstumserwartungen in Verbindung gebracht, während ein niedrigeres KGV eher auf vorsichtigere Annahmen hindeutet.

Bei einem etablierten Mode- und Luxuslabel wie Burberry spielt zudem die Bewertung im Verhältnis zum Umsatz eine Rolle. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) gibt an, mit dem Wievielfachen des Jahresumsatzes das Unternehmen an der Börse bewertet wird. Im Luxussegment werden oft höhere Multiples akzeptiert, wenn Markenstärke und Preissetzungsmacht als nachhaltig angesehen werden. Für Burberry ist dieser Faktor besonders relevant, da ein erheblicher Teil der Wertschöpfung auf der Markenwahrnehmung und der Positionierung im Premiumbereich beruht.

Eine weitere Kennzahl, die bei der Bewertung von Burberry herangezogen wird, ist das Verhältnis von Unternehmenswert zu Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EV/EBITDA). Diese Kennziffer blendet unterschiedliche Kapitalstrukturen weitgehend aus und erlaubt im internationalen Vergleich mit anderen Mode- und Luxuskonzernen eine besser vergleichbare Betrachtung der operativen Ertragskraft. Je niedriger das EV/EBITDA im Vergleich zu relevanten Wettbewerbern ausfällt, desto günstiger wirkt eine Aktie aus Sicht der klassischen Multiple-Analyse.

Neben den relativen Kennzahlen richtet sich der Blick auch auf die absolute Marktkapitalisierung von Burberry. Sie spiegelt wider, welchen Gesamtwert die Börse dem Unternehmen aktuell beimisst. Für institutionelle Investoren ist die Größe eines Unternehmens relevant, weil sie Einfluss auf die Handelbarkeit der Aktie, die Indexzugehörigkeit und die Fähigkeit zur Finanzierung größerer Investitionsprogramme hat. Burberry bewegt sich hier im Segment etablierter Mid- bis Large-Caps des europäischen Aktienmarkts.

Eng mit der Bewertung verknüpft ist die Betrachtung der Bilanzstruktur. Die Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum EBITDA zeigt, wie stark das Unternehmen von Fremdkapital abhängig ist und wie viele Jahre es theoretisch brauchen würde, um seine Schulden aus dem laufenden operativen Ergebnis zu tilgen. Eine moderat verschuldete Bilanz wird im zyklischen Konsumgüterbereich häufig positiv bewertet, da sie Spielraum für Investitionen in Markenpflege, Digitalisierung des Vertriebs und die Weiterentwicklung des Filialnetzes lässt.

Burberry investiert traditionell in ein internationales Netzwerk aus eigenen Stores, Shop-in-Shop-Flächen in Warenhäusern und digitale Vertriebskanäle. Die Kapitalintensität dieses Geschäftsmodells hat Auswirkungen auf Bewertungskennzahlen wie das Verhältnis von Kurs zu Buchwert (KBV). Für ein Markenunternehmen ist das KBV allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig, da ein wesentlicher Teil des Unternehmenswerts in immateriellen Vermögenswerten wie Markenrechten, Design-Know-how und Kundenbeziehungen steckt, die in der Bilanz nur begrenzt sichtbar werden.

Vor diesem Hintergrund achten Analysten bei Burberry stärker auf die Entwicklung der operativen Marge und der Bruttomarge als auf den reinen Buchwert. Eine stabile oder steigende Marge kann ein Indikator dafür sein, dass das Unternehmen steigende Kosten, etwa für Beschaffung oder Personal, durch Preiserhöhungen oder Effizienzgewinne kompensieren kann. Für Markenhersteller im Luxus- und Premiumsegment ist die Fähigkeit, Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen, ein zentrale Voraussetzung für die Rechtfertigung höherer Multiples.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung: Wie Burberry aktuell dasteht

Die jüngsten veröffentlichten Geschäftszahlen von Burberry zeichnen ein differenziertes Bild der operativen Entwicklung. Einerseits profitiert die Gruppe weiterhin von der globalen Nachfrage nach Luxus- und Premiumprodukten, insbesondere in wichtigen Märkten wie Großbritannien, Kontinentaleuropa und Teilen Asiens. Andererseits spiegelt die Umsatzentwicklung auch die erhöhten Anforderungen an Modekonzerne wider, sich in einem zunehmend kompetitiven Umfeld zu behaupten.

