Bundesnetzagentur, Rückgang

Bundesnetzagentur meldet starken Rückgang von Betrugsmeldungen

08.02.2026 - 16:23:12

Die Beschwerden über Telefonbetrug sind 2025 stark zurückgegangen, während unerwünschte Werbeanrufe zunahmen. Die Behörde verhängte Bußgelder und warnt vor neuen Betrugsmethoden.

Die Bundesnetzagentur verzeichnet 2025 deutlich weniger Beschwerden über Telefonbetrug – doch unerwünschte Werbeanrufe nehmen weiter zu. Die Zahlen zeigen eine überraschende Trendwende im digitalen Alltag deutscher Verbraucher.

Im vergangenen Jahr gingen bei der Regulierungsbehörde nur noch 85.158 Meldungen über den Missbrauch von Telefonnummern ein. Das ist ein starker Rückgang gegenüber dem Rekordwert von 154.624 Beschwerden aus dem Jahr 2024. Für den deutlichen Einbruch gibt es bislang keine offizielle Erklärung der Behörde.

Weniger Betrug, mehr Werbung: Die neue Gemengelage

Doch die positive Entwicklung hat eine Kehrseite. Parallel zum Rückgang bei Betrugsmeldungen stiegen die Beschwerden über unerwünschte Werbeanrufe um 6 Prozent auf 39.842 Fälle. Offenbar verlagern sich die Störungen – während klassische Betrugsversuche vielleicht weniger erfolgreich sind, fluten Werbetreibende die Leitungen.

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Besonders auffällig: Anrufe zu angeblichen Gewinnspielen machten 2025 über 28 Prozent aller Werbebeschwerden aus. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei rund 20 Prozent. Die Bundesnetzagentur reagierte mit scharfen Sanktionen und verhängte Bußgelder von insgesamt mehr als 1,099 Millionen Euro.

Smishing bleibt Dauergast im Postfach

Trotz des Rückgangs bei den Meldungen warnt die Behörde vor neuen Betrugsmethoden. Erst Ende Januar 2026 machte sie auf eine Welle von SMS-Nachrichten aufmerksam, die angeblich von Fintech-Plattformen stammen. Die Nachrichten behaupten falsche Abbuchungen und fordern zum Rückruf auf – eine klassische Phishing-Falle.

Diese Muster sind Teil eines größeren Problems: Deutschland gilt als europäischer Hotspot für Cyberkriminalität. Allein 2024 beliefen sich die finanziellen Schäden auf geschätzte 267 Milliarden Euro. Besonders hartnäckig sind gefälschte Nachrichten von Banken oder Paketdiensten, die sensible Daten abgreifen wollen.

Jeder Zweite wurde bereits Opfer von Betrugsversuchen

Das wahre Ausmaß der Belästigung zeigt eine Umfrage aus dem Jahr 2025: 54 Prozent der erwachsenen Deutschen wurden innerhalb von zwölf Monaten mindestens einmal Opfer eines Betrugsversuchs. Im Schnitt erhielt jeder Bürger 163 solcher Kontaktversuche – das entspricht einem Anruf oder einer Nachricht alle zwei Tage.

Die finanziellen Folgen sind erheblich. Der Gesamtschaden durch Betrug belief sich 2025 auf schätzungsweise 10,6 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Verluste pro Geschädigten lagen bei 820 Euro. Diese Zahlen unterstreichen, wie wichtig die Arbeit der Bundesnetzagentur bleibt – selbst wenn weniger Beschwerden eingehen.

Die Jagd geht weiter – mit neuen Mitteln

Die Behörde setzt auf eine mehrgleisige Strategie: Neben Geldstrafen sperrt sie verdächtige Rufnummern und untersagt in manchen Fällen sogar die Abrechnung damit. Entscheidend sind dabei detaillierte Meldungen aus der Bevölkerung, die erst eine gezielte Verfolgung ermöglichen.

Doch die Betrüger passen sich an. Experten rechnen mit immer raffinierteren Methoden – von KI-generierten Phishing-Nachrichten bis zu mehrstufigen Angriffen über verschiedene Kanäle. Für Verbraucher gilt deshalb nach wie vor: Bei unerwarteten Nachrichten stets misstrauisch bleiben, Zahlungsaufforderungen überprüfen und verdächtige Aktivitäten sofort melden.

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