BSI warnt vor neuer Welle KI-gestützter Handy-Banking-Angriffe
27.02.2026 - 00:00:45 | boerse-global.deEine neue Welle hoch entwickelter Cyber-Bedrohungen erhöht das Risiko für Nutzer von Banking-Apps drastisch. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt diese Woche vor einer Zunahme KI-gestützter Phishing-Angriffe. Gleichzeitig sind neue, aggressive Malware-Typen im Umlauf, die selbst moderne Smartphones knacken können. Diese Bedrohung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Laut einer aktuellen Umfrage nutzen die Deutschen erstmals häufiger Banking-Apps als klassische Online-Portale. Ein verlorenes Smartphone ist damit wertvoller denn je.
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KI-Phishing täuscht selbst erfahrene Nutzer
Cyberkriminelle setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um Phishing-Angriffe zu perfektionieren. Die täuschend echten Nachrichten per SMS oder über QR-Codes umgehen klassische Sicherheitsfilter. Ihr Ziel ist klar: der Diebstahl von Zugangsdaten für Bankkonten.
Die Lage verschärft neue Android-Malware wie "Oblivion". Diese Schadsoftware kann weitreichende Sicherheitsfunktionen umgehen. Sie liest Push-Benachrichtigungen von Banking-Apps heimlich aus und zeichnet Tastatureingaben wie PINs auf. In einigen Fällen entsperrt sie das Gerät sogar mit zuvor erfassten Mustern selbstständig. Ein gestohlenes Telefon wird so zum Generalschlüssel für die Finanzen des Opfers.
Smartphone-Hersteller kontern mit KI
Als Reaktion auf "Snatch-and-Run"-Diebstähle setzen Hersteller nun auf KI zur Abwehr. Neue Android-Geräte erkennen mit Bewegungssensoren typische Diebstahlsituationen und sperren den Bildschirm sofort automatisch. Das soll verhindern, dass Diebe auf ein gerade entsperrtes Gerät zugreifen.
Zusätzlich wurde die "Offline-Gerätesperre" verbessert. Sie aktiviert sich automatisch, wenn das Smartphone länger vom Netz getrennt wird – eine gängige Taktik von Dieben. Diese Gegenmaßnahmen sichern die erste kritische Phase nach einem Diebstahl. Sie entbinden den Nutzer aber nicht von seiner Verantwortung.
Da Kriminelle immer häufiger unterschätzte Sicherheitslücken für den Datenklau nutzen, ist ein proaktiver Schutz unverzichtbar. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Sicherheitspaket, welche fünf Schritte Experten für die Absicherung von PayPal, Online-Banking und Co. empfehlen. Kostenlosen Sicherheits-Leitfaden herunterladen
Was tun, wenn das Handy weg ist?
Schnelles Handeln nach einem Verlust ist entscheidend. Experten empfehlen eine klare Abfolge:
- Orten, sperren, löschen: Nutzen Sie umgehend Dienste wie "Find My iPhone" oder "Google Find My Device". Aktivieren Sie den "Verloren"-Modus. Ist eine Ortung aussichtslos, ziehen Sie die Fernlöschung der Daten in Betracht.
- SIM-Karte und Bankzugänge sperren: Kontaktieren Sie sofort Ihren Mobilfunkanbieter oder wählen Sie den Sperr-Notruf 116 116. Über dieselbe Nummer können auch Online-Banking-Zugänge und digitale Karten gesperrt werden. Informieren Sie zudem direkt Ihre Bank.
- Passwörter ändern: Ändern Sie die Passwörter aller wichtigen Dienste, beginnend mit Ihrem primären E-Mail-Konto.
- Anzeige erstatten: Bei einem Diebstahl ist eine Polizeianzeige unerlässlich, oft Voraussetzung für Versicherungen.
Das Smartphone als größte Schwachstelle
Die Vorfälle zeigen: Die Sicherheit des mobilen Bankings hängt nicht allein von der App ab. Während diese gut geschützt sind, stellen das Endgerät und der Nutzer die größten Angriffsflächen dar. Kriminelle konzentrieren sich zunehmend auf Social Engineering und die physische Kompromittierung des Geräts. Die wachsende Bedrohung durch SIM-Swapping verschärft die Lage zusätzlich.
Banken und Technologieanbieter werden ihre Investitionen in KI-gestützte Verhaltensanalysen voraussichtlich erhöhen. Für Verbraucher bedeutet das: Die Absicherung des eigenen Smartphones rückt in den Fokus. Starke PINs, regelmäßige Updates und Skepsis gegenüber unaufgeforderten Nachrichten sind essenziell. Die Ära, in der ein Handyverlust nur ein Ärgernis war, ist vorbei. Heute ist er ein akuter Sicherheitsvorfall.
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