Auf der Umsatzseite spielen mehrere Treiber eine Rolle. Das Kerngeschäft mit Bekleidung, insbesondere Trenchcoats und Oberbekleidung, bleibt eine zentrale Säule. Hinzu kommen Accessoires, Schuhe und Lederwaren, die in der Branche häufig höhere Margen aufweisen. Die Bedeutung des Onlinevertriebs hat zuletzt weiter zugenommen, was sich sowohl im Direktgeschäft über den eigenen Webshop als auch über Partnerplattformen bemerkbar macht. Für Burberry ist die erfolgreiche Verzahnung von stationärem Handel und E-Commerce ein wichtiger Hebel, um Wachstumsimpulse zu setzen.

Auf der Ergebnisseite legen Anleger besonderes Gewicht auf den operativen Gewinn und das Ergebnis je Aktie. In den vergangenen Berichtsperioden standen dabei unter anderem Effekte aus Währungsbewegungen, Kostenprogrammen und Investitionen in Marketing und Digitalisierung im Fokus. Wechselkurse können für ein international tätiges Unternehmen wie Burberry spürbare Auswirkungen auf die ausgewiesenen Zahlen haben, wenn beispielsweise ein starker britischer Pfund die in anderen Währungen erzielten Umsätze bei der Umrechnung schmälert.

Investitionen in die Markenpositionierung sind ein zentrales Element der Burberry-Strategie. Sie schlagen sich in Marketingaufwendungen, Kollektionen, Kooperationen und der Inszenierung in sozialen Medien nieder. Kurzfristig können höhere Ausgaben die operative Marge belasten, langfristig sollen sie jedoch Wachstums- und Preissetzungsspielräume sichern. Anleger analysieren daher, ob steigende Marketingbudgets von einer entsprechend dynamischen Umsatz- und Margenentwicklung flankiert werden.

Auch die Entwicklung des freien Cashflows zählt zu den Kennzahlen, die bei der Bewertung von Burberry genau beobachtet werden. Ein solider freier Cashflow ermöglicht es dem Unternehmen, Investitionen zu finanzieren, Schulden zu reduzieren und gleichzeitig eine verlässliche Dividendenpolitik zu verfolgen. Im Luxussegment wird eine verlässliche Ausschüttung häufig als Zeichen finanzieller Stärke und Planungssicherheit interpretiert.

Ein weiterer Punkt ist der Blick auf einmalige Sondereffekte, die die Vergleichbarkeit der Ergebnisse erschweren können. Restrukturierungen, Anpassungen im Filialnetz oder Abschreibungen auf bestimmte Vermögenswerte können das ausgewiesene Ergebnis in einzelnen Jahren verzerren. Für eine saubere Analyse versuchen Investoren, solche Effekte herauszufiltern und die zugrunde liegende operative Entwicklung getrennt zu betrachten.

Dividende und Ausschüttungspolitik von Burberry

Für viele Privatanleger spielt die Dividendenrendite eine entscheidende Rolle bei der Bewertung der Burberry Group plc-Aktie. Die Dividendenrendite setzt die ausgeschüttete Dividende je Aktie ins Verhältnis zum aktuellen Börsenkurs und bietet eine Orientierung, wie stark die laufende Ausschüttung im Vergleich zu alternativen Anlageformen ausfällt. Im Luxus- und Konsumgütersegment sind stabile oder moderat steigende Dividenden ein wichtiges Argument für langfristig orientierte Investoren.

Burberry hat in der Vergangenheit eine Politik verfolgt, die auf regelmäßige Ausschüttungen ausgerichtet ist. Die Höhe der Dividende orientiert sich dabei maßgeblich an der Entwicklung von Gewinn und freiem Cashflow. In Jahren mit höherer Ertragskraft und soliden Mittelzuflüssen können Ausschüttungen angehoben werden, während in schwierigeren Phasen konservativere Entscheidungen möglich sind. Anleger betrachten deshalb nicht nur die absolute Dividende eines Jahres, sondern auch die Kontinuität über mehrere Geschäftsjahre hinweg.

Ein wichtiger Indikator in diesem Zusammenhang ist die Ausschüttungsquote, also der Anteil des Gewinns, der als Dividende an die Aktionäre ausgekehrt wird. Eine sehr hohe Ausschüttungsquote kann signalisieren, dass das Unternehmen nur begrenzten Spielraum für zusätzliche Investitionen oder Schuldenabbau hat. Eine moderate Ausschüttungsquote dagegen lässt darauf schließen, dass neben der Dividende auch weitere strategische Optionen finanziert werden können. Bei Burberry spielt dieses Gleichgewicht zwischen Ausschüttung und Reinvestition in das Geschäft eine zentrale Rolle.

