BSI warnt vor KI-gestützten Cyberangriffen
25.02.2026 - 19:09:43 | boerse-global.deDas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schlägt Alarm: KI-gestützte Phishing- und Malware-Angriffe stellen die deutsche Wirtschaft vor nie dagewesene Herausforderungen. Als Antwort auf diese dynamische Bedrohungslage fordern Experten einen radikalen Wechsel in der Unternehmenssicherheit.
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KI als Waffe: Phishing wird perfekt, Malware tückisch
In den letzten Tagen hat das BSI eindringlich vor neuen, durch KI massiv verschärften Angriffsmethoden gewarnt. Die Behörde beobachtet eine dramatische Zunahme von KI-generierten Phishing-Nachrichten. Diese sind sprachlich so überzeugend, dass typische Warnsignale wie Rechtschreibfehler entfallen – die Erkennung wird für Mitarbeiter extrem schwer.
Parallel verbreitet sich die Android-Malware „Oblivion“. Sie tarnt sich als harmlose App und nutzt die Bedienungshilfen des Systems, um weitreichende Rechte zu erlangen. So kann sie sensible Daten wie Zwei-Faktor-Codes abfangen. Eine besonders perfide Methode ist das sogenannte „Quishing“ – eine Kombination aus QR-Code und Phishing. Manipulierte Codes auf Parkautomaten oder Plakaten leiten Nutzer nach dem Scannen auf gefälschte Login-Seiten. Da der schädliche Link im Bild verborgen ist, umgehen diese Angriffe viele herkömmliche Sicherheitsfilter.
Warum alte Sicherheitskonzepte versagen
Die neue Qualität der Angriffe bringt traditionelle, reaktive Sicherheitsmodelle an ihre Grenzen. Viele Unternehmen setzen noch auf perimeterbasierte Abwehr, die bekannte Muster erkennt. Doch moderne, KI-gesteuerte Attacken folgen keinen starren Skripten mehr.
KI-Systeme können Schwachstellen in Minutenschnelle aufspüren und ausnutzen – ein Prozess, der früher Tage dauerte. Die Angreifer passen ihr Verhalten kontinuierlich an und umgehen so bekannte Abwehrmechanismen. Die Folge: Attacken bleiben oft lange unentdeckt. Reines Reagieren auf Alarme reicht nicht mehr aus.
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Der Ausweg: Kontinuierliches Exposure Management
Als strategische Antwort etabliert sich der Ansatz des Continuous Threat Exposure Management (CTEM). Es ist kein einzelnes Tool, sondern ein programmatischer Kreislauf, um die gesamte Angriffsfläche eines Unternehmens fortlaufend zu bewerten und zu härten. Analysten von Gartner sehen darin den neuen Standard.
Der CTEM-Zyklus besteht aus fünf Phasen:
1. Umfang festlegen: Definition aller zu schützenden Assets – inklusive Cloud, APIs und digitaler Identitäten.
2. Entdeckung: Kontinuierliche Identifizierung aller Schwachstellen.
3. Priorisierung: Bewertung nach tatsächlicher Ausnutzbarkeit im Unternehmenskontext, nicht nur theoretischem Schweregrad.
4. Validierung: Überprüfung, ob eine Schwachstelle einen gangbaren Angriffspfad bietet, oft durch simulierte Attacken.
5. Mobilisierung: Gezielte Behebung der kritischsten Risiken und Anpassung der Sicherheitsprozesse.
Der Wettlauf KI gegen KI
Die Prognosen sind eindeutig: Unternehmen, die ihre Sicherheitsinvestitionen auf Basis eines CTEM-Programms priorisieren, werden laut Gartner bis 2026 dreimal seltener Opfer erfolgreicher Cyberangriffe. Der Fokus verschiebt sich von der Schwachstellenverwaltung zur proaktiven Risikoreduzierung.
Die aktuellen Warnungen des BSI markieren einen Wendepunkt. Cybersicherheit wird zum Wettlauf zwischen angreifender und verteidigender KI. Für Unternehmen bedeutet das: Sicherheit muss endgültig auf Vorstandsebene verankert werden. Programme wie CTEM sind keine option mehr, sondern eine Notwendigkeit, um in der neuen Bedrohungslandschaft widerstandsfähig zu bleiben.
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