BSI warnt vor KI-gesteuerten Social-Engineering-Angriffen
19.02.2026 - 19:01:12 | boerse-global.deEine neue Welle von Cyberangriffen mit künstlicher Intelligenz zielt gezielt auf deutsche Verbraucher. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab diese Woche eine dringende Warnung heraus. Kriminelle nutzen Deepfakes und hochentwickelte Sprachmodelle, um ihre Opfer über Smartphones und Messenger zu täuschen. Die Angriffe werden dadurch immer personalisierter und schwerer zu erkennen.
Deepfakes machen den Enkeltrick perfekt
Generative KI erstellt heute fehlerfreie, personalisierte Phishing-E-Mails. Besonders alarmierend ist der Einsatz von Deepfake-Stimmen. Sie verleihen altbekannten Betrugsmaschen wie dem „Enkeltrick“ eine neue, gefährliche Qualität. Anrufe mit der geklonten Stimme eines Familienmitglieds wirken täuschend echt. Experten sehen eine grundlegende Veränderung: Diese KI-Werkzeuge umgehen aktiv traditionelle Abwehrmechanismen.
Warum Ihr Smartphone im Fadenkreuz steht
Das Smartphone ist das Hauptziel. Eine perfide Methode heißt „Quishing“ – eine Kombination aus QR-Code und Phishing. Täter versenden E-Mails oder Briefe mit Codes, die auf gefälschte Webseiten leiten. Da das Ziel des QR-Codes unsichtbar ist und das Scannen oft auf schlechter geschützten Smartphones erfolgt, fallen Sicherheitsbarrieren. Parallel bleiben SMS-Phishing („Smishing“) und Angriffe über WhatsApp oder Signal eine konstante Bedrohung. Aktuell warnen Behörden vor gefälschten Support-Mitarbeitern auf Signal, die Nutzer unter Druck setzen.
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Gefälschte Rechnungen und CEO-Fraud
Die Taktiken werden raffinierter und passen sich blitzschnell an. Gefälschte E-Mails im Namen von KI-Dienstleistern oder Paketdiensten drohen mit Kontosperrungen, um an Zahlungsdaten zu gelangen. Ein zentrales Merkmal ist stets psychologischer Druck durch Dringlichkeit. Im Unternehmensumfeld bleibt der „CEO-Fraud“ eine große Gefahr: Täter geben sich als Führungskraft aus, um Mitarbeiter zu unautorisierten Überweisungen zu verleiten. Die Cyberkriminalität professionalisiert sich weiter.
Der Mensch bleibt die Schwachstelle
Experten sind sich einig: KI verändert die Bedrohungslandschaft nachhaltig. Social-Engineering zielt primär auf die menschliche Psyche. Es ist oft einfacher, eine Person zu täuschen, als ein komplexes IT-System zu knacken. Studien zeigen, dass Investitionen in Sensibilisierung oft hinterherhinken. Die finanziellen Folgen sind immens – bei fast der Hälfte der betroffenen Unternehmen beliefen sich die Schäden eines einzelnen Datendiebstahls auf bis zu eine Million US-Dollar.
Wie können Sie sich schützen?
Die Prognosen deuten auf eine weitere Zunahme hin. Für Verbraucher ist eine gesunde Grundskepsis unerlässlich. Geben Sie niemals sensible Daten aufgrund einer unerwarteten Kontaktaufnahme preis. Verifizieren Sie die Identität des Absenders immer über einen zweiten, unabhängigen Kanal – etwa einen Rückruf auf einer bekannten Nummer. Sicherheitsfunktionen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und Registrierungssperren in Messenger-Apps erhöhen den Schutz. Letztlich bleibt das Bewusstsein für die aktuellen Maschen die effektivste Verteidigung.
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