Zusätzlich zur regulären Dividende können Sonderdividenden oder Aktienrückkaufprogramme Einfluss auf die Renditewahrnehmung haben. Solche Maßnahmen werden häufig dann eingesetzt, wenn das Management die Kapitalstruktur anpassen oder überschüssige Liquidität an die Aktionäre zurückgeben möchte. Für Burberry ist hier entscheidend, inwieweit derartige Schritte mit der langfristigen Wachstumsstrategie vereinbar sind und wie sie die Kennzahlen pro Aktie beeinflussen.

Bei der Einschätzung der Dividendenperspektive berücksichtigen Marktbeobachter auch das konjunkturelle Umfeld und branchenspezifische Risiken. Im Luxusgütersegment können Nachfrageverschiebungen, etwa infolge geopolitischer Spannungen, veränderter Reiseaktivitäten oder wirtschaftlicher Abkühlung in Schlüsselmärkten, Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn haben. Dies fließt indirekt in die Frage ein, wie stabil die Dividendenausschüttung eines Unternehmens wie Burberry über den Zyklus hinweg eingeschätzt wird.

Burberry im Vergleich zum Luxus- und Mode-Sektor

Um die Bewertung der Burberry Group plc-Aktie einzuordnen, bietet sich ein Blick auf andere Unternehmen aus dem internationalen Luxus- und Mode-Segment an. Konzerne mit vergleichbarer Ausrichtung auf Premium- und Luxusmode, Accessoires und Lederwaren dienen als Referenzpunkte für Kennzahlen wie KGV, KUV oder EV/EBITDA. Dabei zeigen sich zum Teil deutliche Bewertungsunterschiede, die mit Wachstumsraten, Margenprofil und Marktdominanz zusammenhängen.

Einige internationale Luxuskonzerne sind in globalen Indizes vertreten und haben eine noch breitere geografische Aufstellung sowie ein diversifiziertes Markenportfolio. Deren teilweise höhere Margen und Wachstumsraten spiegeln sich in höheren Bewertungsmultiples wider. Burberry positioniert sich demgegenüber stärker als fokussierte Marke mit einem klaren Herkunftsprofil aus dem britischen Luxussegment. Diese Positionierung kann sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen, je nachdem, wie die Nachfrage nach britischer Premium-Mode in den Kernmärkten verläuft.

Bei der Beurteilung von Burberry im Sektorvergleich spielt auch die Profitabilität eine Rolle. Eine höhere Bruttomarge im Vergleich zu Wettbewerbern deutet darauf hin, dass das Unternehmen entweder höhere Preise durchsetzen oder effizienter produzieren kann. Die operative Marge gibt wiederum Auskunft darüber, wie gut Burberry seine Vertriebs- und Verwaltungskosten im Verhältnis zum Umsatz steuert. Anleger beobachten, ob sich die Margen im Zeitverlauf verbessern, konstant bleiben oder unter Druck geraten.

Auch das Wachstum des vergleichbaren Flächenumsatzes in bestehenden Stores und der Onlinekanäle wird häufig herangezogen, um die Dynamik im Kerngeschäft zu bewerten. Ein robustes Wachstum in diesen Kennziffern kann ein Hinweis darauf sein, dass die Marke bei den Kunden gut ankommt und Marketingmaßnahmen greifen. Bleibt das Wachstum hinter Branchentrends zurück, dürfte der Markt dies in der Regel mit einer vorsichtigeren Bewertung honorieren.

Ein weiterer Aspekt im Sektorvergleich ist die geografische Diversifikation. Unternehmen mit einem hohen Umsatzanteil in Regionen mit überdurchschnittlichem Wachstum, etwa in Teilen Asiens oder im Mittleren Osten, können von regionalen Konsumtrends profitieren. Für Burberry ist daher relevant, wie stark das Unternehmen in schnell wachsenden Märkten vertreten ist und wie es dort im Wettbewerb mit anderen Luxus- und Premiumanbietern positioniert ist.

Aktionärsstruktur, Free Float und Handelsliquidität

Bei der Betrachtung der Burberry Group plc-Aktie spielt neben Fundamentaldaten und Bewertung auch die Aktionärsstruktur eine Rolle. Eine breite Streuung der Anteile über institutionelle und private Investoren erhöht in der Regel den Free Float und damit die Handelsliquidität der Aktie. Viele institutionelle Anleger bevorzugen Werte, die in ausreichendem Umfang handelbar sind und klare Corporate-Governance-Strukturen aufweisen.

Der Free Float von Burberry ermöglicht es größeren Marktteilnehmern, Positionen aufzubauen oder abzubauen, ohne den Kurs übermäßig zu beeinflussen. Zugleich können relevante Anteilseigner, etwa Vermögensverwalter oder Fonds, durch ihre Stimmrechte Einfluss auf strategische Entscheidungen nehmen, etwa im Rahmen von Hauptversammlungen. Für Privatanleger ist eine liquide Aktie vor allem deshalb interessant, weil Orders zu marktgerechten Preisen in der Regel besser ausgeführt werden können.

Die Notierung an der London Stock Exchange stellt für Burberry den primären Handelsplatz dar, doch auch die Zweitnotierung an deutschen Börsenplätzen wie Xetra, Frankfurt oder Tradegate spielt eine Rolle. Dort wird die Aktie in Euro gehandelt, was insbesondere für deutschsprachige Anleger den Zugang erleichtert. Wechselkursbewegungen zwischen Euro und britischem Pfund können allerdings dazu führen, dass sich die Wertentwicklung der Aktie in Euro von der Pfund-Notierung unterscheidet.

Institutionelle Investoren achten neben der Liquidität auch auf die Einbindung in relevante Indizes. Eine Indexzugehörigkeit kann dazu führen, dass ETFs und andere indexbasierte Produkte die Aktie im Rahmen ihrer Nachbildungsstrategie halten. Dies kann die Handelsaktivität erhöhen und mittelbar Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen, da Zu- oder Abflüsse in indexorientierte Produkte sich auf die Nachfrage nach der Aktie auswirken.

Risiken und Chancen im Geschäftsmodell von Burberry

Das Geschäftsmodell von Burberry ist eng mit Konjunkturzyklen und Konsumtrends verbunden. In Phasen, in denen die Kauflaune der Verbraucher sinkt oder wirtschaftliche Unsicherheit dominiert, können Ausgaben für Luxus- und Premiumprodukte tendenziell stärker unter Druck geraten als Alltagskäufe. Für Burberry stellt dies ein zentrales konjunkturelles Risiko dar, das sich in Schwankungen von Umsatz und Gewinn niederschlagen kann.

Gleichzeitig verfügt die Marke über Chancen, die sich aus der langfristigen Nachfrage nach hochwertigen, markenstarken Produkten ergeben. Eine treue Kundschaft, ein klar erkennbares Designprofil und das Heritage-Image der Marke können dazu beitragen, auch in anspruchsvollen Marktphasen eine gewisse Basiskaufbereitschaft zu sichern. Hinzu kommt die Möglichkeit, neue Kundengruppen zu erschließen, etwa über Kollaborationen, limitierte Kollektionen oder den Ausbau des digitalen Vertriebs.

Wechselkursrisiken gehören zu den ständigen Begleitfaktoren für ein international ausgerichtetes Unternehmen wie Burberry. Schwankungen zwischen dem britischen Pfund und anderen Leitwährungen können sowohl positive als auch negative Effekte auf Umsatz und Gewinn haben, abhängig davon, wie Umsätze und Kosten verteilt sind. Unternehmen reagieren darauf unter anderem mit Absicherungsstrategien und einer geografischen Diversifikation ihrer Kosten- und Erlösströme.

Ein weiterer Risikofaktor sind Veränderungen im regulatorischen Umfeld, etwa bei Handelsabkommen, Zöllen oder Importbestimmungen. Sie können Lieferketten und Preisgestaltung beeinflussen. Für einen global agierenden Modekonzern ist es deshalb wichtig, Lieferketten resilient zu gestalten und flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Auf der Chancen-Seite steht die Digitalisierung des Geschäfts. Der Ausbau von E-Commerce, die Integration von Omnichannel-Konzepten und der Einsatz datengetriebener Analysen zur Steuerung von Kollektionen und Marketingmaßnahmen bieten Potenzial, Effizienz zu steigern und näher an die Bedürfnisse der Kunden heranzurücken. Burberry investiert seit Jahren in digitale Plattformen und Online-Inszenierung, um insbesondere jüngere Zielgruppen anzusprechen.

Nachhaltigkeit, Markenimage und ESG-Aspekte

Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) gewinnen auch im Luxusmode-Segment zunehmend an Bedeutung. Viele institutionelle Investoren und Fonds berücksichtigen ESG-Ratings bei ihren Anlageentscheidungen. Für Burberry steht daher nicht nur das klassische Finanzprofil, sondern auch die Wahrnehmung des Unternehmens in Bezug auf Umweltstandards, soziale Verantwortung und Unternehmensführung im Fokus.

Im Umweltbereich rücken Themen wie Ressourceneffizienz, Materialauswahl und die Reduktion von Emissionen in Lieferketten in den Vordergrund. Modekonzerne arbeiten an Maßnahmen, um den Einsatz nachhaltiger Materialien zu erhöhen, den Energieverbrauch zu senken und die Transparenz in der Lieferkette zu verbessern. Burberry kommuniziert entsprechende Initiativen regelmäßig in seinen Nachhaltigkeitsberichten, da diese Informationen für Investoren und Verbraucher gleichermaßen relevant sind.

Soziale Aspekte umfassen unter anderem Arbeitsbedingungen in der Lieferkette, Diversität und Inklusion im Unternehmen sowie den Umgang mit Gemeinschaften, in denen produziert oder verkauft wird. Eine glaubwürdige Umsetzung sozialer Standards kann das Markenimage stärken und Risiken etwa durch Reputationsschäden verringern. In der Luxusmode sind Konsumenten zunehmend sensibilisiert für Fragen rund um faire Produktion und nachhaltigen Konsum.

Governance-Themen betreffen unter anderem die Zusammensetzung des Verwaltungsrats, Vergütungsstrukturen für das Management und die Transparenz der Berichterstattung. Investoren achten darauf, dass die Interessen der Aktionäre angemessen berücksichtigt werden und Entscheidungen nachvollziehbar sind. Für Burberry ist eine klare Corporate-Governance-Struktur ein wichtiger Baustein, um das Vertrauen des Kapitalmarkts zu sichern.

Burberry-Aktie aus Sicht deutschsprachiger Privatanleger

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist die Handelbarkeit der Burberry Group plc-Aktie an heimischen Börsen ein praktischer Vorteil. Die Notierung in Euro an Handelsplätzen wie Xetra oder Tradegate ermöglicht es, Orders ohne Währungsumrechnung auf Ebene des Depots zu platzieren. Dennoch bleibt der wirtschaftliche Bezug zur britischen Währung bestehen, da das Unternehmen seine Berichte in der Regel in Pfund veröffentlicht und ein Teil der Wertentwicklung von Wechselkursen beeinflusst wird.

Neben der reinen Handelbarkeit spielen für viele Privatanleger Transparenz und Informationszugang eine Rolle. Burberry stellt Geschäftsberichte, Präsentationen und Kennzahlen auf der Investor-Relations-Seite bereit, sodass sich auch Privatanleger ein Bild von Geschäftsmodell, Strategie und wichtigsten Finanzkennziffern machen können. Ergänzend greifen viele auf Analysen von Banken, Research-Häusern und Finanzportalen zurück, um verschiedene Einschätzungen zu vergleichen.

Wer den Wert beobachtet, achtet neben Quartals- und Jahreszahlen auch auf strategische Ankündigungen, etwa zu neuen Kollektionen, Kooperationen, Marktstarts oder Veränderungen im Management. Gerade im Mode- und Luxussegment können kreative Leitungen und Designentscheidungen einen spürbaren Einfluss auf die Markenwahrnehmung und damit mittelbar auf die Geschäftsentwicklung haben.

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass bei der Burberry Group plc-Aktie aktuell weniger kurzfristige Nachrichten, sondern vielmehr die mittelfristigen Fundamentaldaten, die Positionierung im Luxussegment und die Dividendenpolitik im Fokus der Betrachtung stehen. Wie Investoren diese Faktoren gewichten, hängt von ihrer individuellen Risikoneigung, ihrem Anlagehorizont und ihrer Einschätzung des globalen Konsumumfelds ab.

Burberry Group plc im Kurzprofil

  • Name: Burberry Group plc
  • Branche: Luxusmode, Bekleidung, Accessoires
  • Hauptsitz: London, Vereinigtes Königreich
  • Kernmärkte: Europa, Asien-Pazifik, Nordamerika
  • Umsatztreiber: Premium-Bekleidung, Trenchcoats, Accessoires, Lederwaren, E-Commerce
  • Heimatbörse / Notierung: London Stock Exchange; Zweitnotierungen u.a. Xetra (Burberry Group plc-Aktie, WKN anhand Börsendaten verifizierbar)
  • Handelswährung: Primär GBP, in Deutschland Handel in EUR möglich

Weitere Einschätzungen zur Burberry Group plc-Aktie

Aktuelle Nachrichten, Kennzahlen und Hintergrundberichte zur Burberry Group plc-Aktie finden Sie in der Themenübersicht sowie im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens.

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Dieser Artikel wurde a.i.-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Börsengeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

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